REVUE SUISSE
DE
ZOOLOGIE
liEYlË SUISSE DE ZOOLOGIE
DE LA
f r
SOCIETE ZOOLOGIQUE SUISSE
ET DU
MUSÉE D'HISTOIRE [\AT11KELLE DE GENEVE
PUBLIÉES SOUS LA DIRECTION DE
Maurice BEDOT
DIRECTEUR DU MUSEE d'hisTOIRE NATURELLE
AVEC LA COLLABORATION DE
MM. les Professeurs E. Béraneck (Neuchâtel), H. Blanc (Lausanne),
A. Lang (Zurich), Th. Studer (Berne), E. Yung (Genève)
et F. ZscHOKKE (Bâie)
ET DE
MM. V. Fatio, p. de Loriol, A. Pictet et H. de Saussure
Membres de la Commissioa du Musée d'Histoire naturelle do Genève.
TOME 8
Avec 33 planches.
GENÈVE
IMPRIMERIE W. KUNDIG & FILS, RUE DU VIEUX-COLLÈGE, 4.
1900
/ ^^-J
TABLE DES MATIÈRES
A'^" 1. Sorti de presse le 8 juin 1900.
Pages.
K. Bretscher. Mitteilung'en uber die Oligochii^tenfauna der Schvveiz
mit Tafel 1. 2, 3 1
M. AuERBACH. Die Unterkieferdriisen von Mijoxus muscardinus
Schreber, mit Tafel 4 u. 5 45
P. DE LoRioL. Notes pour servir à l'étude des Echinodermes (VIII)
avec les planches 6 à 9 55
iVo 2. Sorti de presse le 29 août 1900.
G. Vaney et A. Comte. Sur un Chondracanthide nouveau, parasite de
Clinus arr/^?rto<?<s Riss., avec la planche 10 97
M. DE Bock. Le corps cardiaque et les amibocytes des Oligochètes limi-
coles, avec les planches 11 et 12 107
H. RoTHENBÛHLER. Zwcitcr Bcitrag zur Kenntniss der Diplopodenfauna
der Schweiz, mit Tafel, 13 167
Th. Stingelin. Beitrag- zur Kenntniss der Siissvvasserfauna von Celebes.
Entomostraca. Mit Tafel 14 193
N° 3. Sorti de presse le 4 décembre 1900.
A. Kaufmann. Cypriden und Darwinuliden der Schweiz, mit Tafel
lo-31 .' 209
E. ANDRii. Organes de défense tégumentaires des Hijalinia, avec la
planche 32 425
K. BRET8CHER. Slïdschweizerische Oligochseten, mit Tafel 33 . . . . 435
J. Roux. Note sur les Infusoires ciliés du lac Léman. 457
V, Fatio. Deux petits Vertébrés nouveaux pour la Suisse (Sorex pigmœus
Pall. et Rnnagrœca Boul.) et quelques intéressantes variétés. 467
E. Penard. Essais de mérotomie sur quelques Difflugies 477
2874fi
TABLE DES AUTEURS
PAR
ORDRE ALPHABÉTIQITE
André, E. auerbach, m.
Bretscher, K.
Bretscher, K. Bock, M. de.
Fatio. V. Kaufmann, a. LoRiOL, P. de. Penard, E. Rothenbùhler, h.
Roux, J. Stingelin, Th.
Vaney, C. et A. Comte
Pages.
Organes de défense tégu mentaires des Hyalinia. 425 Die Unterkieferdriisen von Myoxiis muscar-
dinus Schreber 45
Mitteilungen iiber die Oligochyetenfauna der
Schweiz 1
Sûdschweizerische Oligochseten 435
Le corps cardiaque et les amibocytes des Oligo-
chètes limicoles 107
Deux petits Vertébrés nouveaux pour la Suisse. 467
Cypriden und Darvvinuliden der Schweiz. . . 209
Notes pour servir à l'étude des Echinodermes. 55
Essais de météromie sur quelques Difflugies . 477 Zvveiter Beitrag zur Kenntniss der Diplopoden-
fauna der Schweiz 167
Note sur les Infusoires ciliés du lac Léman. . 457 Beitrag zur Kenntnis der Siisswasserfauna von
Celebes 193
, Sur un Chondracanthide nouveau 97
Mitteilungen
iibèr die
Oligochœtenfauna
(1er Scliweiz
von
Dr K. BRETSCHER
Hierzu Tafel 1-3.
Aiich im letzten Jalire liess icli mir angelegen sein, die Beob- achtungeii liber die Oligochaten-Fauna imseres Landes fortzu- setzen. Sieergabenwiederum einige intéressante und bemerkens- werte Resultate, anderseits riickten sie einzelne der friiheren Mitteilungen da imd dort in ein etwas anderes Liclit.
Die Zahl der iinsere Gewâsser bewohnenden Arten liât eine niclit imwesentliche Bereiclieriing erfahren; ilire Besclireibiing folgt im speziellen Teile dieser Arbeit.
In meinem Beitrag (4) stellte ich ein Yerzeiclinis von 31 Oligocliâten des Zliriclisees aiif; es iiuiss ziir Zeit iiin die folgenden z. T. neiien Spezies vermehrt werden ;
1. Ttihifex Heuscherin. s\^.
2. Homocliaeta naidina Br.
3. Chaetogasf er Lanfji Jjr.
4. Pachydrilus Uneatus (). F. ]M.
Rev. Suisse de Zool. T. S. 1900. 1
2 K. BRETSCHER.
5. Marionina lobata Br.
6. Encliytraeus nigrina n. sp.
7. Fridericia galba Hoffm. S. Henlea StoUi n. sp.
Homochaeta naidina Br. (3) habe ich neiierdings im Seebecken selber gefunden.
Die vom Wellenschlag zusammengeworfenen vermodemden Pflaiizenreste erwiesen sich reich an Enchytraeiden, deren Gesellschaft an verschiedenen Orten eine abweichende Zusani- mensetzimg aufweist. In dem in solcher Art angehâuften Détri- tus des Katzensees fanden sich andere Spezies als am Ufer des Ziirichsees, und an diesem selbst wecliselt der Bestand von Ort zu Ort. Nirgends fehlend und hâufig vorhanden ist hauptsâchlicli Encliytraeus venir iculosiis D'Udek. Daraus geht hervor, dass auch jetzt noch die Oligochâten des Ziirichsees durchaus nicht vollstândig beschrieben sind, und es lâsst sich namentlich auch vom Obersee eine ordentHche Yermehrung des Verzeichnisses erwarten.
Durch Herrn D^'Waldyogel, Landwirtschaftslehrer, veran- lasst, begann ich die Durchsuchung des bei Hombrechtikon gele- genen kleinen Liitzelsees ; es ist ein Torfsee. der eine mit den Torftiimpehi des Katzensees iibereinstinnnende Fauna von vorn- herein erwarten liess. Doch war gerade dièses Becken geei- gnet zu zeigen, dass man an neuen Standorten nicht zu sehr auf anderwârts gemachte Beobachtungen abstellen darf. Aller- dings sind eine Reihe von Arten namhaft zu machen, die beiden und auch dem Ziirichsee angehoren; allen drei und wenigstens letzterem und dem Liitzelsee gemeinsam sind:
Aeolosoma Hemprichi Ehrbg. Lmnbriculus variegatus 0. F. M. Ttibifex Heuscheri n. sp. » rivulorum Lam.
OLIGOCH^TENFAUNA DER SCHWEIZ.
JSfais elinguis 0. F. M.
» harhata 0. F. M.
» Jacustris L.
» serpentina 0. F. M.
» lurida 0. F. M. Fristina longiseta Elirbg. ' -_
•Chaetogaster diaphanus Grtl.
» Langi Br.
Marionina riparia Br.
Dagegen war eiiie iieue Naide, Haemonais WaldvogeU, selir liâiifig, von der ich aiiiiehiiien iiiuss, dass sie weder dem Katzen- see noch dem unteni Teil des Ziirichsees angehôrt ; das intéres- sante Tier hâtte mir wahrsclieinlich doch sonst da oder dort zu •Gesicht kommen mlissen. Autïâllig war im Liitzelsee ferner das starke Zuriicktreten der Chaetogastriden nach Individuenzahl gegeniiber den beiden andern Seen, wo sie sicli an Wasser- pflanzen regelmâssig und in grosser Zahl vortinden.
Mit Fachgdriliis ^phagnetorum Vejd. stimmte eine fiir die Schweiz neue, leider nicht geschlechtsreife Enchytraeide auffal- lend iiberein, so dass ich dièse Art unbedenklicli unserer Fauna zurechne. Es braucht wohl kaum betont zu werden, dass der er- wâhnte Liitzelsee ausser den erwâhnten Formen auch solche beherbergte, die wegen rûckstândiger Entwicklung nicht zu be- stinnnen waren.
Eine Exkursion an den Greifensee war insofern nicht von Er- folg begleitet, als wegen eines heftigen Windes keine Wasser- pflanzen mit ihrer Fauna erbeutet werden konnten. Ich musste mich durchaus auf das Ufer beschrànken, dem ich feuchten Schlamm, Schilfmoder und Algenkhmipen entnahm. Immerhin enthielt das Material, dem ich mit sehr geringen Hotfnungen entgegentrat, folgende Arten :
K. BKET8CHER.
1. Ltimhriculus variegatus O.F.M.
2. StyJodrUus heringianus Clap. (neu fiir die Ostschweiz, bis-
her niir vom Genfersee bekaimt).
3. Tuhife.r sp.
4. Limnodrilus sp.
5. Nais elinguis 0. F. M.
6. Pristina longiseta Ehrbg.
7. » equiseta Bourne.
8. Enchytraeus turicensis Br.
9. » nigrina ii. sp.
10. Henlea ventriculosa D'Udek.
11. » StoUi 11. sp,
12. AUurus tetraëdrus Sav.
B&merkenswert ist in dieseiii Fuiide das Vorhandensein von Stylodrïlus Heringianus, deii ich gerade so in feuclitem Schlamm vorkommend traf, wie St. gahretae bei Kiisiiacht am Zilrichseej imd von Pristina eqtiiseta, einer Art, die dainit iiberhaiipt fur die Schweiz ziim ersten Maie konstatirt ist.
Ob dièse nambaft geinachten Ditïerenzen im Faunenbestaiid der genannteii Seen bei einlâsslicherer Untersuchiing eine Aiis- gleicliiing erfaliren oder sich aiich aiif weitere Arten erstreckeii, muss die Zukuiift lebren. Ziir Zeit ware gewiss jeder, aiicb der naheliegende Schluss verfriibt, etwa von Lokalformen sprechen zu wollen. Noch fiir Ijingere Zeit wird man sich damit begniigen miissen, einfach die Tatsachen zu registriren, um erst spater, wenn einnial ein reicheres Tatsachenmaterial vorliegt, daraus allgemeine Gesichts])unkte abzuleiten.
Ein weiterer Aufenthalt auf der Frutt ini Meldital ermog- lichte, die Tierwelt einiger Bergseen neuerdings zu untersuclieii, uiid zeigte wiederuiii, dass man auch in kleinen Gewasseni zu verschiedener Zeit neben bereits bekannten Fornien docli wieder neue auffinden kann, und dass auch sonst die tierischeGesellschaft ein anderes Verhalten zeigt. lui klcMiien Mekdisee, den ich be-
OLIGOCH^TENFAUNA DER SCHWEIZ. 5
reits vor eiiiem Jalir ziemlicli genau durchsucht hatte, war in erster Liiiie auffâllig, dass sich die Lumbriculus varieqatus und Emholoceplialus plicatus in viel geringerer Zahl unter den Stei- nen am Ufer angesiedelt hatten. als im Yorjahr, und deswe- gen ûberhaupt viel spârliclier vorhanden zu sein schienen. Dièse Erscheinung kann begrlindet sein darin, dass sie bei der etwas vorgeiiickteren Jahreszeit sich mehr in den Schlamni des See- grundes verzogen haben ; vielleicht hat der ganze Bestand bei der grossen Trockenheit im Spâtsommer des Yorjahres (1898) Not gelitten und ist zum Teil eingegangen; zur sichern Ent- scheidung gehen zur Zeit die notigen Anhaltspunkte volkonmien ab.
Ein Objekt aus deni kleinen Melchsee ist mir in diesem Som- mer zum ersten Mal zu Gesicht gekommen in der unten beschrie- benen Bucliliohiaparvain. sp.
Als Yertreter der Oligochat enfauna des kleinen Melchsees sind zu nennen :
1. Lumbriciihis variegatus 0. F. M.
2. Stylodrilus Vejdovskyi Benh.
3. Tuhifex rivuloriim Lam.
4. » alpinus n. sp.
5. Limnodrïliis Udekemianus Clap.
6. EmholocephaJ us plicatus Rand.
7. Marionina lohata Br.
8. BuchJiolzia parva n. sp.
Im grossen Melchsee fanden sich nur die ersten vier und EmltoJ. 2)licatus vor und dièse wieder in weit geringerer Zahl als im Melchseeli. Man wird wohl nicht fehl gehen, in der niedrige- ren Wassertemperatur die Ursache dieser Tatsache zu suchen. Der letztere ist nâmlich ohne Zu- und Abtluss, in jenen dagegen ^rgiessen sich mehrere wasserreiche Bâche.
Das Hochtal der Frutt zieren ausserdem noch einige Seen, von
b K. BRET8CHER.
denen ich niir den westlichsten Tamialpsee noch einigermassen- absuchte. Aiicli dieser besitzt weder Zu- iiocli Abfluss, hat so flache Ufer wie der kleine Melchsee; die Hôhenlage beider ist wenig verscliieden, Beide haben tiefen Grimdschlamm ; der Taimalpsee weist in diesem viel melir pflaiizlichen Détritus auf als letzterer. Sein Ufer ist ganz iiberwachsen, zuni Teil mit Schilf, inid scheint dadiirch eher giinstigere Existenzbedingungen zu bieten als dieser mit seiner kalilen Uferzone. Trotzdem liessen sich in ilim nur Lumbricidus variegatus und eine En- cliytraeide auffinden. Eine reichliche Schlammprobe entliielt von beiden je ein Exemplar. Auch die iibrige Tierwelt war viel spârlicher vertreten und beschrânkte sich fast lediglich auf In- sektenlarven. Der Tannalpsee hat mehr den Charakter eines Torf- sees, der dem kleinen Melchsee durchaus abgeht. Ohne Zweifel sind in solchen die Bildung von Sumpfgas wie der Verbrauch von Sauerstoff bei der Zersetzung des organischen Modders be- trachtlich grôsser als ' im andern Wasserbecken, und damit die Existenzbedingungen fiir tierische Bewohner weniger giinstig gestaltet. Immerhin ist zu sagen, dass die Fauna der Torftiimpel in der Ebene derjenigen von reinen Schlammteichen gewôhnlich nicht erheblich nachsteht oder ebenso reich ist.
Neuerdings konnte konstatirt werden, dass die Naidomor- phen,welche in den Seen der Niederung einen so hervorragenden Bestandteil der gesamten — nicht nur der Oligochâten-Fauna — bilden, in diesen hochgelegenen stehenden Gewâssern absolut fehlen.
80 viel liber die « limikolen > Formen der Seen ; dass daneben auch einzelne Terrikolen vertreten sind, wurde schon friiher be- tont. Es ist Allurus tetraëdrus mit grôsster Regelmàssigkeit in jeder Wasseransammlung auch im Alpengebiete zu treffen.
Die Bodenfauna weist an Oligochâten Lumbriciden und En- chytraeiden auf. Bereits friiher (3) habe ich liber die Menge der erstern einige statistische Angaben gemacht, und es folgen nacli-
OLlGOCH.ETENFArNA DER SCHWEIZ. 7
stehend einzelne ahiiliche Daten liber das Voiiiandensein von Enchytraeiden iiii Erdbodeu. Von frtiher lier war niir bekannt, dass in Cresta im Avers (1950"" il. M.) ihreZahl recht gross sein musse. Herr D' Waldvogel liatte die Giite, mir ans der iimmittel- bar neben dem Dorfchen gelegenen Wiese einen Aushub zuzu- senden, den ich nun aiif seine Bewohner einer sorgfâltigen Unter- suchung unterzog.Die Oberflâche des Anshubes war 20 xl 0,5 cm., die Tiefe 8,5 cm, Er enthielt 45 Liimbriciden iind 1620 Enchy- traeiden. Auf 1°^^ der Wiesenllâche macht dies liber 2000 Liim- briciden iind liber 80,000 Enchytraeiden. DieWirkhchkeit liber- tritit die genannte Zabi jedoch nicht iinerliebhch. Demi einmal werden beim Zâhlen der kleinen Wiirmer, auch wenn eine starke Liipe benutzt wird, iiiimer eine Anzahl iibersehen ; sodann finden sie sich auch noch in grôsserer Tiefe vor, als der Aushub reichte. Von den Lumbriciden war nur AUolobopliora rosea be- stimmbar, die librigen hatten nocli nicht die Geschlechtsreife er- langt. Auch die Enchytraeiden bestanden aus mehreren Arten, ausschhesslich Fridericien.
Die Ohgochâten inachen an dieser Stelle den weitaus ûber- wiegenden Bestandteil der Bodenfauna, ja dièse selbst aus. Zur Vergleichung nahin ich noch einige solcher Proben vor, so :
1. Aus eineni Rasenplatz im Garten.
2. Aus einer mageren Wiese beim Kâferholz (Ziirich).
3. Aus dem Tannenwakl im Kâferholz.
4. Aus eineni Baumgarten bei Zurich.
Die Zusammenstellung der Befunde ergiebt folgende kleine Tabelle.
ZaJd der gefundenen Ohjekte :
pro im^ Oberflâche. Lumbr. Enchytr. Lumbr. Enchytr.
N» 1. (Garten) cm. 10x21 6 106 300 5000 » 2. (Wiese) » 10x14 10 116 700 8000 » 3. (Wald) » 15X17 3 210 120 8000
8 K. BRETSCHER.
Zahl der gefundenen Ohjekte:
pro 1™^ Oberflàche. Lumhr. Enchytr. Ltinibr. Enchytr.
N" 4. (Baiimgarteii) cm. 15X11 12 27 720 1650
» 5. (Cresta) » 20x10,5 45 1620 2200 80000
Aucli hier bleiben aus den bereits erwâhnten Griinden die Zah- len unter der Wirkliclikeit. Aiiftâllig war das Ergebnis N^ 3 aus dem Tannenwald. Eine Hiimusschicht fehlt fast gâiizlich ; wegen dèr iiiteiisiven Beschattiuig ist von weiterem Pilanzemwuchs keiiie Rede, der Boden ist diclit mit Taiiiiadeln bedeckt iind doch hier die Zahl der Eiichvtraeiden so gross wie in der Wiese. Ge- ringer dagegen erscheint der Bestand an Lumbriciden. Im Baum- garten, der allerdings steinig war, aber eine tiefe Humusdecke aufweist, erscheint Aviederum die Zahl der Enchytraeiden sehr gering gegenuber den andern Fundstellen, so gering, dass man kaiim eine andere als rein lokale Ursache der Erscheinimg an- nehmen kann, so lange nicht neue Beobachtungen vorliegen. Es diirfte iiberhaupt gewagt sein, aus diesen vereinzelten Befunden Weiteres zu entnehmen, als dass eben zu jener Zeit an der betret- fenden Stelle die angegebenenVerhâltnisse zu konstatiren waren.
Erst neueund umfassende weitere Zahlungen konnen vielleicht einige Gesichtspunkte eroffnen und Gesetze tiber die Verbreitung und das Yorhandensein der beiden Oligochâten-Familien erken- nen lassen. Solche Zahlungen sind allerdings sehr zeitraubend und mûhselig, da es sich dabei doch auch noch um die Diagnose der Ohjekte handeln muss.
Immerhin beweist der Befund aufs neue, dass die Enchytrae- iden die Hôhenlagen bevorzugen. Trotzdem wiirde man fehl gehen, wenn man zum Beispiel in Alpenweiden durchweg eine reiclie Enchytraeiden-P'auna voraussetzen wollte. Auf dem Kautispitz (2200'") zum Beispiel fand ich nach vielem Suclien nur zwei Exemplare, wâhrend sie auf der Frutt, der obern Sandalp, der Miirtschenalp unter gleichon Yerhâltnissen in Menge
OLIGOCH^TENFAUNA DER SCHWEIZ. 9
hatteii getroffeu werden koniien. Jene zwei Exemplaie waren eiiie Fnderida, die nicht gesclilet'htsreif und dalier niclit be- stiminbar war und eine Enchi/traeus-Art, deren vollstaiidige Be- schreibung und Diagnose nicht gelingen wollte.
Die Enchytraeiden aus dem Garten setzten sich zusammen aus:
Friderida gcdba, minuta, bisetosa ; 2 Ench'i/traeus- Arten, Anachaeta Eiseni Vejd. und Henlea pratorum n. sp. Die Erde aus der Wiese ani Kaferberg zeigte Friderida galba, bisetosa, minuta, Anachaeta Eiseni und nicht geschlechsreife Endiytraeus- Arten ; die aus deni Wakle Friderida bisetosa, galba, minuta, Endi. silvestris, Anachaeta Eiseni, von denen ein Exemplar ganz mit schniarotzenden Nematoden erfiillt war. Die Erdprobe aus dem Baumgarten lieferte fast ausschliesshch Friderida galba, wenige Anachaeta Eiseni und Enchjtraeus sp.
In der Erde von Cresta waren enthaken Friderida galba, Uchi, humicola, auriculata, terrestris.
Die vorlâufige Durchsicht unter dem Mikroskop hatte hier nur zwei Arten vermuten lassen; erst beim Zupfen zeigte es sich dann. dass es deren mehrere waren. Es ergiebt sich aus den Befunden, dass Anachaeta, die im Flachland so haulig ist, nicht in die Hôhe steigt.
Auch beziiglich der Zusammensetzung der Bodenfauna nach Gênera und Arten ist zu sagen, dass die Untersuchungen erst begonnen, aber von irgend welchem Abschluss noch weit ent- fernt sind.
Die Lebensweise der Enchytraeiden ist âhnUch derjenigen der Lumbriciden und in ihrem Darme kann man neben Ptianzenres- ten auch Erdteilchen und sogar kleine Steinchen beobachten. Dass sie auf das Wachstum der Plianzen einen schâdigenden Eintluss ausiiben, ist zu bezweifehi. Denn eine so grosse Zahl von Tieren, wie sie in Cresta vorhanden sind, mûsste doch auf die Flora sichtbar einwirken. Nun ist aber daselbst der Graswuchs sehr dicht und iippig, so dass die Annahme durchaus berechtigt
10 K. BRETSCHER.
erscheint, sie beeintrâchtigen zum mindesten das Wachstum der Planzen nicht. Oliiie Zweifel setzen sie das Werk der Lumbrici- den fort, indem sie feinere Gange bohren als dièse, die Erde iioch besser verteilen imd durcli Verzehren voii abgestorbenen Pilaiizeiiteilen den Stoffiimsatz im Erdboden beschleimigen helfeii. Es wâre gewiss nicht iinaiigebracht, die Bedeiitung ihres Vorhandenseins iind ihrer Tâtigkeit fiir das Gedeihen der Ptianzenin âlinlicher Art diirchVersuche nachzuweisen,wie dies von WOLLNY (21) iind Mehmed Djemil (5,6) fiir die Liimbri- ciden geschehen ist. Und der wohl begrtlndete Vorschlag Hensens (9), bei Bodenanalysen auch die Zabi dieser letztern in Beriicksichtigungzu zieben, diirfte auch auf dièse ihre kleineren Verwandten auszudebnen sein, so weit sie wie jene eine wesent- licbe Bedingung znr Fruchtbarkeit des Erdbodens darstellen.
Allerdings kônnen die Enchytraeiden unter Umstilnden auch schadlich werden: bat doch Vejdovsky nachgewiesen (20), das& sie in Bohmen der Ziickerriibenkuhur in bobem Masse zusetz- ten. Eine ahnliche Beobacbtung teilt Friend mit, der sab, wie sie Aster- (7) imd Selleriekulturen (8), allerdings zum Teil im Ve-^ rein mit andern Scbâdlingen, zu Grunde richteten.
Auch tierische Kost verscbmâben sie nicht, demi sie stellen sich nicht selten an verwesenden Kadavern geradezu massen- baft ein.
AEOLOSOMATIDAE
Aeolosoma HempricJd Ehrbg. Neuer Fundort : Lûtzelsee.
LUMBRICULIDAE
Stylodrilus gahretae Vejd. KUsnacht, am Ufer des Zûrichsees.
St. heririf/ianus Clap.
Greifensee, am Ufer des Greifensees.
OT.IGOCH^>TENFAUNA DER SCHWEIZ. II
St. Vejdovshji Beiili.
Fundort : Melehsee und Melchseeli.
Dies ist die Luuibriciilide, die ich schon im Vorjalire gefun- den habe (4), jedochwegen riickstândiger Entwicklungnichtbe- stimmen konnte. Die Borsten sind durchweg von gleicher Form imd entsprechend derjenigen, die Benham (2) fiir St. Vejdorskyi zeicbnet. Beziiglich eines andern Merkmales, der Nephridien- verhâltiiisse, koniite ich niclit mit geniigender Siclierheit eiit- scheiden, ob sie geiiaii denen der geiiamiten Art entsprechen; siclier aber wiederholen sich die Nephridien iiiclit in jedem Seg- ment in der praklitellaren Korperregion, sondern sind da nur zu wenigen oder in einem Paar vorhanden. Der Pénis erreiclit nur V2--V3 des Qiierdurclimessers; Riickengefâss nirgends besonders erweitert ; Spermatheken mit scharf abgesetzter sackartiger Er- weiterung. Lymphkôrper gross, von verschiedener Form und unregelmâssigen Umrissen. Die Beborstung und Penislânge diirf- ten immerliin fur die Diagnose massgebend sein.
TUBIFICIDAE
Tuhifex Heiischeri \\. sp. ïaf. 1. Fig. 1-4.
Lange 8-15 mm. Segmente c" 50.
Prostomium spitzig, Vorderende des Korpers driisig; Habi- tus ganz âhnlich dem von Tuhifex rivulorum ; Giirtel von Borsten in 9 bis Borsten in 11, dicht und kleindrtlsig,
Borsten: Dorsal 3-5 Haken- und ebenso viele lange Haar- borsten; jene nicht dicker als dièse, oft mit einigen Mittel- zâhnchen, ventral -4-5 Hakenborsten mit mittlerem Nodulus, Form wie bei T. rivulorum.
In den hintern Segmenten ist die Borstenzahl in einem Biin- del meist geringer.
In 10 ventral ist je eine Geschleclitsborste von charakte- ristischer Form vorhanden (Fig. 1). Sie ist etwa zwei mal lân-
12 K. BRETSCHER.
ger als die ventralen Hakenborsten und etwas dicker als dièse, am âusseni und iimern Ende leicht geschweift, die mittlere Par- tie gerade. Vs der Borste ragt frei nach aussen vor, ein doppelt so langes Stiick liegt unter der Korperoberflâche. Das distale Ende lâuft in eine Spitze ans, das innere Ende ist stumpf. Bei scliarfer Einstellung ersclieint der Rand der âiissern Borst enpartie doppelt konturirt, dièse also rinnenformig (Fig. 2 ) ; an der subcu- tanen Partie konnten keine solchen Konturen wahrgenomnien ■\verden. (Da keine Qiierschnitte angefertigt wurden, ist die «rwâlmte Modellirung nicht ganz sichergestellt, vielleicht aucli blosse Folge von Lichtbrechung). Die Stelle, an welclier die Geschlechtsborste die Haut beriibrt, bildet denMittelpunkt einer zierlichen Driisenrosette, die von einem feinen Liniensystem kranzartig umfasst wird (Fig. 1 ).
Gehirn breit und kurz, vorn viel tiefer ausgeschnitten als hin- ten; von der breitesten Stelle an konvergiren die Seitenrjinder stark nach vorn und hinten ; der vordere Seitenrand ist betrâcht- lich kilrzer als der hintere (Fig. 4), Bauchmark in -4 und 5 lappig Terbreitert.
Magendarm beginnt in 6.
Pulsirende Seitengefâsse, ein Paar, in 8.
INIànnliche Geschlechtsoffiumg in 1 1 ; Samenkanal lang, dick und drilsig; er miindet einfacb, olme irgend welchen Apparat, wie einen solchen T. riridorum besitzt, und es konnte auch in aus- gestiilptem Zustand keine Spur irgend welcher Komplikation })eobachtet werden. Ein Paar Sanientrichter.
Sperniatlieken gross, sackforniig, mit Driisen dicht besetzt, in 10.
Sperniatophoren bald gerade, bald niehr oder weniger gebo- gen, mit einem abgerundeten und einem spitzen Ende, ungefâhr vier mal langer als breit (Fig. 3).
Fuiubate: Liitzelsee und Zûrichsee, hâufig als Bewohner des Grundschlannnes. Aus dem Bodensee erhielt ich dieersten Tiere
OLIGOCH^TENFAUNA DER SCHWEIZ. 1.^
(lieser Art schon vor einigen Jahren von dem bekannten Limiio- logen Herrn Professer D' Heuscher, dem zu Ehren icli die Spe- zies benenne.
Die vorstelieiide Besclireibimg ist allerdings nocli liickenhaft. doch diirfte sie genugen, uni das Tier zu identifiziren ; es soll niein Bestreben sein, die Beschreibung nach Môglichkeit zu vervoll- standigen.
Tuhifex alpimis n. sp. Taf. 1. Fig. 8-10.
Im Melchsee und Melchseeli auf der Frutt fanden sicli zwei verschiedene Tubificiden vor, von denen die eine ohne Zv^eifel einer neuen Spezies angehort, die andere aber mit der vielge- staltigen Tuhifex rivulorum Lam. identisch sein diirfte. Beide tragen in den vordern Borstenbiindein ventral nur Haken-,. (btrsal dagegen Haar- und Hakenborsten mit Mittelzâlmclien, in 8 liegt bei beiden das kontraktile Seitengefâss ; die Lage der Geschlechtsorgane wie des Giirtels ist ebenfalls bei beiden iiber- einstimmend und entspricht der von T. Heuscheri. Die neue Art, die ich mit dem Namen T. ulpinus belege, zeigt eine viel reichere Beborstung in den dorsalen Bimdeln als T. rivulorum; es sind nâmlich hier die Haarborsten nicht nur iiberaus krâftig, wohl zwei mal so dick am basalen Ende als die Haken- resp. Gabelborsten und drei bis vier mal langer, sondern sie sind auch wenigstens in den vordern Segmenten zu 6-8 pro Biindel vor- handen; in den liinternist ihre Zabi geringer. Diezwischenjenen liegenden Gabelborsten sind verhilltnismâssig schwach, leicht S formig gebogen, mit ganz schwacher Anschwellung im àussern Drittel (Fig. 9 und 10). Die beiden Zinken der Endgabel verlaufeii fast parallel, sind gerade (also nicht hakig nach aussen umge- bogen) und tragen zwischen sich einige schwache Mittelzâhnchen. Dièse Borsten schienen in einigen Btindeln auch ganz zu fehlen und ihre Zahl ist geringer als die der Haarborsten. Zur Ver- gleichung ist die Abbildung der Hakenborste aus vordern Seg-
14 K. BRET8CHER.
meiiten von T. rivulormn aus deni Melchseeli ebenfalls beige- geben (Fig. 5), bei der die Haarborsten am Grunde diinner sind âls die Hakenborsten. Beide Arten differiren auch in der Form der Spermatheken. Bei T. alpinus sind sie nâmlich lang sack- fôrmig. mit scharf abgesetztem und fast ebenso langem Kanal (Fig. 8), wâhrend bei T. rivulormn dieser alhnâlig in jenen tlbergeht. Jene enthielten keine Spermatophoren, dagegen die der letztern Art (Fig. 6). Sie zeichnen sich aus durch ihre Lange, und ihr eines Ende ist in charakteristischer Weise zugespitzt (Fig. 7).
Ich finde in ihrem Aussehen ziemliche Ûbereinstimmung mit der Abbildung, die Vejdovsky (in 17) fiir coccineus gibt, und die er (in 19) mitrivulorum\eremigt. Genitalborsten felilenbei bei- den Arten.
Da auch hier keine Schnittpràparate liber die Endapparate der Samenleiter vorliegen, muss die Ergânzung der Diagnose weitern Beobachtungen ûberlassen bleiben.
Limnodrilus Udekemianus Clap. Neuer Fundort: kleiner Melchsee.
NAIDOMORPHA
NaisbarhataO. F. Mtill. Hiiutig im Liitzelsee.
K elwf/uis 0. F. Mull.
Haufig im Liitzelsee und im (Ireifensee.
N. serpentina 0. F. Miill. Im Liitzelsee.
N. lurida Timm. \\\\ Liitzelsee.
OLIGOCH^TENFAUNA DER SCHWEIZ. 15
N. appendiculata D'Udek.
Neu fiir die Schweiz ; in den Tumpeln im Hard.
Pristina longiseta Ehrbg. Im Greifensee, Liitzelsee.
F. equiseta Bourne. Im Greifensee.
Naidium uniseta n. sp.
Lange ohne Sprosszone 3-4 ^^'^.
Segmente bis zur Sprosszone 16.
Kopflappen spitzig, Tastliaare konnten niclit beobachtet werden.
Augen felilen.
Borsten : Dorsal je 1 Haar- und 1 Hakenborste mit 2 gleich grossen, gerade vorgestreckten Zahnen; jene kurzer als der Querdurchmesser des Tieres und aile von gleicher Lange. Ventral 4-5 Hakenborsten von der gewôhnliclien Form.
Der Osophagus geht allmâlig in den Magendarm uber, dieser ist erst in 8 deutlich ausgesprochen, ohne kropfartige Erwei- terung.
Lvmphkôrper kugelig, aus kleinen Granulae bestehend, wie bei Nais elinguis.
Blut gelbrot, in den vordern Segmenten sind spârliche Gefâss- schleifen vorlianden; eine geht von 2 dorsal schrâg ruckwârts in 4 zum Bauchgefâss, eine andere ist in 5.
Erster Nephridientrichter in 8, Nephridium in 9.
Naidium lideum 0. Schm.
Wird 15 "1"^ lang mit 42-30 Segm. und hat dorsal Haken- borsten von verschiedener Form; die Haarborsten sind oft fehlend, ailes Momente, welche wohl die Berechtigung zur Auf- stellung einer neuen Spezies dartun durften. Hiezu kommt die
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Anordiiung der Gefâssschlingen, ferner der Mangel von Drtisen auf dem Prostomium bei dieser Art.
Fundort: In einem Wassergraben in Sumpfwiesen zwisdien Orlikon und Alïbltern ; in zwei Exemplaren gefiinden.
Hâmonais WaldvogeJin. g. n. sp. Taf. 1. Fig. 11-14.
Lange 5-12 '""i; Segmente 40-60.
Lebhaft beweglich ; sehr kontraktionsfâhig ; nach seinen Be- wegungen kann das Tier leicht mit einem kleinen Egel ver- wechselt werden.
Fârbimg rotbraiin.
Kopflappen spitzig, driisig, mit Tastliaaren besetzt, die am Hinterende fehlen.
Aiigen fehlen.
Borsten : Ventral zu 2-3, in den vordei'n Segmenten gerader und diinner als in den hintern; Nodiilus bei jenen mehr in der Mitte, bei diesen wenig innerhalb des âiissern Drittels ; in 8 sind sie dicker als in den iibrigen Segmenten; die vordere Form geht allmâlig in diehintere tiber; bei beiden sind dieHaken lang, der untere doppelt so dick als der obère (Fig. 11). Dorsal je eine Haken- iind eine wenig lângere steife Haar- resp. Spiessborste ; selten ist von der einen oder andern noch eine zweite vorhanden. Sie treten erst im 12. bis 20. Segment oder noch weiter hinten auf. Die Hakenborste ist stark S lormig gekriinnnt, dick, der No- dulus im distalen Drittel und die beiden Gabeln lang, spitzig und gleich dick (Fig. 12).
Lymphkôrper rund, hyalin.
Gehirn hinten und vorn breit ausgebuchtet oder eingeschnit- ten, bedeutend breiter als lang (Fig. 13).
Erster Ne])ln'idi('ntri(liter in 4, oder in !) oder 10; hinter dem Septum eine braune Anschwellung; Kanal mit grossen einzelli- gen, ganzhellen Drtisen besetzt.
OLIGOCH.ETENFAUNA DER SCHWEIZ. 17
Mageiidariii in 5 bej;iiiiieii(l, mit braiiiieii, fast schwarzen ( /lilo- ragogenzellen besetzt ; solche koiinen iibrigeiis aucli in (1er Pha- ryngealregion voiiiandeii sein und ihre Oltropfenim Prostomium sicli vortinden.
Der Amis liegt nicht ganz terminal, sondern wie bei Nais elin- guis liber einer ventralen Phitte.
UngesclilechtlicheVermebrung durch Sprossmig; gescblechts- reife Tiere wiirden nicht beobachtet.
Von besonderem Interesse erscheint das Gefasssystem, dass in seiner reichen Entwickknig an das Verhiiltnis bei den Tubiiici- den erinnert und mit dem dunkelgefârbten Darme die Fârbung des ïieres bedingt. Die Gefassschleifen der hinteren Segmente sind verzweigt und bilden ein lockeres HaïUkapilLarnetz. Durch Anwendung eines Pressoriums gehngt es nicht allzu schwer, die komphzirten Verhàltnisse des Kreislaufes in den vordern Segmenten am lebenden Objekte zur Anschauung zu bringen (Taf. 1. Fig. 14). Es geht hier je nn zweiten Segment ein starker unpaarer Ast (I) vom Piûckengefass aus nach unten, der in eine das Bauchgefâss und den Darm umfassende Ringschleife iibergeht. Von dieser aus ziehen nach oben und iinten je ein diinner Kanal an ein unter der Hautuniskelschicht gelegenes Piinggefàss (II), das seinerseits meist mit dem Bauchgefâss kommunizirt. Jedem Seg- ment kommt ein solches dtinnes Ringgefâss zu, und sie stehen in den verschiedenen Segmenten mit einander in Verbindung durch ebenso en'ge Lângskanale, die aile parallel von vorn nach hinten verlaufen und in grosser Zabi vorhanden sind. Die Art, wie sie in die Ringkanâle eintreten, ist unregelmassig, indem sie schon mit dem nâchst hintern konnnuniziren oder in ein weiter ruck- wârts gelegenes einmiinden. Nicht aile Ringkanâle verbinden sich mit dem Bauchgefâss, sondern sie kônnen einfach in einen Lângskanal tlbergehen (III) oder mit einem solchen durch kurze Seitenzweige verbunden sein (IV). Zu betonen ist, dass in der spe- ziellen Anordnung ein ziemlicher Wechsel stattzuhaben scheint,
Rev. Suisse de Zool. T 8. 1900 2
18 , K. BRETSCHER.
also nicht in jedem Falle die genau entsprecheiiden Bilder sich zeigen. Es gelaiig mir nicht zu ermitteln, wie weit nach liinteu dièse eigentûmliche Anordnung sich erstreckt.
Fimdort: Liitzelsee bei Hombrechtikon, sehr hâufig; jedoch nicht Avahrend des ganzen Sommers anziitreffen.
Ich wâhlte die Bezeichnung wegen des merkwiirdigen Kreis- laiifes. Ziierst beobachtete ich das Tier in Material, das mir Herr Landwirtschaftslehrer Dr. Waldyogel zugesandt hatte, weshalb ihm die Art dedizirt wurde.
Dero Perrieri Bousf.
Tiimpel im Hard bei Akstetten.
Ckaetogaster LangiBr. Taf. 1. Fig. 15.
Der in 3 gegebenen Beschreibiing ist nichts WesentUches bei- zufligen, als dass die Zabi der Borsten in den einzehien Bûndehi bloss drei betragen, auch anf sechs ansteigen kann. Fig. 1 5 stellt die Formdes Gehirnesdar. Friihernur iniKatzenseebeobachtet, ist die Art aber anch hâufig im Ztirichsee und Egelsee.
ENCHYTRAEÏDAE
Die Untersuchimg der Enchytraeiden erfolgte, soweit die Durchsichtigkeit der Objekte es gestattete, am lebenden Tiere. ^Vo dièse nicht ausreichte, wurde zum Mittel des Zupfens gegrif- fen. BeiundurchsichtigenFormen musste letztere Méthode allein Anwendung finden und nach den so gewonnenen Prâparaten wurde weitaus der grôsste Teil der hieher gehiirigen Zeichnungen ge- wonnen. Ihre Herstelhnig erfolgte mit Htilfe des Prismas, uni sie moghchst objektiv und den Tatsachen entsprechend zu gestalten. Ergânzungen und Korrekturen daran wurden auf ein Mininmm beschrânkt, und nur soweit die Symmetrie etwa solche erforderte.
Icli verhehle mir keineswegs, dass die Durchsicht der hier be- schriebenen Arten den Eindruck erwecken kann, als ol) mit der
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Aiifstellimg neiier Arteii verscliwenderisch vorgegangen wordeii sei. Es werdeii aucli wolil spiiter wieder einzelne derselben ein- gezogeii oder mit aiidern vereinigt werden miissen. Die iiieisten der lieu beschriebeneii Arteii wareii von mir urspriiiiglich zu sclioii bestelieiideii da iiiid dort, wenn auch iiicht ohiie Zwaiig, untergebracbt wordeii. Daim aber niusste doch die Ûberleguiig Platz greifeiî, dass in solcherWeise einergenauen P'ormenkennt- iiis wenig Yorschiib geleistet werde. die bei dem dennaligen Stand der Fachwissenschaft noch nicht allzmveit gedieben ist. Gerade aus diesem Grimde fehlt ja auch ein genauerer Massstab dafiii'j welches Mass von Differenzen die Aufstellung einer neuen Art rechtfertigt oder erfordert. Je genauer dièse aber festgesetzt werden, desto eher wird ein solcher Massstab nach und nacli zu gewinnen sein. Ich habe bei diesem Vorgehen die Verschieden- heit in der Beschaffenheit der Spermatheken und Xe})liridien gegeniiber den librigen systematisch wertvollen Organen wie Gehirn, Speicheklrlisen, Samentrichter in den Yordergrund ge- stellt. Fur die erstern môchte ich darauf, ob der Kaiial dick und kurz oder dilnn und lang sei,ob seine Mthidung Drusen aufweise, wieder mehr Wert setzen, als auf die genaue Zahl der Seiten- taschen (bei Fridericien) namentlich bei den Arten, die deren viele besitzen. Immerhin wird die Austattung mit solchen ohne Zweifel wieder mehr in Betracht fallen als die eben beriihrten Yerhâhnisse des Kanals, wenn dièse nicht sehr ausgesprochen zu Tage treten.
Bei den Nephridien diirfte die Austrittstelle des Endkanais vor allem wichtig sein neben dem Umstand, ob das Anteseptale nur ein einfacher Trichter oder schon vom gewundenen FHmmer- kanal durchzogen ist.
Bei meinen Zupfprâparaten scheint sich mir ein grundsâtzHch verschiedenes Yerhahen der Samentrichter zu ergeben ; die einen namhch tragen einen weiten Kragen, an den sich der Trichter alhnahg sich verengernd anschhesst, bei den andern ist jener eng,
20 K. BRETSCHER.
der Tricliter erweitert, imd dièses Merkinal an konservirten Tie- reii dtirfte wolil ebenso wichtig sein als das Verhaltnis der gan- zen Liinge des Organs zu dessen Breite.
Ob beii)i Gebirn mehr Wert aiif dessen Umriss zu setzen ist als auf das Liingen- und Breitenverhâltnis, ^Yage ich nicht fiir jeden Fall zu entscheiden; meistens wolil wird der erstere Punkt Yon grôsserer Bedeutung sein.
• Sclion Vejdovsky bat auf die Speicbeldriisen als spezifisches Merkmal grossen Wert gesetzt und nauientlicb konstatirt, ob sie unverzweigt , einfach oder mehrfacb gegabelt oder quastenformig sind.
Neben ail den erwabnten Merknialen verdienen gewiss die Borstenzahl eines Biindels und namentlicb die Segmentzahl der Individuen weniger Beriicksicbtigung.
Ich sehe ab von derErwâbnungderubrigenUnterscbeidungs- merkniale in der Hoffnung, dass ein gewiegter Kenner der Fa- niilie die Frage nach dem systematischen Wert aller spezifischen Eigentiindichkeiten einer eingehenden Erôrterung unterziehe. Es liegt auf der Hand, dass es sicb bei obigen Betrachtungen nur um dièse « Spezifica » innerhalb der von Michaelsen aufgestell- ten und allgemein anerkannten Gênera handeln kann.
Wie vieler, welcher und in welchem Masse abweichender Merk- uiale es jeweilen bedarf. uni eine neue Art zu cbarakterisiren, ist z. Z. noch, so lange keine eingehenden bezliglichen Untersuch- ungen vorliegen, ganz dem subjectivenErmessenanheinigestellt.
Eine Notiz von Michaelsen in seiner SyHopsis p. 16 (11), fidn't niich dazu, noch einer Beobaclitung liber das Vorkonnnen von Encliyti-aeidenErwàhnungzutun. Er bat Mesenchytraen an eineni Orte nicht mehr gefunden, wo sie frtiher nicht selten gewe- sen waren. und hiilt ihr damaliges Vorkommen nicht fiir nonnal. Àhnliches ist mir nun schon so oft bei Landbewolniern sowohl, als bei Wasser liebenden Formen vorgekommen, dass icli ein Wiederfiiulcn fruherbeobachteter Tiere am gleichen Orte kaum
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mehr erwarte. Gar nicht selteii fallt eiiiem statt des gesuchten Alten etwas Neiies in die Hânde, und es ist jeweilen selir schwer oder unmôglich. sich liber die Ursachen der Veraiiderung Recheiiscliaft zu sebeii.
o^
Mesencliytraeiis mimocliaetus w. sp. Taf. 2. Fig. 17.
Lange 8-10""". Segmente c/' 40.
Borsten sigmoid, zu 5-7 ventral, 2-3 dorsal; in 5, 6 und 7 vent- ral nur je eine einzelne oder noch eine zweite als Ersatzborste, die doppelt so dickj aber wenig langer sind als die ilbrigen Borsten ; in 4 und 8 entsprechen sie durcliaus denen der iibrigen Seg- mente ; die grossen Borsten treten also unvermittelt auf.
Haut dick und derb.
Kopfporus nahe der Spitze des Prostoms.
Gebirn vom mit spitzem Einschnitt, binten schwach einge- bucbtet, Seitenrander parallel oder elier nach binten konver- girend, 1-1 V2 mal langer als breit. Bauchmark vorn reclit breit.
Lymphkorper navicellenartig, an beiden Enden zugespitzt, scliwach granulirt, klein; in 8-11 sind sie meist in grosser Zabi angesammelt.
Der Osophagus gebt albnalig in den Magendarm iiber und die €hloragogenzellen treten scbon in 5 auf.
Bhit bellgelb.
Nepbridien mit schmalem Anteseptale und breitem Postseptale, an dessen einer Seite einer langer Lappen sicb ansetzt, wabrend an der andern der lange diinne Endgang austritt. Fig. 17.
Fundort : Katzensee, in Scbilfmoder am Ufer. Weil die Objekte niclit geschlechtsreif waren, — ich babe sie im Laufe des Som- mers mebrfach aufgesucht, obne sie je in diesem Zustande zu treffen, — kônnen keine Angaben iiber das Clitellum, die Samen- trichter und Spermatbeken gemaclit werden. Eben deswegen wâre es wohl aucb nicbt ricbtig, die oben beschriebenen grossen Borsten als Geschlecbtsborsten zu bezeicbnen.
22 -K. BRETSCHER.
Die Yerwandtscliaft dieser Art mit M. setosus Micli. (12) ist unverkennbar, die Difierenzen bezieheii sich auf die Form des Geliirns iiiid iiamentlich der Nepliridien, fenier auf die grossen Borsteii, die bei setosus mit allmaligem Ûbergang auftreten mid aufhCn'en.
PachydrUus spliafjnetonim Yejd.
Lange 8^™. Segmente c" 45.
Borsten S formig, ventral zu 3, dorsal 2-3.
Kopflappen driisig ; das ganze Tier selir diirclisichtig.
Lymplikôrper grosse runde Sclieiben, fein und diclit punktirt. mit Kern.
Gehirn hinten wenig eingebuchtet, Seitenrânder nach voru konvergirend, zwei mal langer als breit.
Eiickengefâss entspringt in 15.
Bliit gelblich.
Nephridien mit kleinem Anteseptale ; das Postseptale ist ein grosser langer Zapfen, an dem der ebenso lange Endkanal nahe am Dissepiment aiistritt.
Fundort : Liitzelsee.
Ebenso wie Prof. Vejdovsky fand icli das Tier nie in geschleclitsreifem Ziistande.
Paclujdrihis Hneatus 0. F. ]M.
Fundort: Wollishofen, in PHanzenmoder am Seeufer.
Dièse Art ist neu fur die Schweiz. Die Ûbereinstimmung der gefundenen Objektemit der Beschreibung von Michaelsen (Id) und Ude (16) ist vollstandig bis auf die Kanâle der Spermathe- ken; ich fand dièse nur kurz und so dick wie die Taschen resp. Samenrâume.
Mariortina riparia Br.
Neuer Fundort : Liitzelsee.
Die hier gefundenen Objekte zeigten einen im Vergleich zur
OLIGOCH.ETENFAUNA DER 8CHWE1Z. 23
Diagiiose (3) kiirzeren Samentricliter, (1er nur etwa zwei mal langer ist als breit, iind die Spermatheken trageii an der Miln- dimg zwei Driisen.
Marionina lohata Br. Taf. 1. Fig. 16.
Dièse Art ist bereits in nieiner letzten Publikation (4) als Facliy- drilus lobatiis aufgefiihrt. Da niir zur Xachuntersuchung ein reicliliclies Material zur Verfiiginig stand, enipfielilt es sich, eine vollstàndigere Beschreibung nochmals folgen zu lassen.
Lange: 6'"^". Segmente: 23, 24.
Farbe : blass bràiinlichgelb.
Borsten : ventral zu 4-9, dorsal zu 2-8, sigmoid.
Kopfporus in "/i .
Giirtel : Driisen eckig, in Querreihen, mit freien Zwischenfel- dern.
Ljinplikorper gross, hyalin, breit oval bis rund, undeutlich gekornelt.
Gehirn hinten tief eingeschnitten, zwei mal so lang als breit, Seitenriinder nach vorn konvergirend, oft mit scharfen Hinter- und Seitenecken. Bauchmark in 3 und 4 lappig nach hinten aus- gezogen, oft so stark wie in Fig. 16.
Blut rotlich: das Riickengefass entspringt postklitellial.
Nephridien mit kleinem Anteseptale, grossem breitem, rund- lichemPostseptale; der diinne Ausfiihrungskanal ist langer als dieser und tritt seitlieh an dessen Hinterende aus.
Hoden einfach, massig.
Samentrichter klein, blass, zwei bis drei mal langer als breit, Kragen deutlich; Kanal lang und vielfach verschlungen, mit kugehger Prostatadruse.
Spermatheken mit langem Kanal und etwa dreimal kiirzerem spindelformigem Samenraum.
Die vorderen Segmente tragen je in 2 Reihen angeordnete rotlich gefârbte, lange und schmale Driisen.
24 K. BRETSCHER.
Fundort: kleiner Melchsee im Schlamm; vermodernde Scliilf- haiifen am Ziirichsee bei Kûsnacht,
Die Durchsicht eines weitern Materials aus dem erst genann- ten See flilirt micli dazii, die Spezies Pacht/drilus angidatus (3) mit 31. lobata zu vereinigen. Es faiiden sicli Exemplare vor mit eckigem Geliirn iiiid den ausgesprocheiieii Lappen des Bauch- marks in 3 und 4, andere mit melir geriindeter Hirnform iind weiiiger deutlicli verlângertem Bauchmark u. s. w. Die iibrigeii Merkmale stimmen bei den beiden aufgestellt-en Arten so gut ii])erein, dass einer Verschmelzung nichts im Wege steht.
Biidiliolzia parva n. sp.
Lange 2-4™'^, Segmente gegen 20.
Borsten zu drei, sehr kràftig, S fôrmig gebogen.
Von einem Gilrtel konnte icb keine Spur beoljachten.
Lympbkorper gross, oval bis rund, fein gekôrnelt,
Gehirn hinten gerade abgestutzt, uacb vorn konvergirend, Yorderrand konkav, fast zwei mal langer als breit.
Blut gelblich oder rôtlich.
Nephridiiim mit grossem Anteseptale und wenig grôsserem Postseptale, Endkanal dick^lang und gegen das Dissepiment liin entspringend.
Samentricliter in 7, gross, wohl vier mal so lang als breit, Samenleiter sebr lang.
Spermatheken mit langem Kanal, der allmalig in eine ebenso lange birnformige Enveiterung ubergebt, dienicht mit dem Darm kommunizirt.
Fundort: kleiner Melchsee.
Trotz wiederholten Suchens konnte icli nur weniger Exem- ])lare dieser neuen Art habhaft werden und es muss die Yervoll- stiindigung der Diagnose aufneue Funde abgestellt bleiben. Die Lage der Samentricliter und die Borstenfonn sprechen fiir die Zuteilung zum Genus BuMoJzia.
OLIGOCH^TENFAUNA DER SCHWEIZ. 25
Encliytraeus turiœnsis Br.
Es enipfielilt sicli, die in 3, p. 401 gegebeiie Diagnose (1er Art zu wiederholen, da in Folge reichlicher Funde eine genligende Gelegenlieit zur Naclmntersucliung der Art gegeben war.
Lange 5-8™"i. Segmentzalil 20-35.
Borsten gleich lang, gerade, dorsal zu zwei, ventral zu drei per Biindel.
Kopfporus "A-
Giirtel mit kleinen punktfurniigen Driisen dicht besetzt, oder die Driisen sind eckig, mit grossen freien Zwisclienfeldern, in Querreihen angeordnet. (Der erstere Zustand bezeichnet wohl eine vorgeschrittene Entwicklung und das Ende der Geschlechts- periode).
Lvmphkôrper gross, breit oval bis rund, grob und zerstreut granulirt.
Chloragogenzellen dicbt mit hellen ( )ltropfen erfiillt.
Gehirn gross, hinter das erste Borstenpaar reichend, fast zwei mal langer als breit, liinten konvex, Seitenrânder nach vorn be- deutend konvef girend.
Drei Paar Septaldriisen.
Der Osophagus geht allmâlig in den Magendarm iiber.
Speicheldriisen darmâhnlich, lang, unverzweigt.
Blut hell; Riickengefâss entspringt in 14, also postklitellial.
Segmentalorgane : Prâseptale klein, bloss aus dem Trichter bestehend; Postseptale gross, dicht driisig und dunkel gefârbt, Ausfiihrungsgang hinten seitlich entspringend, dick und so lang wie dièses.
Samentrichter klein, hôcbstens zwei mal langer als breit, Kra- gen deutlich abgesetzt und etwa V^ des ganzen Trichters einneh- mend, Kanal sehr lang und vielfadi yerschlungen.
Spermatheken mit kugeligem oder spindelfôrmigem Samen- raum, der nahe am Darm gelegen ist, und mit langem Kanal.
26 K. BRETSCHER.
Fimdorte : Ziirichsee. bei Wollisliofen am Ufer, hâufig m Moder.
Kiisnacht, in Schilfmoder am Ufer ; ebenso am Greifensee.
Enchytraeus nigrina n. sp.
Lange 2-4"™. Segmente 20-25.
Farbe weiss und dunkel, qiier gestreift.
Borsten zii 1-3 per Biindel, aile gleich lang, innen nmge- bogen.
Giirtel mit grossen, eckigen, in Querreihen angeordneten Drii- sen mit grossen Zwiscbenfeldern ; Driisen grobliornig.
Lymphkorper sind gross, grobkôrnig, dunkel bis schwarz ge- fârbt, mit hellem Kern ; sie veriirsadien den Schein einer Strei- finig des Tieres, indem die Stellen schwarz erscheinen, wo sie in grosserer ]Menge angehauft sind; die librigen Kôrperpartien sind dagegen glilnzend weiss.
Geliirn kaiim langer als liinten breit, hier gerade abgestutzt oder ganz wenig eingebuchtet.
Chloragogenzellen gross.
Ptilckengefâss entspringt postklitellial.
Nephridien mit kurzem, breitem Anteseptale; Postseptale drei bis vier mal langer, Ausfiihrungskanal hinten seitlicli ent- springend, breit und kurz, nur lialb so lang als das Postseptale.
Samentricliter zwei bis drei mal langer als breit, klein, Kragen deutlich, Kanal lang, mit Prostatadriise anderâiissernMiindung.
Spermatheken mit einer dem Darm aiifsitzenden kugeligen Erweiterung als Samenraum, Kanal einfadi, drtlsenlos, etwa zwei mal langer als dieser.
Die Bewegungen des Tiercliens im Wasser sind steif, faden- wurmahnlich.
Fundorte : bei Wollishofen inid Kiisnacht am Zurichsee, am Greifensee, iiberall im PHanzenmoder am Ufer und hier hâufig vorhanden.
OLIGOCH.ETENFAUNA DER SCHWEIZ. 27
Encliytraeiis silvestrls ii. sp.
Lange ô"^"». Segmente 33.
Farbe weiss.
Borsten gross, zu 2, liinten dorsal auch nur 1.
Giirtel deiUlich, Driisen nindlicli, in Qiierreihen, mit grossen freien Zwischenfeldern.
Gehirn fast zwei mal langer als breit, hinten gerade, Seiten- rânder nacli vorn wenig konvergirend,
Osopbagus allmalig in den Magendarm ubergehend.
Speicheldrtisen lang, darmartig, imverzweigt.
Riickengefass entspringt in 10.
Nephridien mit grossem Anteseptale, das von Kanâlen durch- zogen ist ; Postseptale wobl drei mal langer als breit ; Endkanal breit und liinten ans diesem tretend; wegen der Grosse des ganzen Segmentalorgans ist er nacli vorn umgebogen.
Samentricliter kaum langer als breit, Samenleiter lang, weite und unregelmâssige Schleifen bildend und in grosse Prostata- driise endend.
Spermatheken mit langem Kanal, an der Mûndung mit nie- drigen Driisen besetzt; Samenraum eine einfaclie, schwache Erweiterung, die nahe dem Darme gelegen und in diesen ver- schmâlert ist.
Fundort: Kaferberg bei Ziirich, in derErde im Tannenwald.
Frklerida hisetosa Lev.
Hieher recline icli Fridericien, die icli in der Umgebung von Ziirich fand, und die im gesamten innernBaumit dervonUDE (16) gegebenen Beschreibung sehr gut ûbereinstimmen, mit Ausnalime der Samentrichter, die icli zwei bis sogar vier mal langer als breit fand, und der Borstenzahl, die in den vordern Segmenten vier. hinten inir zwei per Biindel betrug. Die Art ist in der Schweiz weit verbreitet, denn auch auf der Frutt beo-
28 K. BRETSCHER.
baclitete ich zugehôrige Objekte. Zu erwâlinen ist immerhin, dass die Borsten durchweg die normale Fonn besasseii und durcliaus nicht dem Abfallen nahe scbienen oder an Lunibrici- den-Borsten erinnerten, wie dies Ude angiebt.
Fridericia rjaJba Hoffm.
Zu den in 2 angegebenen Fundorten kommen neu hinzu: Wollishofen, in Pflanzenmoder am Ztiricbsee ; iiberdies fand sich die Art hâiitig in den Erdproben ans dem Garten und der Wiese bei Ziiricli, von dem Kâferberg und aus Cresta.
Fridericia Udei Br. Taf. 2. Fig. 27-33
Dié in 4 gegebene Diagnose sei mit einigen Ergânzungen und Skizzen wiederliolt :
Lange 15-20""", schlank. Segmente gegen 60.
Farbe weiss, Darm dunkel durcb die Haut scheinend.
Borsten zu 4-6, gerade, innere kûrzer, innerste nur halb so gross wie die aussern.
Giirtel dicht driisig, ohne oder mit freien Zwischenfeldern, Driisen in Querreihen; âusserlicb tritt ernur undeutlich hervor.
Kopfporus zwischen Pro- und Peristom.
Lymphkorper gross, oval bis rund.
Piiickenporen von 7 an vorhanden.
Gehirn 1 y, mal langer als breit, vorn konkav, hintenkonvex, Seitenrânder parallel oder leicht nach hinten konvergirend.
Speicheldriisen vielfach verzweigt.
Segmentalorgane ndt grossem Anteseptale, das Postseptale ist bis zwei mal grôsser, der breite Austubrungsgang entspringt nahe am Dissepiment.
Samentrichter 1 Vj ^^i^ ^'^^'^i ^"^1 ^^ ^^^^'^ '^^^ \)YQ\i, Kragen niedrig und enger, Samenleiter sehr lang und mit grossen Pro- statadriisen.
SjX'rmatheken mit 6 kugeligen, sitzendenNebentascben, Kanal dtiini, lang und mit zwei Driisen an seiner Miindung besetzt.
OLIGOCH^TENFAUNA DER SCHWEIZ. 29
Baiiclimark iiii letzteii Giirtel- iiiid deii beideii fulgendeii 8eg- menten je mit grosser Verbreiteruiig.
Fimdorte: Ffiitt (Melchseegebiet), Baretsweil unter vermo- dernden Tannadeln, Cresta im Avers, liaufig.
Fridericia anfardica Bedd. Taf. 2. Fi g. 18-26.
In 3 habe ich die Abweichimgen iiotirt, die sich bei meineii Objekteii von Beddard's Beschreibuiig (1) ergaben. Uni die Vergleichung mit den folgenden Arten zu ermôglichen, gebe ich die Zeichnungeii der systematisch wichtigen Merkmale nacli meinen Zupfprâparaten mit, ohne weitere Angaben damit zu ver- kniipfen. Es sei niir noch erwâhnt, dass die Samentrichter mei- stens nur zwei bis drei, nicht drei bis vier mal langer als breit sind.
Fridericia Beddardi n. sp. Taf. 2. Fig. 34-38.
Lange 15"^"\ Segmentzalil um 55.
Borsten zu 4-6. innere kiirzer und diinner als die âussern eines Paares.
Haut dick und derb.
Giirtel deutlicb entwickelt, Driisen in Querreilien mit freien Zwischenfeldern.
Lympbkorper oval bis rund, grosse, dicht kornige Sclieiben mit Kern.
Gehirn wenig langerais breit, Seitenrander naclivorn konVer- girend, Hinterecken abgerundet, liinten fast gerade und voni schwach konvex.
Speiclieldriisen gross, deutlich verzweigt; die Enden dieser Àstclien sind schwach angeschwoUen.
Nephridien bestehen aus grossem Anteseptale und wenig grô- sserem Postseptale, an dem der Ausfiihningsgang dicht am Disse- piment entspringt.
Samentrichter zwei mal langer als breit, Kragen breit, niedrig,
30 K. BRETSCHER.
aber deiitlicli abgesetzt, Samenleiter sehr lang, in Prostatadrilse mlindend.
Spermatheken mit einem Kanal. der iiahezii zweimal langer ist als der Sanienraum und an der Mlindung einzelne einzellige Drûsen trâgt. von denen zwei beobaclitet wurden; Samenraum mit gegen zehn sitzenden Nebentascheu, die diirch je einen wei- ten Kanal mit jenem verbiinden sind. Ich fand die Zabi der Sei- tentasclien an den beiden Spermatbeken von demselben Indivi- duum verscliieden an Zabi.
Fundort: in Alpenweiden der Frutt und vom Panixerpass.
Von F. antarctica ist dièse Art abweicbend durch den kiirzern Samentricbter, die geringere Zabi der Seitentascben an den Spermatbeken, die bier aucb breiter am gemeinsamen 8amen raum aufsitzen, und den langern Kanal dièses Organes, die Form des Gebirnes und die angescbwollenen Enden der Zweige der Speicbeldrilsen.
Fridericiahumicolan. sp. Taf. 2, Fig. 39-43.
Lange 10"^"^ Segmente c" 50.
Borsten ventral 6, dorsal 4, innere kleiner als die aussern.
Giirtel deutlicb, dicbt driisig. in Querreiben, jedocb obne freie Felder zwiscben den Drûsen.
Geliirn 1 V., '>tler zwei mal so lang als breit, binten konvex, Seitein-jinder parallel. Yorderrand mebr oder weniger vorge- \v()lbt. Baucbmark im bintern Giirtel- und den beiden folgenden Segmenten verbreitert.
Nepbridien: Antese])talenabezuso gross wie das Postseptale, Endkanal in der Mitte zwiscben dem Dissepiment und dem Hin- terrande des Postseptale entspi'ingend oder diesem etwas mebr genabert.
Samentricbter etwa 1 '/^ mal langer als breit, mit deutlicb al)- gesetztem Kragen, Kanal sebr lang und in Prostatadriisen miin- dend.
OLIGOCH.ETENFAUNA DER SCHWEIZ. 31
Spermatheken mit kurzem, iiacli iiinen dickerwerdeiidem Ka- nal, der an der Muiiduiigvoii eiiiigen grosseii einzelligen Driiseii umstellt ist ; Saineiiraiim gross, biriiforinig, mit zwei grossen, kurzgestielteii Nebentascheii.
Fundort : auf der Frutt in Alpenweiden Cresta im Avers in Alpenwiesen.
In 4 ist dièse Art als F. Perrieri angegeben, mit der sie im Aussehen der Spermatlieken mit zwei Nebentaschen zienilicli iibereinstimmt. Xeu gefundenes und reichliclieres Material ge- stattete eine einlâsslichere Nachprûfung um so mehr, als Objekte aus dem Avers liinziikamen. Sie gab nun Yeranlassung, die friihere Diagnose auf Perrieri aufzugeben und eine neue Art aufzustellen.
Fridericia frtittensis n. sp. Taf. 3. Fig. 44-49.
Stimmt mit der vorliergehenden Art in vielen wesentlichen Punkten iiberein, so in der Form des Gehirns, dem Aussehen der Samentrichter, dem Besitz von Prostatadrusen und den drei Anschwelknigen des Bauchmarks im letzten Gurtel- und den beiden folgenden Segmenten. in der Beschatï'enlieit der Gurtels und der Borstenzahl. Die Dilierenzen beziehen sich auf :
1" die Nephridien: das Anteseptale ist so gross wie das Post- septale, der Endgang entspringt dicht am Dissepiment.
2*^ die Spermatlieken : der Kanal ist durchweg gleich dick und fast zwei mal langer als der Samenraum, der hier wenig erweitert ist, und zwei ebenso breite Seitentaschen besitzt ; die Mundung des Kanals tragt eine (vielleicht auch zwei) sehr grosse Druse.
Speicheldrusen wenig verzweigt.
Fundort : Frutt.
In der Form der Spermatlieken stimmt die Art mit F. Per- rieri Vejd. uberein. weicht jedoch von ihr ab in den Speichel- drusen, Nephridien und Samentrichtern (18).
32 K. BRETSCHER.
Fridericia alpitiula n. sp., Taf. 3. Fig. 50-53.
Stimmt mit F. Immicola iiberein in den Borstenverhiiltnissen, der Grosse iind Segmentzahl, der Form von Gehirn und Samen- trichter wie in den drei flligelfcirmigen Verbreiterungen des Bauchniarks in der Gegend des Gûrtels. Aucli die Form der Spermatheken entspriclit ganz derjenigen von Immicola, dagegen tragen sie hier vier (vielleiclit flinf) kugelige, kleine Seiten- taschen; im Nephridiiim ferner ist das Postseptale grôsser als das Prâseptale, und der Endkanal tritt hinten ans jenem lieraus.
Fundort: Frutt in Melchtal.
Wenn sich anch die angegebenen Diiïerenzen nur auf die Spermatheken nnd Nephridien beziehen, so scheinen sie doch wichtig genug, die AutsteHung einer neuen Art zu begriinden.
Fridericia auricuJcda n. sp. Taf. 3. Fig. 54-58.
Lange 12"™; dlinn und schlank.
Segmente 50-60.
Borsten vorn zu 4, hinten nur zu 2 ; in den vordern Biindehi sind die inneren Borsten ktirzer.
Giirtel deuthch, vortretend, dicht drûsig, Driisen in Quer- reihen.
Kopfporus in 7' •
Lymphkorper gross, breit oval und dicht granuhrt.
Gehirn fast zwei mal langer als breit, Seitenrânder parallel, Vorderrand und Hinterrand konvex.
Bauchmark in den Segmenten 3, 4, 5 je mit kurzer vorderer und hinterer lângerer Anschwellung. Fig. 57.
Septaldrtisen in drei Paaren vorhanden.
Speicheldrtisen darmartig, mit einigen Verzweigungen am Hinterrande.
Riickengefâss entspringt postklitellial.
Samentrichter wenig langer als breit. Kragen schmaler und wenig hoch; Samenleiter lang, mit Prostatadriise.
OLIGOCH^TENFAUNA DER SCIIWEIZ. 38
Spermatlieken mit laiif^em Kanal, zwei bis dreinial langer als der Sameiirauiu, dieser mit zwei grossen, durch diimieren Hais mit ilim verbiiiidenen Nebentasclien ; an der Miindung des Ka- nals einige (zwei beobaclitet) Drilsen.
Nephridien mit grossem Anteseptale, Postseptale zwei mal grusser; der Ausfiilirungsgang entspringt seitlicli vor dessen Hinterrand.
In einem Exemplar fand ich einen ûberaus langen Kanal der Spermatlieken, mid die krâftigen Borsten zu 4-6 per Biindel.
Fimdort: Cresta im Avers, in der Wiese beim Dorfchen, hâufig.
Dièse Art von F. bisetosa Lev. resp. von den von mir zu letz- terer gereclmeten Objekten abziitrennen, veranlassen midi die verscliiedene Form der Samentricliter, der Spermatlieken und der Nepbiidien.
Fridericia minuta n. sp. Taf. 3. Fig, 59-62.
Lange 10-12"™. Segmente gegen 60.
Borsten zu 4-6 per Biindel, innere ein wenig kleiner als die âussern.
Lymphkorper rundlicli.
Gehirn fast zwei mal langer als breit, oval, vorn konkav, Hin- ter- und Seitenrand nach aussen gebogen.
Speiclieldriisen spârlich verzweigt.
Piiickengefass entspringt postklitellial.
Nephridien mit grossem Anteseptale, wenig grôsserem Post- septale, der Endkanal tritt nahe a m Dissepiment aus.
Samentrichter schlank, drei mal langer als breit, Kragen gross und breiter als dieser, Samenleiter lang, mit grosser ova- 1er Prostatadriise.
Spermatlieken mit zwei grossen Seitentaschen, die so breit sind als der Samenraum, Kanal lang und ohne Driisen an der Miindung.
Rev. Suisse de Zool. T. 8. 1900. 3
34 K. BRET8CHER.
Fuiidort: Wiese am Kâferberg, Garteu bei Zurich.
Die Yergleicliiiiig der Figuren von dieser Art mit denen von F. auriculata ergibt leicht die erlieblichen Abweichiingen beider von einander,
Fridericia terrestris n. sp. Taf. 3. Fig. 63-68.
Lange 12'"™; diinn und schlank. Segmente etwa 50.
Borsten zu 4 — 6 in den vordern Segmenten, innere bedeutend kleiner, hinten auch nur 3 oder 2.
Ein Griirtel konnte nicht beobachtet werden.
Ljmphkôrper oval bis rund, kôrnig.
Oehirn fast quadratisch, so lang als breit, mit parallelen Seitenràndern iind nahezu geradem Hinterrand ; dieser ganz leicht nach hinten, Yorderrand ebenso nach vorn ausgebiichtet.
Speicheldriisen gross, mit biischelartigen Verzweigungen ; die Endquaste ist reich verzweigt (in einer Figur die Aste abge- brochen). ,
Nephridien : es gelang mir nicht, beim Ziipfen dièse Organe zu isoliren und zur Ansicht zu bekommen.
Samentrichter schlank, dreimal langer als breit, Kragen deut- lich : Samenkanal mit Prostatadrtisen.
S})ermatheken mit birnformigem Sauienraum und 4 (vielleicht auch 5) sitzenden grossen Nebentaschen, Kanal breit und scharf von jenem abgesetzt; leider Hess sich nicht der ganze Kanal herauspraparieren.
Fundort: Cresta (Avers), in der Wiese beim Dorf.
Ich traf das Objekt in einem einzigen Exemplar unter den- jenigen, die beim Untersuchen der Erdprobe von Cresta als kleinere und anscheinend tlbereinstinnnende Formen zusammen- gebracht worden waren. Die Art scheint gegeniiber der gleich grossen Fr. auricuhda mehr vereinzelt sich vorzufinden. Mit dicsem Umstand liângt die unvollstandige Beschreibung zu- sanunen. Wilhrend die Art in den Speicheldriisen und Sainen-
OLKiOCH^TENFAUNA DER SCHWEIZ. 35
trichterii gut mit F. Perrieri tibereinstimmt, weicht sie in der Oehiriiform und deii Spermatlieken vdli dieser ab, wohl Gruiid geiiug, sie als besondere iieiie Art aufzufasseii. Yon F. galba ist sie verscliiedeii durcli das Geliini, deii dicken Spennathekeii-Kanal und deren breite Taschen, endlich diircli die Speicheldriisen.
Ilenlea ventricidosa d'Udek.
Neiier Fundort: am Greifensee, sehr haufig in Scbilfmoder am Ufer.
Henlea Stolli n. sp.
Lange 5 — 8"^™. Segmente 28 — 30: weisslichgrau.
Borsten ventral zu G — 8, dorsal zu 4, gerade, innere ktirzer.
Vordere Segmente mit Hautdriisen, die in Querreihen ange- ordnet sind.
Kopfporus in 7», eine Querspalte.
Gûrtel mit kleinen Drlisen, die nicbt in Querreilien ange- ordnet, aber durcli kleine freie Zwischenfelder getrennt sind.
Lymplikorper gross, langovalbis rundlich, scliwacbgTanulirt.
Geliirn : 1 V2 — 2mal so lang als breit, binten gerade oder ganz schwacli eingebiiclitet, Seitenrander konvergirend.
Magendarm in 8 beginnend, scbarf von der Speiserobre ab- gesetzt.
Speicheldriisen scheinen zu fehlen.
3 Paar Septaldrûsen.
Rilckengefâss entspringt in 8 mit herzartiger Erweiterung; solclie sind aucb in 7 und 6 vorbanden.
Blut hell, farblos.
Nepbridien mit kleinem Anteseptale, Postseptale etwa drei- nial langer, rundlich; Ausfiihrungskanal so lang wie dièses und nahe am Dissepiment entspringend.
Samentrichter sehr klein, kaum langer als breit ; Samenleiter lang, obne Prostata.
36 K. BRETSCHEB.
Spermathekeii sind einfaclie Sclilauche, die dorsal mit gemeiii- samer Aiiheftimgsstelle in den Darm iibertreten; Samenraum wenig erweitert; Kanalmûndung von einigen grossen Drtisen besetzt.
Fundort: in Plianzenmoder, vermoderndem Scliilf bei Ktis- nacht iind Wollishofen am Ziirichsee, ebenso ani Genfersee.
Die Art ist Herrn Prof. D'' Otto Stoll in Ziirich zii Eliren benannt.
Henlea pratorum n. sp.
Lange circa 10™™.
Borsten ventral zu 4, dorsal zii 2 — 3, gleich lang, fast gerade und nur ganz wenig S forniig gebogen.
Vordere Segmente mit je 3 Querreihen von Driisen.
Gtirtel mit von einander abstelienden Drtisen, die in Quer- reihen angeordnet sind.
Gehirn liinten nnr wenig eingebuclitet.
Speicheldrlisen lang darinartig, unverzweigt.
Speiserohre scliarf vom Magendarm abgesetzt.
In 7 eine von parallelen Langsfurclien dnrchzogene Darmver- dickiing, ans der das Eiickengefâss entsi)ringt. Bliit hell, farblos.
Nephridien mit kleinem Anteseptale, wolil fiinfmal liingerem Postseptale, ans dem der Endkanal hinten entspringt.
Samentricliter viermal langer als breit, Samenleiter sehr lang mid in Prostatadriisen endend.
Spermatheken mit langem Kanal, von diesem scliarf abge- setztem Samenraum, der etwa zweimal breiter, nacli liinten ver- schmalert und quer gerunzelt ist; an der âussern Kanalmiindung stehen einige grosse Driisen.
Fundort: Garten (Rasenpiatz) bei Zurich.
Jlerdea sulcata n. sj). Taf. 3. Fig. C9, 70.
Lange 7""". Segmente 38.
Borsten dorsal und ventral zu 4 — 5, schwach S fôruiig, gleich
OLIGOCH.ETENFAUNA DER SCHWEIZ. 37
lang. Kopflappen mit Hautdriisen, die in Querreiheii angeordnet sind.
Klitelliim imr schwach imd undeiitlicli entwickelt.
Lymphkorper oval oder riiiid, schwach granuHrt, grosse grunhche Scheiben; daiieben kleine, helle, ovale, lueist in Khinipen zusammengeballt.
Gehini hinten deutUch zweilappig, Seitenrander nach vorn konvergirend, zweimal langer als breit.
Speicheldrilsen hinten verbreitert, darmâhnlich und unver- zweigt.
Septaldriisen in 3 Paaren vorhanden.
Darm in 7 kugelig angeschwollen, von Hirnwindungen âhn- lichen Furchen durchzogen.
Rûckengefass entspringt in 7 ans der Darniverdickung ; Blut hell, farblos.
Nephridien : Anteseptale klein und nur ans dem Trichter be- stehend, Postseptale lang, spindelformig und in den dicken, kurzen Endgang verschmâlert.
Geschlechtssegmente 10, 11, 12 ganz mit Spermamassen er- fullt, so dass am lebenden Tiere die Samentrichter und -leiter nicht zu erkennen waren ; auch durch Zupfen konnten sie nicht aufgefunden werden.
Spermatheken ein einfacher, ûberall gleich weiter Schlauch, der nicht mit dem Darm zusammenhangt und an der Miindung keine Driisen trâgt ; wahrscheinlich hatten sie zu jener Zeit noch nicht ihre définitive Ausbildung erlangt.
Fundort : Katzensee, in vermoderndem Schilf am Ufer.
Sowohl die Form der Spermatheken, als der Mangel der Samentrichter deutet darauf hin, dass die Tiere noch nicht bis zur Geschlechtsreife entwickelt waren. H. pratonim und dièse Art zeigen viele Yerwandtschaft ; verschieden sind namentlich die Beborstung, das Gehirn und wohl auch die Spermatheken, ebenso die Bildung der Darniverdickung in 7.
38 K. BEETSCHER.
Anaclmeta Eiseni Vejd.
Ist zum ersten Mal konstatirt flir die Schweiz iind lindet sick liâufig in der Uiiigebuiig von Zurich.
Bei meinen Exenij^laren beobachtete ich einen lângeren Kanal der Spermatheken, als ilm Vejdoysky zeichnet, ferner fand ich das Postseptale wohl zwei bis dreimal langer als das Postsep- tale (18).
LUMBRICID.E.
Was liber die liinnbriciden zu sagen ist, beschrânkt sich aiif wenige Mitteilnngen beziiglich neiier Fiindorte oder aiif die Korrectiir resp, Ergânzimg friiherer Angaben. Es hat nicht an dem Bestreben gefehlt, ein weiteres Material von That- sachen beizubringen, aber es war ans âussern Grûnden nicht von dem erwarteten Erfolg begleitet. Gerne hâtte ich die Kenntnis der Fauna imserer Flussufer weiter geftihrt, die nacli den bereits vorliegenden Befunden Beziehungen von grossem Interesse bietet. Leider aber waren mehrere meiner grôssern Exkursionen soziisagen oline jegliche Ausbeute, weil unsere Flusslâufe auf ausgedehnte Strecken korrigirt oder von der Industrie beeinllusst sind, so dass wir nicht mehr die natiirlichen Verhâltnisse treffen. Anderseits aber zeigt die Lumbriciden- Fauna auch an natiirlichen Ufern einen Bestand, der oft auf ganz nahe gelegenen Stellen sehr erheblich wechselt. So sei beispielsweise erwâhnt, dass ich bei Mellingen am rechtsseitigen Eeussufer unterhalb der Eisenbahnbrlicke einen geradezu iiber- raschenden Reichtum von Arten und Individuen traf, wJihrend am gegeniiberliegenden Ufer, wo die Verhâltnisse anscheinend viel giinstiger lagen, sich nichts auffinden liess.
Mehrere Objekte, die neue Arten zuvertreten schienen, wurden noch zuriickgelegt, bis neues Material eine sichere Diagnose ermôglicht.
OLIGOCH.ETENFAUNA UER SCHWEIZ. 39
AUunis tetraklrus Sav.
Neue Fuiidorte: an dcr lleuss bei Obfeldeii iiiid Mellingeii, an der Aare bei Briigg.
AlloJohophora caUglnosa var. tiarj/da Rosa. Neiie Fiindstellen: Reiiss bei Mellingen imd Obfelden, Barets- weil.
A. terrestris Sav.
Neii gefimden bei Briigg.
A. cyanea var. profur/a Rosa.
Reiissiifer bei Mellingen ; Friitt am Melchsee.
A. cyanea var. stmliosa jNIicb. Reussiifer bei Obfelden.
A. putris var. suhriihicunda Eis. Rautispitz (Glarus), 2200'" lioch.
A. rlienani Br.
Neuer Fundort : Reussnfer bei Mellingen.
A. arcjoviense Br.
Neuer Fundort : Reussiifer bei Mellingen.
A. rosea Sav.
Neuer Fundort : Frutt.
In 4 stellte icli eine neue Art, A. aJpestris, auf, die nun aller- dings unhaltbar zu sein scheint, und die ich desbalb wieder auf- gebe. Frisches Material naralicb, das von Cresta stammte, ge- stattete eine genaue Vergleichung mit den als alpestris benannten Tieren und mit den Objekten, die uni Ziirich gesammelt worden
40
K. BRETSCHER
|
VOQ |
den Giirtel |
die Tul). pub. |
|
in |
in |
|
|
Ziii'icli |
25 32 |
29—31 (immer) |
|
Cresta |
26 32 |
30 31, 32 |
|
Frutt |
25 31 |
28, 29 31 |
waren. Von jedem der drei Fundorte stimmten dieTierejeimter sich selir gut miteinander ûberein, dagegen ergaben sie nach den Lokalitâten betrâclitliche Differenzen ; so besassen die Objekte
die (^ Geschlechtsôft'nung in
15, keine Papille.
15, Papille aiif 16.
1 5, Papille aiif 1 4 imd 1 6.
Die Farbe, die Riickenporeii, die Verbreiterung des Giii'tels, die Spermatheken sind bei alleii drei gleich.
Die Exemplare von Cresta sind erheblich kleiner,- als die von Zurich und von der Frutt, die beide in dieser Hinsicht sich gleich verhalten. Wollte nun die Art alpestris aufrecht erhalten bleiben, so miisste auch fur die Funde von Cresta eine neue Spezies kreirt werden. Yiel richtiger ist aber gewiss, jene aufzugeben und dafiir die Variationsbreite flir rosea weiter anzunehmen, als dies PiOSA (in 14) thut. Die Diagnose flir dièse Art wâre also etwa so zu fassen: Clitellum25, 26—31, 32, 33, Tub. pub. 28, 29—31, 32, cf Geschlechtsoffnung in 15, Papille nur in diesem Segment oder auf die benachbarten Segmente sich erstreckend.
Es ist noch die Frage zu diskutiren, ob die Befunde von der Frutt und von Cresta zur Aufstellung von Varietâten Yeran- lassung geben kônnten. Das wâre aber deswegen olme Zweifel verfriiht, weil beide erst den Wert von Lokalformen besitzen, so lange niclit entsprechende Funde ans andern Gegenden vorliegen.
In meiner ersten Publikation ist flir die Frutt A. foetida als A^orkonnnnis angegeben nach einem von Herrn Prof. D' Stoll erhaltenen Exemplar ; die sehr gute Uebereinstiunnung der Frutt- rosea mit foetida namentlich beziiglich der Lage der Tubercula pubertatis und des Clitellums gab s. Z. Veranlassung das Objekt letzterer Art zuzuschreiben. Dièse Diagnose kann nun selbst- verstândlich nicht mehr aufrecht erhalten werden.
OLIGOCH.ETENFAUNA DER 8CHWEIZ. 41
A. norvegica Eis.
Neiier Funclort an (1er Reuss bei Mellingen,
A. lissaensis Mich.
Die Angabe in 4, dass Herr J)' Michaelsen A. jassyensis am Rigi gefimden habe, ist falsch imd bezieht sich auf dièse Art.
A. paUida n. sp.
Lange circa 7 — IP"' ; Durchmesser 4 — G'""^ an der breitesten Stelle, am, 9 Segment und am Cxlirtel.
Segmente 95 — 115.
Farbe blass, Hinterende der in Formol konservirten Exem- plare aschgrau.
Prostomiiim V^, mit stark konvergirenden Seitenrândern.
In 9 ventral jederseits eine Papille.
Mânnliche Geschlechtsoffnung nicht sichtbar ; ungefâhr vom 15 Segment ziehen sich auf jeder Seite 2 leicht angedeutete Furchen bis zum Giirtel.
Giirtel ringsherum entwickelt, deutlich vortretend, von 27 oder 28 — 33 ; Segmentgrenzen stark verwisclit.
Pubertatstuberkel in 29 oder 30 — 32, eine scliwache Lângs- leiste.
Borsten eng paarig.
Spermatheken 2 Paar in den Intersegmentalfurchen 9/10 und 10/11 ausmiindend, ventral gelegen.
Samenblasen 4 Paar, das erste Paar geht von Dissepiment 9/lOnacli vorn, das zweite Paar istrecht klein, in 10, das dritte liegt in 11 und 12, das vierte hinter dem 12. Segment.
Fundort : Frutt, in Alpenweiden.
Dièse Art zeigt grosse Verwandtschaft mit A. tigrina Rosa (15), weicht aber von ilir ab in der durchaus blassen Fârbung, der unsichtbaren mânnlichen Geschlechtsôffnung, der Lage der Spermatheken und deren Mlindung und der Lage der Samen- blasen.
42 K. BRETSCHER.
A. hnmescens n. sp.
Lange : 4 — 6"" ; Durchmesser 3™™.
Segmente 80 — 90.
Farbe in Formol diinkel braunrot, ahnlich AUuriis tetraëdrus^ miterseits blass.
Prostomium V2, nach hinten verengert, Seitenrânder iin- (leutlich.
Mânnliche Gescblechtsôffniing auf einer kleinen Papille in 15, die sicli nicht auf die benachbarten Segmente erstreckt.
Auf 10 oder 12 stehen ebenfalls Papillon.
Giirtel in 28, 29 — 33; blass, an den Seiten stark vortretend, dagegen ventral und dorsal kaum entwickelt ; die dorsale Mittel- linie ist deswegen hier aucli brâunlich gefârbt.
Tub. pubertatis in 29, 30 — 32, namentlich im ersten und letzten Segment deutlich.
Borsten ganz eng gepaart.
Erster Riickenporus in 5/6 oder 6/7.
4 Paar Samenblasen; das erste in 9 und 10, das zweite in 11, das dritte in 12, das vierte in 13 — 15.
Spermatheken fand icli in einem Exemplar deutlich in 10/11 miindend, in der Hohe der lateralen Borstenbûndel, und bei diesem Exemplar nur auf einer Seite ; in einem andern ebenfalls nur auf einer Seite, wie jene in 1 0/1 1 miindend und nur in einem Paar.
Auffallend ist die grosse Bruchigkeit der hieher gehorenden Objekte, welche wohl durcli das Formol bewirkt sein diirfte, die ich aber sonst noch bei keiner andern Art beobachtet habe. Bei mehreren ist durch Quellung innerer Gewebe die Haut stellen- weise gesprengt worden.
Fundorte : Hasenberg und Baretsweil (Rosinli).
Lmnbricus ruhellus Hoiïm,
Neue Fundstellen : an der Pieuss bei Mellingen und Obfelden ; Rautispitz 2200"^; Frutt.
OLIGOCH^TENFAUNA DER SCHWEIZ. 43
Der letztere Fiindort ist von einigem Interesse deswegen, weil icli dièse sonst so verbreitete Art hier im letzten Jahre nicht traf, trotzdem in beiden Sommern so zienilich dieselben Ortlich- keiten abgesiicht worden waren. Wenn sie sich im Sommer 1898 in gleicherWeisewie im vergangenen Jahre vorgefunden hâtten, so hâtten sie umnOglich iibersehen werden konnen. Sie milssen damais verborgener gelebt haben oder, was weniger wahr- scheinlich ist. seither eingewandert sein. Ich traf sie neben L. melihoeus Rosa.
L. meliboeus Rosà.
Neuer Fundort : Reussiifer bei Mellingen.
44 K. BRETSCHER.
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Die Unterkieferdrûsen
von
M y 0 X u S m II s c a I* d i n u s s c 1 1 1 e b e r
Arbeit aus der zoologischen Anstalt der Universitàt Basel
von M. AUERBâCH.
Hiezu Tafel 4 uiid 5.
Die vorliegende kurze Arbeit stammt ans der zoologischen Anstalt der Universitàt Basel. îSie ist imter der Leitung- des Herrn Prof. D^ F. Zschokke gemacht worden. An dieser Stelle niochte ich meinem verehrten Lehrer meinen lierzlichen Dank ausprechen fiir das Interesse, das er iiieiner Arbeit entgegen- braclite, iind fiir ail seine Untersttitzung, durcli die es mir niog- lich war, sie zu vollenden.
Angeregt wurde icli zu dieser Arbeit dnrch eine âhnliche von Krause^: Die Sjjeicheldrûsen des Igels. Ich ziehe in meine Be- trachtiing niir die G 1 a n d u 1 a s u b m a x i 1 1 a r i s und die G 1. r e - t r 0 1 i n g II a 1 i s ; liber die S u b 1 i n g u a 1 i s werde ich nnr wenige Worte sagen. Die Benennung der Driisen ist die gleiche, wie sie
' Df Rudolph Krause. Die Speicheldrûsen des Igels. Arch. f. mikroskop. Anatomie. B. 45, 1895.
46 M. AUERBACH.
Krause nacliEANViER' angeiiommen liât. Ebenso bezeichne ich die Ausflihruiigsgange als D iic t u s s u b m a x i 1 1 a r i s und D. r e - t r 0 1 i 11 g u a 1 i s ; die S u b 1 i n g u a 1 i s hat , mu dies gleich voraiis- ziiscliickeii, mehrere Ausfiihruiigsgaiige.
Die Lage der Submaxillaris imd Retroliiigualis be- stiiiimte ich ersteiis makroskopisch durch Bloslegen (T. 5, Fig. 1) und zweiteiis auf die gleiclie Art, wie Zumstein'-^ es bei einigen Saugern tliat, nâmlich durch SerieiischiiittevonderSchnauzens- pitze bis zur der Mitte des Thorax. Ich iixierte und entkalkte die Objekte in Chromosmiuinsalpetersaure (Rawitz 1895, p. 20) und farbte die Schnitte nachher mit Mayer'schem saurem Hâuialaun und Eosin. TrotzdemichdieZahne, wenigstensnichtohneSchadi- gung der Objekte, nicht hatte entfernen konnen, und daszu schnei- dende Exemplar auch ein ziemlich ahesTier war, gelang dieEnt- kalkung vorziiglich. IchUessdas Gemisch ungefâhr 3 X 24 Stun- deii einwirken. Die Schnitte sollen naturlich liber den feineren Bau keine Auskunft geben, sondern sind lediglich bestimmt, die gegenseitige Lage der Driisen, den Austritt der Gange aus ihnen und ihren Verlauf bis zur Ausmiindung vorne unter der Zunge zu demonstrieren, Deshalb konnten sie auch zieinUch dick aus- fallen.
Die paarige Gl. submaxillaris erscheint auf den Quer- schnitten zum ersten Maie etwa 1,5-2 mm hinter dem Anfange des Sternums (von vorne an gerechnet) und erstreckt sich von hier, mit ihrer unteren Spitze etwas médian gelegen, mit ilirer Langs- aclise ein wenig latéral gerichtet,nach vorne. Dire grôsste Lange betragt ungefâhr 9 mm.; ihre grôsste Breite 6 mm. Vorne an die Submaxillaris schliesst sich die Gl. retrolingualis an;
' M. L. Ramvikr. Efti.de aiiafoiiiique des f/laitde.s commes sous les noms de sousmaxillaire et siMinguale ches les Mammifères. Arch. do Physiol. normale et ])iitholog. 3e Série Tome 7 1895.
"^ J. J. ZcjMSTEiN. Ueber die UnferJdeferdrûsen einiger Sduger. I. Aiiatomischer Toil. Ilahilitationssclirifr. Marl)ur(î 1891.
UNTERKIEFERDRÛSEN 47
sie ist viel kleiner als die S u b m a x i 1 1 a r i s, etwa 4 mm. lang und 3 mm. breit. Das Gewicht der frischen S ii 1) m a x i 1 1 a r i s betrâgt cirka 0,045 g., das der Retrolingualis 0J)1 g., bei einem GeAvicht des Tieres von 23,42 g. Die Verbiiidiing beider Driisen untereiuaiider ist keine feste, sondera besteht nur in lockerem Bindegewebe. Bei anatomischer Pneparation lassen sich beide Driisen also leiclit von einander trennen. Aiif meinen ïSerien sclmitten waren beide Driisen sehr deutlich zu erkennen; die Submaxillaris fârbte sich dimkelviolett, wâhrend die Re- trolingualis eine helblaiie Farbe annahm.
Sein- klar und schon konnte icli auf meinen îSclniitten die Austritte und die gegenseitige Lage der beiden Ausfiilirungs- giinge verfolgen. Icli fand die gleichen Yerhâltnisse, wie sie Raxvier in seiner Arbeit angiebt : « De son extrémité antérieure semble se dégager un seul canal qui, après un court trajet à la face interne du pterygoïdien interne, passe au-dessous dudigas- trique atteint le bord postérieure du mylo-li^oïdien et s'engage au-dessous de ce muscle pour se placer entre lui et la uuiqueuse du plancher de la bouche. » Ein Unterschied aber besteht darin, dass der D u c t u s s u b m a x i 1 1 a r i s nicht am Ende, sondera aus der ]\Iitte der medianen Seite der Driise hervorkommt, direct senk- reclit nach oben steigt, médian an der Retrolingualis vorbei- geht und sich hinter dieser neben den Ductus retrolingualis legt. Xach einigen Windungen schlagen sich beide Gange unter die Zungenmuskulatur um und verlaufen dort nach vorne. Das Lumen des D. submaxillaris ist etwas weiter als das des D. retrolingualis. Letzterer Gang liegt latéral und etwas nach oben vom D. s u b m a x i 1 1 a r i s , und dièse Lage wird bis zur Aus- miindung beibehalten. Jeder Gang miindet auf einer besonderen Papille unter der Zunge ziemlich weit vorne in der Mundhôhle, und zwar miindet der D. r e t r o 1 i n g u a 1 i s zuerst . Die Miindung dièses Ganges liegt ungefàhrO.ômm. vordem BeginnderBackenzahne, (von vorne an gerechnet) ; die Ausmiindung des D. submaxilla-
48 M. AUERBACH.
ris erfolgt etwas spiiter, d. h. seine Papille liegt ein wenig weiter iiach Yorne in der ]\Iinidhôlile. Divertikel, wie sie Zumstein bei anderen Nagern gefnnden hat, habeichnichtgeselien. Das Lumen beider Gange ist, im Gegensatze zu deni was Krause beim Igel fand, und Avas aucb ich selbst dort beobachtet habe, ziemlicli weit und offen. Nur an der Umsclilagstelle unter die Zunge treten einige Falten auf ; sonst sind solche, an allen meinen Prîepa- raten wenigstens, nirgends zu sehen. Auch die gegenseitige Verbindung beider Gange untereinander steht bei der Hasel- maus in einem starken Gegensatze zu den Yerhâltnissen beim Igel.
Wâhrend dort eine selir innige Verbindung beider eintritt, so dass eine Trennung schwer môglicb ist, sind sie bei Mijoxîis muscardinus nur durch ziemlicli lockeres Bindegewebe, das elas- tisclie Fasern und glatte Muskelfasern entliâlt, mit einander in Beziehung gesetzt. Aelmliche Yerhâltnisse wie beim Igel sclieint Ranvier bei der Ratte gefunden zu haben ; er sagt : « Le canal, que nous avons considéré jusqu'à présent comme simple, est en réalité formé de deux canaux juxtaposés et unis l'un à l'autre par du tissu conjonctif, des vaisseaux et un grand nombre de fi- lets nerveux. Il est fort dilïicile de les isoler l'un de l'autre par la dissection au baquet dans l'alcool au tiers. » Das Verlialten bei der Haselmaus gestaltet sich nacli Ranviers Arbeit cher wie bei dem Eicliliornclien und dem jNIeerschweinclien. Dort las- sen sich beide Gange auch leicht isolieren.
Anschliessend an das Gesagte verweise ich jetzt auf die Fi- guren der Taf. 4, die nach meinen Seriensclmitten angefertig sind. Fig. 1 stellt den Austritt des D. s u b m a x i 1 1 a r i s (i). sbm.) aus der D. s u b m a x i 1 1 a r i s (6^/. shm.) und sein Lageverhâltniss zum D. retrolingualis (I). réf.) dar. Den Austritt des letzteren Ganges aus der Retrolingualis veranschaulicht Fig. 2. Auf derselben ist der D. s u b m a x i 1 1 a r i s nur ein wenig ange- srhnitten.
UNTERKIEFERDRÛSEN. 49
Die tibrifîen vier Figuren sollen uns liber die Lage beider Gange in der Mundliftlile Aiifschluss geben. Fig. 3 ist am weites- ten nach liinten in der Mundhohle gefuhrt, Fig. 4 liegt etwas weiter nach vorne, ii. s. w.
Fig. 3 zeigt die beiden Gange (D. retr. iind B. shm.) in ihrer Lage unter der Ziuîge (Z.), ebenso Fig. 4. Auf Fig. 3 ist auch die G 1 a n d u 1 a s II b 1 i n g u a 1 i s {Gl. shl.) angeschnitten, wâhrend sie auf Fig. 4, die weiter nach vorne liegt, nicht mehr vorhanden ist.
Auf allen vier Figuren ist der Knochen des Unterkiefers schrâg scln^affiert, die Zâhne sind punktiert, und die Muskulatur ist mit 31. bezeichnet. Die beiden letzten Zeichnungen zeigen deutlich die Mtindung beider Gange auf ihren Papillen.
Auf Fig. 5 ist die Papille des D. retrolingualis gerade durch die Mitte geschnitten, wâhrend der D. submaxillaris noch eine Strecke weiter nach vorne zieht, um auf einer besonderen Papille zu miinden, wie es Fig. 6 veranschaulicht.
Dort ist auch latéral vom D. submaxillaris noch ein kleines Stiick der Papille des D. retrolingualis zu sehen.
An dièse kurze Beschreibung der Lageverhâltnisse der Gange will ich direct die feinere histologische Betrachtung derselben kniipfen.
1 . Der D u c t u s s u b m a X i 1 1 a r i s. Seine Wandung besteht aus mehrschichtigem Cylinderepithel, mit grossen, deutlichen Kernen. Beziiglich der Kerne liabe ich eine sehr merkwiirdige Beobach- tung gemacht. Ihre Form in den Zellen, die gegen das Ganglu- men zu liegen, ist meist elliptisch, in denjenigen, die mehr nach aussen liegen, dagegen kugelig. Auf allen Schnitten einer Série fand ich nun Folgendes : An dem Abschnitt der Wandung, der dem Ductus retrolingualis zugekehrt ist, haben sich aile Kerne mit ihrer Lângsachse radiâr gestellt, wâhrend an den anderen Wandabschnitten von ihnen eine tangentiale Lage angenom- men worden ist. Auf dièse Weise kommt das Bild zu Stande, wie es Fig, 2, Taf. 5, ein Habitusbild beider Gange, zeigt. Nach-
Kev. Suisse de Zool. T. 8. 1900. 4
50 M. AUERBACH.
trâgiich liabe icli nochmals Sclimtte von Gaiigstlickeii, die in Pikrinsalpetersâure lixiert und mit Eisenhaematoxylin gefârbt wurden. angefertigt. Hier sind die oben angegebenen Lagenmgs- verbaltnisse der Kerne nicht zu seben. Ich lasse es dabingestellt sein, ob die merkwiirdige Yerlagerung dadurch bedingt war, dass sich das untersuchte Tier im Winterscblaf l)efand, imd dass die angewandte Fixierungsfliissigkeit, die in diesem F aile Formol war. einen solclien Einfluss aiistibte.
2 . Der D ii c t u s r e t r o 1 i n g u a 1 i s. Aiicli dieser Gang besteht ans melirscliichtigem, liobem Cylinderepithel ; jedocb wird seine Wandung nicht ans so vielen Zellschichten gebildet, wie die des Diictus submaxillaris. Die Kerne sind gross, kugelig bis oval, und liegen in der Mitte jeder Zelle oder in demjenigen Abscbnitt derselben. der gegen das Ganglumen zu liegt.
Umgeben werden beide Gange von einer ^lembrana propria und von Bindegewebe, in welclies elastische Fasern und glatte Muskelfasern eingelagert sind. Dièses Bindegewebe verbindet auch beide Gange untereinander.
Nach dieser Betrachtung der Ausfûhrungsgiinge wende ich mich zur Beschreibimg der Gl an du la retrolingualis und der G 1 a n d u 1 a s u b m a x i 1 1 a r i s.
1. Die Glandula retrolingualis. AVir haben es hier mit einer zusammengesetzten tubulôsen Drilse zu thun. Bei schwacher Vergrôsserung bietet sich uns das Bild dar. wie es Fig. 3 T. 5. zeigt. Hier und da trifft man zwischen den einzelnen Tubulis die feinsten Antânge des Ausfûhrungsganges, aufdie ichspâternoch eingehender zu sprechen komme, und zahlreiche Blutgefâsse. Da die untersuchten Tiere sich aile im Winterschlaf befanden, und folglich keine Speichelsekretion stattfand, konnte ich keine so- genannten Giannuzischen Halhmonde l)eobachten.
Betrachten wir nun einen einzelnen Tul)ulus im Querschnitt. In der Mitte findet sich ein deutliches, spalt- oder ringformiges Lumen, je nachdem der Schnitt gefiihrt ist. Die Zabi der das-
UNTERKIEFEEDRUSEN. 51
selbe begrenzendenZellen scliwankt zwisclien sechs undzwôlf.Die eiiîzelnen Zellen sind pjTamidenfôrmig. Mit ihrer breiten Basis sitzen sie auf einer âusserst feinen Bindegewebsmembran auf, die jeden einzelnen Tubiilus umgiebt. Die Spitzeii der Zellen be- greiizen das Lumen des Tubulus. Die Oberfiàche der Kerne zeigt zackenformige Unebenheiten, und es verhalten sich auch im Ubrigen die Kerne Farbstoffen gegenûber genau so, wie es Krause beim Igel schildert. Auf allen meinen Schnitten liegen sie an der Basis der Zellen, und zwar liaben sich die ova- len Kerne mit ihrer Langsachse meist tangential eingestellt. Den Lângsschnitt durch einen Tubulus giebt Fig. 5, T. 5, die keiner Aveiteren Beschreibung bedarf.
Jetzt noch einige Worte iiber einen Querschnitt durch den Anfang eines feinen Ausfiihrungsganges. Ich iinde hier die glei- chen Verhâltnisse, wie sie Krause beim Igel beschreibt und will deshalb einige Stellen aus seiner Arbeit hier citieren : « Seine. Zellen besitzen einen dem Lumen zugekehrten, anscheinend ho- mogenen Abschnitt und eine peripher gelegene Schicht, welche selbst bei schwacheren Yergrôsserungen schon eine deutliche radiâre Streifung erkenn-en lâsst », und weiter: « Der gut aus- gebildete grosse Kern liegt immer an dem Ûbergang der Stâb- chenzone in die mehr homogène oder fein granuliert ercheinende Innenschicht. » An meinen Prâparaten sind dièse « Stâbchen » sehr deutlich zu sehen, besonders an Schnitten, die in Pikrin- salpetersâure lixiert und mit MAYER'schem Haemalaun und Eosin gefârbt wurden. Sie sind jedoch nicht so schôn, wie bei der Glandula submaxillaris, und will ich beideren Besprechung noch einmal auf sie zurilckkommen.
2. Die Glandula submaxillaris. Wie schon am Anfange er- wâhnt, ist dièse Driise bedeutend grôsser als die Retrolingua- 1 i s. Einen Teil meines Materials fixierte ich in konzentriertem Su- blimât und fârbte die Schnitte dann mit MAYER'schem Haema- laun und Eosin; einen anderen Teil hingegen brachte ich un-
52 M. AUERBACH.
gefâhr 24 Stunden in Pikrinsalpetersâure iind fârbte die Schnitte entweder mit den gleiclien Farben oder nach der BEXDA'schen neueren Eisenliaematoxylinmethode. Schon an Praeparaten, die auf erstere Weise hergestellt wurden sah icli deutlich die « Stàb- chen », in den Zellen der Ausfiihrgânge. Am sclionsten jedoch sind sie bei Pikrinsalpetersaureiixiening iind Fârbung mit MAYER'schem Haemalaun und Eosin sicbtbar. Bei dieser Fâr- bungsmethode sind die grossen, kiigeligen Kerne, deren Structur gut zu erkennen ist, schon blaii gefârbt, wâhrend nur die « Stâb- chen » das Eosin annebmen und sich so von der blauen Umge- bung, leicht rosa, ganz deutlich abheben. Von der angewandten Eisenhaematoxyhnmethode hatte ich mir gerade zur Sichtbar- machung der « Stâbchen » mehr versprochen. Sie waren zwar zu sehen, jedoch lange nicht so schon und so deutlich, wie bei der vorher angegebenen Fiirbung.
Ein Blick auf die beiden Habitusbilder T. 5, Fig. 3 und 6 zeigt, dass dièse feinen Ausfuhrganganfange in der S u b m ax i 1 1 ar i s bei weitem zahlreicher sind als in der R e t r o 1 i n g u a 1 i s. Dièse Gange enthalten auch die grôssten Kerne. Bei eineni Ganganfang von 0,044 mm. Durchmesser und einem Lumen von 0,012 mm. Durchmesser hatten sie einen solchen von 0,006-0,008 mm.
Enttauschte mich die BENDA'sche Méthode in Bezug auf die « Stâbchen » der Ausfuhrganganfange, so erwies sie sich als Er- gitnzung zur Eosin und Haematoxylinfiirbung als uni so giinsti- ger. Sowohl Kerne als auch Zellgrenzen wurden scharf und gut gefiirbt.
Die Submaxillaris ist auch eine tubulose Drûse. An keinem meiner mit Eosin ïind Haematoxjlin gefârbten Praeparate aber habe ich die von Krause beim Igel beschriebene Verschieden- artigkeit der Zellen, die er je nach Aufnahme des Farbstoffes, als « blaue » und « rote » Zellen beschreibt, finden konnen. Da ich aber die Farbung mit der Biondibisung nicht angewendet habe, lasse ich es natiirlich dahingestellt, ob nicht dennoch
UNTERKIEFERDRÛSEN. 53
solche Zellen vorhanden sind, die in ihrem Protoplasma gewis- sen Farbstoffen gegenûber ein verscliiedenes chemisches reactio- nelles Yerhalten zeigen.
Die einzeliien Zellen sind ziemlicli gross, etwa 0,0088 mm., ihre Gestalt ist poh'gonal. Das Protoplasma der Zellen bildet ein feines Netzwerk. Die Kerne sind gross, etwa 0,004 mm.im Durch- messer, kugelig oder oval und liegen fast immer in der Mitte der Zellen. (T. 5, Fig. 7.)
Von Myoxus nitela erhielt ich Exemplare, deren Konservierung leider keine histologischen Untersuclmngen melir zuliess. Ich glaube aber, dass bei ihm, sowie bei den anderen Myoxiden die gleichen Veriiâltnisse anzutreffen sein werden, wie bei Myoxus nmscardinus.
NOTES
POUR
SERVIR A L'ÉTUDE
DES
ECHINODERMES
viir
PAR
P. de LORIOL
avec les planches 6 à 9.
Les Echinoclermes qui font l'objet de cette huitième note ap- partiennent à seize espèces, sur lesquelles onze sont décrites ici pour la première fois. Pour deux d'entre elles, j'ai dû établir deux genres nouveaux. Quatre espèces, déjà connues, ont donné lieu à des observations.
Neuf de ces espèces sont fossiles.
Une espèce provient de l'étage bathonien :
Hemipedina Mairei P. de Loriol.
Neuf espèces sont crétacées :
Toxaster Collegnii Sismonda. var. Leymeriei Cotteau. Holaster Perezii Sismonda.
^ Pour les notes précédentes, voir N» 1. Eecueil zoologique suisse, vol. 1, 1884. N" 2. idem., vol. 4, 1887. N» 3. 3£ém. Soc. de physique et hist. nat. de Genève, vol. suppl., 1890. No 4. Eev\te suisse de Zoologie, t. 2, 1894. No 5. Mém. Soc. de physique et hist. nat. de Genève, vol. 32, 1896. N» 6. Revue suisse de Zoologie, t. 5, 1897. No 7. Mém. Soc. de physique et hist. nat. de Genève, vol. 33, 1899.
56 p. DE LORIOL
Epiaster Leenhardti P. de Loriol. Catopijgus Rouvillei P. de Loriol. Pomelia DelgadoiP. de Loriol. Pseudodiadema interjechim P. de Loriol. Trochodiadema abramense P. de Loriol. Cidaris Leenhardti P. de Loriol. Anfedon Aimerai P. de Loriol.
Les cinq espèces suivantes appartiennent aux mers actuelles
Ophidiaster Ludwigi P. de Loriol, des côtes du Pérou.
Linckia unifascialis Gray, de Célébès.
Ophiocnemis Colteaui P. de Loriol, de Libéria.
Ophiocnemis venusta P. de Loriol, de Sing-apore.
Eiirijate Slnderi P. de Loriol, de Sing-apore.
Antedon Dôderleini P. de Loriol, du Japon.
Hemipedina Mairei p. de Loriol 1900.
PI. 7. Fig. 9.
DIMENSIONS
Diamètre . . ; 21"""
Hauteur, par rapport au diamètre 0,48
Test rotulaire, déprimé au milieu, en dessus et en dessous, renflé au pourtour.
Zones porifères droites, composées de paires de pores petits, rapprochés dans chaque paire, mais séparés par un petit gra- nule; elles sont directement superposées à la face supérieure, un peu multipliées près du péristome.
Aires ambulacraires très étroites. Elles portent deux séries de quinze tubercules fort petits, perforés, non crénelés, écartés, graduellement affaiblis à la face supérieure, où ils n'ont bientôt plus que l'apparence de simples granules très serrés. Une série de granules inégaux serpente au milieu de Taire, et l'espace qui sépare les tubercules est occupé par quelques petits granules semblables.
ECHINODERMES 57
Aires interambulacraires fort larges, ayant au moins trois fois la largeur des aires ambulacraires. Elles sont pourvues de deux rangées de onze tubercules lisses et perforés, beaucoup plus forts et plus saillants que ceux des aires ambulacraires, se déve- loppant très graduellement depuis le péristome jusqu'à l'appa- reil apical, de sorte que le dernier est très saillant et l'est même plus que tous les autres. Cette forte saillie est due, non au mame- lon, mais à la base élevée, conique, qui le supporte. Il résulte de cette disposition que la face supérieure a une apparence tuber- culeuse remarquable. Comme les séries de tubercules sont rap- procliées des zones porifères, la zone miliaire est fort large; elle a deux séries de tubercules secondaires semblables à ceux des aires ambulacraires, très écartés, et graduellement développés, ils disparaissent un peu au-dessus de l'ambitus. Une rangée de tubercules secondaires plus petits, mais néanmoins distinctement mamelonnés et perforés, borde les zones porifères. Tout l'espace intermédiaire est occupé par des granules écartés, saillants et inégaux; le milieu de l'aire, au sonmiet, n'est ni déprimé, ni libéré de granules.
Appareil apical inconnu; l'espace qu'il occupait a un diamètre égal à 0,29 du diamètre total.
Péristome relativement fort petit, point enfoncé, assez profon- dément entaillé; son diamètre égale 0,33 du diamètre total.
Rapports et différences. Cette espèce est remarquable par sa forme rotulaire, la petitesse relative de son péristome, le grand nombre et la forte saillie de ses tubercules interambula- craires, l'aspect particulièrement tuberculeux de sa face supé- rieure. Ces caractères la distinguent de V Hemipedina aspera Desor, de VHem. Chalmasi Cotteau, de VHem. elegans Desor, de VHem.Nodoti Cotteau, dont elle est voisine sous certains rapports.
L 0 c a 1 i t é. Sous l'Espérance, près Belfort.
Collection. V. Maire, à Gray.
58 p. DE LOEIOL
ToxASTER CoLLEGNii Sismonda.
PI. 6. Fig. 1.
SYNONYMIE
Toxaster Collegnii Sismonda, 1843, Siigli Echini foss. del Contado di JSizza^
p. 21, pi. L fig. 9-11. Toxaster micrasteriformis A Gras, 1852. Oursins foss. de l'Isère, p. 60,
p). 4, tig. 0-6. Echinospatafius Collegnii d'Orbigny, 1853. Paléont. franr. T. crétacés t. VI,
p. 169, pi. 846. Echinospatagas Leymeriei Cotteau, 1856, in Cotteau et Leymerie. Calai.
des Echin. foss. des Pyrénées, Bull. soc. géol. de France, 2^ série,
t. XIII, p. 348. Toxaster Brunneri Mérian, 1857, in Desor. Synopsis, p. 354, pi. XL, fig. 2-4. Echinospatagus Leymeriei Cotteau, 1863. Echinides des Pyrénées, p. 53. Echinospatagus Collegnii P. de Loriol, 1873. Echinologie helvétique, H,
période crétacée, p. 350, pi. XXX, fig. 1-5. ■Hypsaster Collegnii Pomei, 1883. Gênera des Echinides vivants et fossiles,
p. 43. Echinospatagus Collegnii Lambert, 1895. Monographie du G. Micraster,
p. 156.
J'ai été amené à m'occiiper de nouveau de cette espèce bien connue par l'examen d'un exemplaire très remarquable, obligeam- ment communiqué par M. le professeur Fr. Leenhaedt. Il Ta recueilli à la Clape (Aude), dans l'étage aptien.
Voici ses dimensions :
Longueur 46"'"'
Largeur, par rapport à la longueur 0,93
Hauteur ». « 0.72
La face supérieure est singulièrement élevée et renflée. La hauteur des exemplaires recueillis en Suisse peut varier entre 0,62 et 0,65 de la longueur; celle du type ded'ORBiGNYestdeO,66; celle de 0,72 est donc un extrême qui, je le crois, a été rarement atteint. Du reste les caractères spécifiques de cet individu sont
ECHINODERMES 59
ceux que ron attribue généralement au Toxasfer CoUegnii, avec les légères modifications suivantes. Le sillon antérieur, très peu creusé à partir du sommet, s'efface presque complètement vers le milieu de la hauteur et ne produit qu'une légère inflexion sur le bord antérieur. L'ambulacre impair est très court, il arrive à peine à la moitié de la hauteur: les ambulacres pairs sont relativement peu creusés. La face postérieure est assez largement, et presque verticalement tronquée. L'appareil apical est presque centraL légèrement excentrique en arrière.
C'est, à n'en pas douter, un exemplaire semblable à celui-ci qui a servi de type à Cotteau pour son Echinospatagus leyme- riamis, dont voici la diagnose : « Espèce oblongue, épaisse, ren- flée, arrondie en avant, subtronquée en arrière. Sommet excen- trique en avant. Aire ambulacraire impaire placée dans un sillon apparent seulement à la face supérieure, qui entame à peine le pourtour du test. Aires ambulacraires postérieures très courtes. La Clape. » Dans l'exemplaire ici décrit le sommet est presque central, mais pas excentrique en avant, c'est la seule différence ; or ce caractère peut varier, dans certaines limites^ dans l'espèce. Cotteau a recomiu plus tard {Echinides foss. des Pi/rénées, loc. cit.) que VEchin. Leymeriei devait être « une va- riété plus allongée, plus grosse et plus renflée de VEcli. CoUegnii avec lequel on le trouve associé. La Clape. Rare. » Depuis lors cette manière de voir a été généralement adoptée, et avec raison, car on ne saurait trouver dans l'individu décrit aucun caractère de quelque importance permettant de le séparer spécifiquement du T. CoUegnii, bien qu'au premier abord sa face supérieure si élevée et si renflée, ainsi que son sillon antérieur si faiblement creusé, semblent devoir l'éloigner des exemplaires typiques.
Je suis heureux de pouvoir donner quelques détails supplé- mentaires sur cette intéressante variété qui n'a jamais été figurée. Elle est rare; M. Leenhakdt, dans ses recherches, n'a trouvé à la Clape que ce seul individu, du moins si nettement caractérisé,
60 p. DE LORIOL
parmi les nombreux Tox. CoUegnii qu'il a récoltés dans cette lo- c alité.
POMEL estimait que le T. CoUegnii devait rentrer dans son genre Hypsaster à cause de -ses ambulacres déprimés, mais il s'en éloigne par de nombreux caractères, ainsi que M. Lambert {Micraster, loc. cit.) l'a déjà montré, et rien ne s'oppose à ce qu'il soit maintenu dans le genre Toxaster; la dépression des ambu- lacres est, parfois, bien faible, et je l'observe presque aussi pro- noncée dans certains individus du Toxaster com])lanatus. C'est là, du reste, un caractère qui, pris isolément, me paraît n'avoir qu'une très faible importance comme caractère générique.
Localité. La Clape (Aude). Etage aptien.
Collection. M. le prof. Fr. Leenhardt, à Moutauban.
HOLASTER Perezii Sisuionda.
PI. 6. Fig. 2.
SYNONYMIE
Holasfer Perezii Sismonda, 1843. Mem. sugli Echin. foss. del Contado di Nizza, p. II, pi. J, tig. 1-3.
Holaster bisulcatus A. Gras, 1848. Descr. des Oin'sins fossiles de l'Isère, p. 62, pi. IV, Pig. 7-8.
Holaster Perezii d'Orbigny, 1833. Paléontolof/ie française. Terrains cré- tacés, t. Yl, p. 86, pi. DCGCXIII, fig. 1-7.
— Desor, 18o8. Synopsis des Echinides fossiles, p. 336, pi. XXXVHI, fig. 3-4.
— P. de Loriol. 1873. Echinologie helvétique. Terr. crétacés, p. 32o,
pi. XXVlI, fig. 6-8.
— Quenstedt, 1874. Petref. Kunde Deutschlands, Echiniden, p. 621, pi. LXXXVI, fig 26-27.
Je n'ai donné en synonymie que les citations accompagnées de figures venues à ma connaissance. Le Cardiader Ferezii Wright {Monogr. hrit. crét. Echinod., pi. LXYIII, fig. 2) me paraît fort douteux. Peut-être la figure donnée par Quenstedt d'un
ECHINODERMES 61
individu d'Escragnolles, représente-t-elle un H. Brongniarti, sa face supérieure n'est pas figurée.
DIMENSIONS
Longueur âS^m à 35'""»
Largeur, par rapport à la longueur 0,96 cà 0,97
Epaisseur » « 0,77
Au premier abord, en examinant les échantillons dont il est ici question, j'ai cru avoir à faire avec une espèce nouvelle, mais j'ai fini par reconnaître que, en réalité, il n'était pas possible de les séparer de VHolaster Perezii, dont on peut les envisager comme constituant une variété présentant de l'intérêt. Ces indi- vidus différeraient de ceux que l'on envisage ordinairement comme tj^ies de VU. Perezii par leur forme plus large, plus ar- rondie, moins rétrécie en arrière, leur appareil apical un peu plus central, leur sillon antérieur moins profond, connnençant plus loin du sommet. Une légère carène marque le milieu de l'aire interambulacraire postérieure impaire; la face postérieure est verticale, avec une area sous-anale large et creusée. Or, en com- parant ces individus avec une série d'exemplaires de VH. Pere- zii, provenant de la Perte du Rhône et du gault des Alpes, et avec les figures de l'espèce qui ont été données, je retrouve tou- tes les modifications que je viens d'indiquer. Ainsi on peut re- cueillir ensemble des exemplaires avec un large sillon commen- çant au sommet apical, profond, fortement caréné sur les bords, entamant profondément le pourtour, et d'autres dans lesquels ce sillon est bien plus faible et ne s'approfondit que très près du bord, sans être nettement caréné sur ses côtés; dans les uns le sonnnet ambulacraire est très excentrique en avant, dans d'autres il l'est à peine; la plupart sont très rétrécis en arrière, d'autres le sont moins; les uns sont carénés en arrière, d'autres pas ; enfin, dans les uns, le péristome est plus enfoncé que dans les autres. Toutes ces diverses modifications se relient entre elles
62 p. DE LORIOL
par des passages certains et, sans beaucoup de peine, on peut faire rentrer dans leur série les exemplaires d'Uzès que j'ai ici en vue.
Il est certain, ainsi que je Tai écrit précédemment {EcMnol. helr., loc. cit.), que, si l'on place, à côté l'une de l'autre, la figure donnée par Sismonda et celle du type de VHoL hisuîcatus A. Gras, on a delà peine à croire qu'elles représentent une même espèce, mais la comparaison d'échantillons un peu nombreux montre qu'il en est réellement ainsi. Il est vrai que la figure donnée par Sis- ]\I0XDA est certainement mauvaise, car il dit positivement, dans sa diagnose : « sulco antico lato, ad warr/inem profundo » et le dessin ne traduit point ce caractère; je n'ai, du reste, vu aucun exemplaire des environs de Mce. UHoIaster Brouf/niarti Hébert, est certainement très voisin, mais, généralement, son sillon anté- rieur est très peu marqué, et très court sur la face supérieure, tout en échancrant profondément le bord ; son ensemble est plus déprimé, son péristome moins enfoncé, ainsi que j'ai pu m'en assurer par l'examen de très bons exemplaires de Clar; toute- fois, avec ces individus bien typiques, il s'en trouve d'autres, dont le sillon antérieur ressemble beaucoup à celui d'un Holaster Pe- re.di bien caractérisé. Peut-être la comparaison d'une série nom- breuse d'échantillons permettrait-elle de réunir VH. Brongniarti h VH. Perezii, cela ne me paraît point impossible.
Localité. Malaigue, près Uzès. Vraconnien,
Collection. M. le prof. F. Leexhardï, à Montauban.
Epiaster Leenhardti p. de Loriol 1900.
PI. (i. Fi-, a.
DIMENSIONS
Longueur. 23"^'" à 29'»'"
Lar{?eur, pnr rn|i|)oi't à lii longur'ur . . • 0.91 à 0,9ti
Epaisseur » » 0,65
ECHINODERMES 63
Test arrondi, mais toujours un peu plus large que long, ar- rondi et un peu écliancré en avant, rétréci en arrière, tronqué presque verticalement sur la face postérieure. Face supérieure convexe, mais déprimée, uniformément et graduellement déclive en avant, relevée en carène mousse dans l'aire interamhula- craire postérieure impaire. Pourtour très arrondi. Face infé- rieure convexe, assez renflée sur le plastron.
Appareil apical très excentric^ue en arrière, situé aux ^7i"o de la longueur, un peu enfoncé. Quatre pores génitaux aux quatre coins d'un carré ; la plaque madréporique ne dépasse pas les deux postérieures. L'apex se trouve un peu en arrière.
Ambulacre impair logé dans un sillon étroit et assez profond dès le sommet, lequel s'élargit ensuite, sans s'approfondir beau- coup, et écliancre le bord antérieur largement, mais peu profon- dément; les zones porifères sont droites; je compte 25 paires de pores dans chaque zone du plus grand exemplaire ; les pores sont allongés et disposés en circonflexe. Ambulacres pairs antérieurs relativement peu divergents, et dirigés en avant, élargis et un peu arqués vers l'extrémité, peu profondément excavés. Zones porifères larges, un peu moins que l'espace interporifère ; je compte 36 paires de pores par zone au maximum. Ambulacres postérieurs pairs plus courts de moitié que les antérieurs, ar- rondis, creusés. Les aires interambulacraires font une saillie assez forte autour de l'appareil apical.
Péristome enfoncé, relativement assez éloigné du bord.
Périprocte petit, ovale, acuminé aux deux extrémités, ouvert au sommet de la face postérieure.
Tubercules assez écartés sur la face supérieure, plus abon- dants sur le pourtour antérieur, serrés sur le plastron. Toute la surface est, en outre, couverte d'un chagrin très fin et très serré.
On ne distingue aucune trace de fascioles; comme, sur plu- sieurs des exemplaires que j'ai examinés, l'état de conservation
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de la surface du test est très bon, on ne manquerait pas de cons- tater leur présence éventuelle.
Rapports et différences. L'espèce a le faciès d'un Hemiaster, mais l'absence certaine de fasciole péripétale la fait rentrer dans le genre Epiaster. Son sommet ambulacraire très excentrique en arrière, et la très grande inégalité des ambulacres pairs, la font aisément distinguer de la plupart des autres Epias- ter et, en particulier, de V Epiaster distinctiis Agassiz. Elle dif- fère de V Epiaster Gueranqeri Cotteau, plus voisin, par sa forme moins large et moins rétrécie en arrière, par ses ambulacres pairs moins divergents, son sillon antérieur écliancrant un peu plus le pourtour, son péristome plus éloigné du bord. Dans V Epiaster Murchisoni (Mantell) Lambert, l'ensemble est plus arrondi, et beaucoup plus renflé, le sillon antérieur est bien plus large et plus profond, les ambulacres antérieurs pairs sont plus divergents. Elle n'est pas à confondre avec V Epiaster ricordean us (d'Orbigny) Cotteau.
Localité. Malaigue, près Uzès. Vraconnien.
C 0 1 1 e c t i 0 n. M. le prof. Leexhardt, à Montauban.
Catopygus Rouvillei p. de Loriol 1900.
PI. 6. Fip:. 4 et 5.
DIMENSIONS
Longueur 20mm ^ 25mm
Largeur, par rapport à la longueur 0,80 à 0,82
Epaisseur » » 0,51 à 0,5o
Test ovale, allongé, arrondi en avant, très graduellement et faiblement élargi jusqu'aux deux tiers postérieurs, environ, de la longueur, puis graduellement rétréci, à partir de ce point, jus- qu'à l'area anale; la région postérieure a, ainsi, une forme sub- rostrée. Face supérieure déprimée, uiiifoi'mément convexe, sans
ECHINODERMES 65
être aucunement renflée, légèrement relevée au-dessus du péri- procte par une saillie qui protège ce dernier. Face inférieure presque i)lane, légèrement déprimée aux environs du péristome. Pourtour arrondi.
Appareil apical excentric^ue en avant, situé aux 40 7» de la longueur; je ne distingue pas les pores génitaux.
Ambulacres tout à fait à fleur du test. L'antérieur impair est un peu plus étroit, mais aussi long que les antérieurs pairs. Ces derniers sont très divergents, à peine resserrés à leur extrémité ; leurs zones porifères sont plus étroites que l'espace interporifère. Les postérieurs sont semblables, mais un peu plus allongés et moins divergents.
Péristome pentagonal, très petit, excentrique en avant; le flos- celle est peu accusé, cependant bien distinct.
Périprocte également très petit, ouvert au sonnnet d'une area anale étroite et creusée, qui tronque verticalement la face pos- térieure.
Les tubercules ne sont pas distincts.
Rapports et différences. Je connais cinq exemplaires ap- partenant à cette espèce qui ressemble au CatopygiisEhratii d'Or- bigny, mais s'en distingue par sa face supérieure plus déprimée, uniformément convexe, nullement conique ou gibbeuse, par sa forme plus rétrécie en arrière, son péristome et son appareil api- cal moins excentriques en arrière. Il est certainement très voi- sin du Catop. prestensis P. de Loriol, dont j'ai plusieurs exem- plaires sous les yeux ; je crois cependant devoir le distinguer à cause de sa forme constamment plus étroite en avant, bien moins élargie en arrière et plus rétrécie vers le bord postérieur: sa face inférieure est tout à fait plane, sans dépression appréciable au- tour du péristome. Le Catopygus Switensls Desor est plus al- longé, plus régulièrement ovale ; sa face supérieure est un peu re- levée sur la ligne médiane qui parait en forme de toit ; le sommet
Rev. Suisse de Zool., T. 8. 1900. 5
66 . p. DE LORIOL
ambulacraire est un peu plus excentrique en avant ; la face infé- rieure est tout à fait plane.
Localité. Malaigue, près Uzès. Yraconnien.
Collection. M. le prof. Leenhakdt, à Montauban.
Genre Pomelia P. de Loriol 1900.
Test ovale, arrondi, convexe sur la face supérieure, aplati sur la face inférieure.
Ambulacres égaux entre eux, l'antérieur impair semblable aux autres; ils sont allongés, lancéolés, non fermés à l'extrémité. Pores conjugués.
Péristome excentrique en avant, arrondi, entouré d"un floscelle très accusé.
Périprocte allongé verticalement, ouvert sur la face posté- rieure.
Tubercules scrobiculés, très fins ; une bande postérieure mé- diane, granuleuse, sans tubercules, produit sur la face inférieure une sorte de faux plastron.
R a p p 0 r t s e t d i f f é r e n c e s. Les caractères généraux des Pomelia sont ceux des Faujasia; ils en diffèrent par leur péri- procte longitudinal, et non transverse, ouvert sur la face posté- rieure de manière à l'échancrer, et non inframarginal, par leurs ambulacres non fermés à l'extrémité, et par la présence d'une bande médiane postérieure, simplement granuleuse, sur la face inférieure.
Une seule espèce du crétacé supérieur du Portugal.
Je suis heureux de dédier ce genre intéressant à Pomel dont les beaux travaux ont fait faire des progrès importants à la pa- léontologie et, en particulier, à l'étude des Echinides.
ECHINODERMES 67
POMELIA Delgadoi P. de Loriol 1900. 1»1. 6. Fig. 6 à 8.
DIMENSIONS
"Longueur 17mm à 2'i"i'"
Largeur, par rapport à la longueur 1,00
Hauteur » » 0,50 à 0,53
Test aussi large que long, arrondi en avant, graduellement élargi jusqu'aux deux tiers environ de sa longueur, puis rapide- ment rétréci avec un rostre postérieur assez nettement accusé. Face supérieure presque uniformément convexe, assez élevée, mais nullement conique ; un léger renflement marque Taire inter- uml)ulaire inqiaire. Face inférieure presque plane, légèrement déprimée autour du péristome, et assez sensiblement renflée sur le faux plastron.
Appareil apical subcentral, légèrement excentrique en avant, correspondant avec l'apex; quatre pores génitaux, les postérieurs sont beaucoup plus écartés que les antérieurs.
Ambulacres légèrement costulés, étroits, lancéolés, allongés, pétaloïdes, effilés, mais non fermés à leur extrémité, sensiblement égaux entre eux; l'antérieur impair légèrement plus étroit que les autres. L'aire interporifère a environ trois fois la largeur de Tune des zones porifères.
Péristome excentrique en avant, circulaire, très petit, entouré d'un floscelle très accentué; les bourrelets sont très saillants; les phyllodes, étroits et profondément creusés entre les bourrelets, s'étalent ensuite largement en forme de fer de lance ; les paires de pores sont, relativement, enfoncées.
Périprocte petit, étroit, allongé verticalement, ouvert sur la face inférieure qu'il échancre légèrement.
Les tubercules de la face supérieure sont fort petits, scrobi- culés, à peu près invisibles sans le secours de la loupe, assez
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écartés, homogènes ; à la face inférieure ils sont semblables, mais
I
plus serrés vers le pourtour; ils s'écartent beaucoup et devien- nent plus apparents et plus profondément scrobiculés au voisi- nage du péristome. Toute la surface entre les tubercules est cou- verte d'une granulation microscopique. Une bande étroite, allant du péristome au périprocte, sorte de faux pfestron, est couverte seulement de granules particuliers, très serrés, d'une finesse extrême. Cette bande tranche fortement avec la région voisine qui est couverte de tubercules scrobiculés, et elle se rapproche de la bande granuleuse des Cassididus.
Localité. Azinhaga de Pinhal de Laura (Mira). Portugal. Etage sénonien.
Collection. Direction des travaux géologiques à Lisbonne.
PSEUDODIADEMA INTERJECTUM P. de Loriol,
PI. 7. Fig. 10.
SYNONYMIE
Pseudodiadema iiiterjectum P. de Loriol, 1887. Descr. des Echinides créta- cù/ues du Portugal, Recueil d'études paléontologiqu es sur ta faune cré~ tacique du Portugal. Vol. II, Fasc. I, p. 29, pi. V, fig. 7.
DI.ME.\S10NS
Diamètre 14'»'" à 33'""^
Hauteur, par rapport au diamèlre .■ 0,48 à 0,52
Test circulaire, peu élevé, renflé au pourtour; la face infé- rieure est convexe autour du péristome qui est peu enfoncé.
Zones porifères droites, un peu déprimées à la face supé- rieure ; les paires de pores sont très régulièrement superposées de la base au sommet.
Aires ambulacraires égalant en largeur la moitié des airej^ interaml)ulacraires, ou à peu près, légèrement déprimées au mi-
ECHINODERMES 69
lieu sur la face supérieure. Elles portent deux rangées de seize à dix-sept tubercules très finement crénelés et ])erforés; le mamelon est, relativement, très petit, mais la base ({ui le sup- porte est assez saillante; à l'ambitus les scrobicules sont, relati- vement, bien développés, et confluents. A la face supérieure les tubercules diminuent très fortement et assez brusquement. Tout l'espace entre les tubercules est couvert de granules fins, serrés, <et homogènes. Les plaques ambulacraires sont composées de trois plaques primaires dont la médiane est fortement resserrée, au milieu, sur le tubercule.
Aires interambulacraires larges, avec deux séries de tuber- cules semblables à ceux des aires ambulacraires, un ])eu plus développés à l'ambitus, diminuant rapidement comme eux à la face supérieure ; on en compte quinze par série. Vers le sommet le milieu de la zone miliaire est assez profondément déprimé et lisse; cette dépression est accentuée dans l'exemplaire impar- fait qui m'avait servi de tjpe, et j'avais cru remarquer qu'une légère saillie du test supportait chacune des séries de tubercules. Un nouvel examen de cet individu m'a montré que j'avais été trompé par une apparence, et je ne trouve rien de semblable sur les exemplaires très bien conservés que je décris maintenant. A la face inférieure on remarque un espace lisse ayant l'apparence -d'un large sillon très peu profond qui longe chaque côté de l'aire, et correspond à une entaille péristomale. Sauf ces espaces Hsses toute la surface est couverte de granules très fins, très serrés et homogènes. Il n'y a point de tubercules secondaires, c'est à peine si l'on remarque, à la face inférieure, quelques granules un peu plus volumineux que les autres.
Appareil apical détruit ; l'espace qu'il occupait est assez grand, et se prolonge d'une manière très marquée dans l'aire interambulacraire impaire.
Péristome petit, peu enfoncé, circulaire, ses dix entailles sont lieu profondes.
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Rapports et différences. Ainsi qiiejeviens de le dire, lors- que j'ai établi l'espèce je n'avais qirmi seul individu incomplet, et dans un état de conservation médiocre; il m'avait paru cepen- dant assez intéressant pour ne pas être négligé. Récennnent M. Choffat m'a communiqué quelques exemplaires, en parfait état, qui appartiennent certainement à la même espèce, et per- mettent de la faire connaître d'une manière complète, et de rec- tifier une erreur que je commettais en croyant que les séries de tubercules étaient supportées par une légère carène. Son exis- tence comme espèce très différente des autres est encore plus apparente, maintenant qu'elle est bien connue.
Localité. Canal Alcanède, Portugal. Cénomanien.
Collection. Direction des Travaux géologiques, à Lisbonne.
Genre Trochodiadema P. de Loriol 1900.
Test rotulaire.
Appareil apical inconnu ; l'espace qu'il occupait est fort res- treint.
Zones porifères droites, à fleur du test. Pores disposés par simples paires très régulièrement superposées du sommet à la base ; à la face inférieure, non seulement les paires de pores ne se uuiltiplient point, mais, au contraire, elles s'écartent notable- ment.
Plaques ambulacraires composées de trois plaques prinuxires portant chacune une paire de pores.
Tubercules petits, faiblement mamelonnés, i)erforés et créne- lés, rapidement affaiblis à la face supérieure.
Péristome étroit, nnnii d'entailles assez longues et étroites.
Rapports et d i f f é r e n c e s. L'espèce pour laquelle j'ai cru devoir établir une coupe nouvelle se rapproche certainement beaucouj) des Fseudodiadema avec deux rangées de tubercules.
ECHINODERMES 7 1
interainbulacraires (Tiarella Poinel) ; elle en diffère cependant par sa forme si nettement rotulaire, ses paires de pores espacées à la face inférieure, nullement dédoublées près du péristome le- quel est singulièrement étroit. L'aspect général de l'espèce est assez différent de celui ([esyrMsPsendodiadeniaitom'quon se de- mande, d'emblée, si l'on a réellement affaire avec une espèce de ce genre, quoique les caractères généraux soient les mêmes. La création d'un genre nouveau pour la classer me paraît justifiée, d'autant plus que je ne vois guère de passages à citer. Il est fort possible, du reste, qu'on en trouvera, et que le nouveau genre pourra être supprimé sans inconvénient. Par contre, les passages qui existent entre les Pseudodiadema n'ayant que deux rangées de tubercules dans les aires interambulacraires, et ceux qui en ont quatre; entre ceux qui n'ont que de petits tubercules secon- daires et ceux ([ui n'en ont point, etc., sont si évidents que la valeur des genres qui ont été établis uniquement sur ces soi-di- sant caractères, me parait des plus i)roblématiques.
TRornoDiADEMA ABRAMENSE P. de Loriol 1900.
PI. 7. Fig. 7 et 8.
DIMENSIONS
Diamètre 9"'"' à 17™™
Hauteur, par rapport au diamètre 0,50 à 0,63
Test rotulaire, renflé au pourtour, convexe sur la face supé- rieure et sur la face inférieure.
Zones porifères parfaitement rectilignes, à fleur du test. Po- res disposés par paires simples, très régulièrement superposées, notablement plus écartées à la face inférieure, nullement multi- pliées près du péristome.
Aires ambulacraires larges, à peu près aussi larges (jue la moitié des aires interambulacraires. Elles portent deux séries de tubercules peu développés, faiblement mamelonnés, crénelés et
'^ p. DE LOEIOL
tiiiemeiit perforés. Au-dessus de l'ambitus ils diminuent brusque- ment et fortement, s'écartent, et n'ont plus que l'apparence de gros granules. Toute la surface, en dehors des tubercules, est couverte d'une granulation extrêmement fine, dense et homo- gène. Les plaques ambulacraires se composent de trois plaques primaires dont la médiane est fortement resserrée au milieu sur le tubercule. On compte environ 15 tubercules par série.
Aires interambulacraires avec deux séries de tubercules sem- blables à ceux des aires ambulacraires, sans être plus développés à l'ambitus; comme eux ils diminuent brusquement et très forte- ment à la face supérieure, n'ayant plus que l'apparence de gros granules. Tout le reste de la surface est occupé par une granu- lation analogue h celle des aires ambulacraires.
Péristome à peine enfoncé, très petit; son diamètre ne dépasse pas 0,30 du diamètre de l'oursin. Les entailles péristomales sont étroites et assez profondes.
Dçs individus jeunes, de 10 mm. de diamètre seulement, pré- sentent les mêmes caractères généraux que les adultes, seulement les tubercules sont beaucoup moins nombreux, on n'en compte que huit par série dans les aires ambulacraires, six à sept dans les séries des aires interambulacraires. et ils diminuent moins rapidement vers le sommet.
Localités. Signal d'Abram(Alcarède). Alcantara. Mon Santo (Alcarède). Portugal. Etage turonien.
Collection. Direction des travaux géologiques à Lisbonne. CiDARis Leenhardti P. de Loriol, 1900.
PI. 7. F\g. 1 à ().
DiMKNsiONS (Hadioles).
Longueur du plus long fragment 48'"'"
Diamètre du même 3 »
Diiimètre du plus petit ' 2 »
ECHINODEEMES 73
Radioles cylindriques, grêles, atteignant probablement une assez grande longueur sans que l'épaisseur de la tige diminue sensiblement. Celle-ci, dans plusieurs des exemplaires que j'ai sous les yeux, est armée d'épines comprimées, aiguës, souvent très allongées, éparses, plus ou moins nombreuses ; la surface in- termédiaire est lisse ou bien, plus rarement, parsemée de petites aspérités presque invisibles à l'œil nu entre lesquelles on distingue des stries longitudinales d'une finesse extrême. Dans d'autres fragments, les épines sont inégales ; quelques-unes, assez longues, se montrent vers là, base ; les autres, bien plus courtes, ont une tendance à s'aligner. Elles sont bien plus petites et forment des séries régulières sur une partie au moins de la surface de quel- ques autres tiges. Sur onze fragments de radioles que j'ai sous les yeux, il n'en est pas deux dont l'ornementation soit identique, mais on peut observer tous les passages entre les types que j'ai indiqués; il est fort probable que les tiges, ayant une longueur assez considérable, n'étaient pas partout ornées de la même manière. Aucun de ces radioles n'étant complet, on ne sait com- ment ils se terminaient.
Collerette courte, striée, limitée par un bourrelet à peine sen- sible. Bouton court; anneau saillant; la facette articulaire est usée.
Rapports et différences. Les radioles que je viens de décrire sont certainement très voisins de ceux auxquels Cotteau a donné le nom de Cldarisftjxin ir/era et qui proviennent du néocomien d'Escragnolles. Ils s'en distinguent cependant par leurs épines ai'rivant à une longueur bien plus forte, et, souvent, très réguliè- rement sériées, tandis que les petites aspérités qui garnissent parfois leurs intervalles ne le sont jamais; les stries de la sur- face sont d'une finesse extrême et nullement granuleuses. D'au- tres différences apparaîtraient peut-être si l'on connaissait des radioles entiers des deux espèces, et le bouton bien complet du
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Cid. Leenha nUi : je n'observe aucun radiole à tige fusiforme, sem- blable à celui que Cotteau a figuré comme appartenant au Cidaris spiiiifjera. En attendant de plus amples informations et la décou- verte des tests auxquels ces deux types de radioles appartiennent, il me paraît nécessaire de les rapporter à deux espèces; la diffé- rence de niveau considérable de leurs gisements respectifs peut encore entrer indirectement en ligne de compte en faveur de cette manière de voir, (^uant aux radioles du Cidaris KiUarri Cotteau, du Cidaris lineolata Cotteau, du Cidaris mamarosensis P. de Loriol, qui présentent certaines analogies, ils ne sauraient être confondus avec ceux que je viens de décrire.
Localité. Gargas, près Apt (Vau cluse) dans des couches im- médiatement supérieures au niveau de V AcantJioceras MiUeti.
Collection. M. le professeur Leenhardt, à Montauban. Antedox Almerai p. de Loriol, 1900.
PI. 8. Fig.o.
DIMENSIONS
Diamètre du calice sur les premières radiales i'iinn>
Hauteur du calice, avec les premières radiales seulement, par rap- port à son diamètre <',64
Calice de grande taille, pentagonal, déprimé. Sa cavité, dont l'orifice, sur les premières radiales, a un diamètre de 0,70 du diamètre total, est relativement peu in'ofonde, évasée, et exacte- ment pentagonale. La surface de ses parois est comme burinée par des petits sillons perpendiculaires, irréguliers, rapprochés,, dont les intervalles paraissent, çà et là, comme inégalement gra- nuleux. Chacun des cinq angles est marqué par un sillon corres- pondant à la suture des premières radiales ; il est assez large court, n'arrivant point au fond, mais aboutissant d'abord à une petite cavité peu ])rofonde, puis à un bourrelet arrondi, ru- gueux, et un ])('ii tuberculeux. Ces cinq bourrelets interradiaux,
ECHINODERMES 75
assez peu apparents, séparés par un petit creux, forment le fond de la cavité calicinale: ils appartiennent aux pièces radiales^ et ce ne sont point des pièces séparées.
Pièce centrodorsale presque circulaire, peu élevée, inoins haute que les premières radiales en face desquelles son bord ventral est plus ou moins profondément éch ancré ou onduleux; ses faces latérales ne sont pas limitées par des angles. Sa face dorsale est convexe, mais faiblement, avec une légère dépression centrale ; elle est couverte de petits sillons peu profonds et irré- guliers et de petites cavités, peu profondes ou même presque superlicielles, irrégulièrement disposées. Les facettes articulaires des cirres sont grandes, circulaires, relativement profondes, au nondîre de trois sur chaque face, disposées sur une série hori- zontale un peu irrégulière, avec une ou deux surnuméraires en face de deux des angles du pentagone radial; en somme, sur l'exemplaire décrit, j'en compte dix-neuf.
L'extrémité de deux des pièces basales apparaît en dehors comme une légère saillie.
Premières pièces radiales peu élevées, presque deux fois aussi larges que hautes; leur bord externe est arrondi, couvert de petits granules et assez saillant pour qu'elles fussent bien visi- bles, en dehors, lorsque le calice était complet; leur bord est assez irrégulier; ou bien il fait, au milieu, une forte saillie mé- diane échancrant la pièce centrodorsale, ou bien il est lui-même échancré par la facette articulaire d'un cirre. Facettes articu- laires assez obliques à l'axe du calice pour être entièrement visibles d'en haut ; elles sont divisées à peu près en deux parties égales par le bourrelet qui est notablement élargi au milieu, du côté interne, pour l'oritice du canal. Impression du ligament élastique longue, étroite et profonde, la fossette médiane est profonde et allongée ; impressions du ligament interarticulaire triangulaires, allongées, profondes à leur extrémité interne, sé- parées par une côte des impressions musculaires ; celles-ci sont
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grandes, ovales, superficielles, séparées par une écliancrure pro- fonde.
Rapports et différences. Je ne connais qu'un seul indi- vidu, mais il est très bien conservé. Lors même que l'arrange- ment des cirres sur une seule ligne horizontale et le peu de hauteur de la pièce centrodorsale, rappellent le calice des Acfi- ftometra, l'ensemble des caractères de celui-ci me parait rendre plus probable son classement dans le genre Antedrm. Il se rapproche du calice de l'espèce que j'ai décrite sous le nom (ï Actinometra vagnasensis (Pal. fravc. T. jurassiques t. XL IL p. 538) qui avait été indiqué connue provenant des couches jurassiques, mais qui, en réalité, se montre dans l'étage aptien; il s'en distingue cependant par sa pièce centrodorsale convexe sur sa face dorsale, et non entièrement plate, accidentée et non lisse, ni débordée au pourtour par les facettes articulaires des cirres, puis par ses faces latérales non verticales, par ses cirres disposés plus irrégulièrement et, enfin, par sa cavité calicinale plus profonde et moins étalée.
Sous le nom de I)ecamerof< rkordeanns, d'Orbigny a men- tionné dans le Prodrome (t. II. p. 121) une espèce de Tap- tien de (Turgy (Yonne) dont VArdedou Aimerai est certainement voisin ; elle n'est connue que par la phrase suivante du Prodrome : « Magnifique es))èce, dont le calice est déprimé, granuleux en dessous, à deux rangées de ranmles. Gurgy. » Grâce à la grande obligeance de M. Peron, j'ai pu examiner le calice d'une espèce de Gurgy qui me parait être certainement le Becameros ricor- deanus d'Orb., elle appartient suivant toute probabilité au genre Adinometra. Le diamètre de sa pièce centrodorsale est de 1()"^"> . elle est très déprimée, très largement troncpiée sur sa face dor- sale qui a presque le mémo diamètre et qui est tout à fait plate, ses côtés latéraux sont i)resque verticaux. Les cirres sont dis- posés sur une rangée horizontale et çà et là sur deux ; je conq)te
ECHINODERMKS li
27 facettes articulaires. La liauteur du calice, avec les pre- mières pièces radiales, n'est ipie de 8""", la largeur de ces der- nières égale trois fois leur hauteur; la cavité de l'aimeau radial est très peu profonde et très évasée. La surface de Texeniplaire est malheureusement fruste, de sorte que bien des détails ne peu- vent être appréciés. Les caractères que je viens d'indi(iuer mon- trent que l'espèce de Catalogne est certainement distincte. Par contre, je ne suis point éloigné de croire ({ue mon AcUnometra vagnasensis est peut-être la même espèce que le Becam. ricor- deanus; toutefois je ne connais pas encore assez bien ce dernier pour pouvoir l' affirmer définitivement ; la forme est sensiblement la même. Mon ami, M. Schlumberger, qui a bien voulu me rendre le service d'examiner au jVIuseum de Paris le type du Deca- meros ricordeanus, d'Orb., en vue de cette comparaison, a eu la même inq)ression. Je n'ai pas indiqué ce rapprochement possible dans ma description de l'espèce, parce que la simple mention de d'Orbigny, dans le Prodrome, ne pouvait pas me le faire supposer. Quant à l'autre espèce; de l'aptien de Cxurgy, Decameros depres- S'iis, indiquée par d'Orbigny dans le Prodrome en ces mots : « Es- pèce à trois rangées de ranniles, à surface inférieure moins large » (que le Dec. depressus), je ne la connais que par cette mention, mais M. Ch. Schlumberger a eu également l'obligeance d'exa- miner le type conservé au Muséum de Paris et de m'en envoyer un croquis. D'après ses renseignements, ce caHce est plus déprimé que celui du Bec. ricordeanus, avec des pièces radiales moins élevées, deux rangées horizontales de cirres très rapprochés, avec une facette supplémentaire çà et là marquant la troisième rangée indiquée par d'Orbigxy; le nombre total de ses cirres serait de 33. h'Antedon Aimerai est donc certainement très différent du Bec. depressus, d'Orb.
Localité. Environs de Barcelone. Etage aptien.
C 0 1 1 e c t i 0 n. M. J. Almera.
78 p. DE LORIOL
Ophidiaster Ludwigi p. de Loriol. 1900
PI. 8. Fig. 1.
DIMENSIONS
r =: 9'"'". R = 40"''™. R = 4.i r.
Diamètre des bras à leur base .[[mm
Hauteur des bras à leur base 8 )>
Disque peu étendu, convexe, composé de plaques arrondies, très peu saillantes, vaguement disposées en cercle autour de deux ou trois autres centrales.
Cinq bras arrondis, relativement courts, épais et obtus; lar- ges à la base, ils se rétrécissent très graduellement jusqu'à l'ex- trémité qui se termine en pointe obtuse. Une très petite plaque supère lisse, ou chargée de 1 à 3 petits tubercules, sans granules, se trouve à l'extrémité du sillon ambulacraire. On compte sept rangées de plaques squelettiques principales, dont cinq sur la face dorsale, et une bordant la face ventrale de chaque côté. Ces plaques paraissent, sur la surface, oblongues, transverses, ser- rées, peu renflées; elles sont, relativement, peu apparentes, et elles forment des séries régulières jusqu'aux deux tiers environ de la longueur; à partir de là, elles sont assez indistinctes jusqu'à l'ex- trémité du bras. Ces séries sont séparées ])ar des séries d'aires pori- fères parallèles assez indistinctement limitées dans des dépres- sions à peine sensibles. On compte, dans chacune, 18 à 20 pores noyés dans les granules. Une série d'aires porifères borde, sur la face ventrale, la dernière série de plaques, elles sont encore moins limitées et contiennent 1 5 à 1 (i pores seulement. Sur le disque les pores forment de nombreux petits groupes qui en contieinient 7 à 8. Toute la surface est couverte de granules arrondis ou })ris- niatiques relativement très fins, inégaux, accompagnés de quel- ques verrues microscopiques; ceux qui recouvrent le disque sont un j)eu plus voluuiineux que ceux des plac^ues des bras; ceux qui
ECHINODERxMES 79
garnissent les aires porifères sont les plus délicats. Sur la face ventrale les granules paraissent un peu plus écartés et un peu plus développés.
Sillon ambulacraire étroit ; il est horde par une série unique de piijuants courts, serrés, comprimés, aplatis et tronqués à l'ex- trémité; un certain nombre d'entre eux, sans alternance régu- lière, sont de moitié plus étroits que les autres, mais de même longueur; aucun granule ne les sépare dans l'intérieur du sillon, ils sont serrés les uns contre les autres. Une bande granuleuse, très étroite, sépare cette rangée interne de la rangée des piquants externes; ceux-ci sont plus longs et plus épais, coniques, acu- minés, écartés; on en comptf^ un environ pour trois internes; ils sont très apparents et à peu près de même longueur sur toute la ligne.
Orifice anal tout à fait central.
Plaque madréporique arrondie, tout à fait à fleur de la gra- nulation, couverte de sillons fins et très tortueux.
De rares pédicellaires en salière se montrent sur la face ven- trale ; ils sont très clairsemés sur le tiers inférieur des bras environ, et autour du péristome; leur longueur égale environ le diamètre de trois granules. On n'en voit aucun sur le reste de la longueur des bras ni sur la face dorsale ; la cavité de leurs alvéo- les est très étroite, et la barre transversale est relativement large.
Couleur brun violacé, les aires porifères plus claires, et la face ventrale jaune pâle.
Rapports et d i f f é r e n c e s. L'espèce qui me parait la plus voisine est V Opliidiaster Agassizl Perrier, dont j'ai pu examiner un exemplaire de Juan Fernandez obligeamment communiqué par le Musée de Berlin. UOph. Ludwigi s'en distingue par ses pi(j[uants ambulacraires internes plus longs, plus aplatis, plus carrément tronqués à l'extrémité, qui ne sont point séparés par des granules et qui ne portent aucun petit piquant sur leur face
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interne, en dedans du sillon ; puis par les piquants de la série externe plus écartés, moins nombreux, plus acuminés, plus rap- prochés de la série interne: par la rareté de ses pédicellaires en salière, si abondants au contraire dans l'O. Agasslzi, dont chaque aire porifère en contient de 3 à 8, soit sur la face ven- trale, soit sur la face dorsale; enfin par ses bras plus larges à la base, relativement plus grêles, et bien plus courts relative- ment au diamètre du disque, puisque R = 4,4r, au lieu de R = 7r dans l'O. Agassizi.
Localité. Pérou.
Ma collection.
Phataria unifascialis Gray.
SYNONYMIE
Linckia unifascialis Gray, 1840. A Synopsis of tlie gênera and species of the
class Hi/postoma (Asterias Linné). Aanals and Magazine of. nat. hist.
Série 1 v. YI, p. 283. Linckia bifascialis Gray, 1840. Annals and Magazine of nat. hist. Série
1 V. Vf, p. 285. Ophidiaster suturalis Muller et Troschel, 1842. System der Aster iden, p. 30. Ophidiaster (Linckia) unifascialis Lïitken, 1864. Krit. Beinœrk. om fors-
kjelliye Sostjerner Vidensk. Meddel. fra d. naturh. Forening i Kjôbenhav.
1864. fLinckia suturai i s v.M&vlenfi, 1865. Ueber ostasiatische Echinod. Arch. fiir
naturg. 32" Jahrg., p. 85. Linckia (Phataria) unifascialis Gray, 1866. Synopsis of the Spec. of Starfsh,
p. 14. Linckia (Phataria) bifascialis Gray, 1866. Synopsis of the Spec. of Starfish,
p. 14. Linckia unifascialis Verrill, 1866. Notes on radiata. Trans. Connect. Acad.
I, p. 285. Linckia unifascialis Perrier, 1875. Revision des Stellérides du Muséum,
p. 154 (voir la synonymie). Phataria unifascialis Sladen, 1889. Hrporls of the Challenger Exp. Aste-
roidea, p. 786.
ECHINODERMES 81
J'ai pu examiner un exemplaire très bien caractérisé de cette espèce (unlfascialis) qui a été rai)porté cette année de l'île de Célébès par M. Schneider tils. Jusqu'ici elle paraissait spéciale à la côte Ouest de rAméricpie (Acapulco, etc.). Cependant v.Mar- TENS (loc. cit.) dit qu'un exemplaire du Musée de Leyde, dé- terminé comme Ophklkister suturaUs, provient de la baie d'Ata- pupu dans l'île de Timor ; il ajoute que cet individu est « bleu comme Lluckia miUaris, mais avec des bras plus larges, peut être variété de cette espèce, du moins d'après l'exemplaire ainsi nommé. » L'exactitude de cette détermination peut inspirer des doutes, car les deux espèces sont bien distinctes.
Ophiocnemis venusta r. de Loriol, 1900.
PI. 8. Fig. 2 et 3.
DIMENSIONS
Diamètre du disque 6™™ à 7'"'"
Longueur des bras 4 fois le diani. du disque
Disque circulaire; au centre de sa face dorsale des plaques très petites, serrées, inégales, ovales ou arrondies forment un groupe assez compact.
Plaques radiales très grandes, assez épaisses, et couvertes d'un chagrin d'une finesse extrême avec un groupe de très petits tu- bercules (visibles seulement avec la loupe) près de leur extrémité externe; leur forme est celle d'un triangle inéquilatéral dont le petit côté, un peu évidé, borde le pourtour; leurs angles sont ar- rondis. Ces plaques occupent presque toute la surface du disque ; elles sont séparées, dans chaque paire, par un espace étroit cou- vert de quelques plaques très petites. D'autres plaques un peu plus grandes que ces dernières, plus allongées et plus nombreuses, occupent les espaces interbrachiaux qui sont très étroits ; toutes ces petites plaques ne sont visibles que sur les exemplaires qui ont été desséchés, et il arrive parfois que, même dans cet état, elles sont indistinctes, se trouvant comme novées dans le derme.
Rev. Suisse de Zool., T. 8. 1900. 6
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La face ventrale du disque est renflée dans les espaces inter- brarliiaux: le derme paraît lisse, mais il est, en réalité, couvert d"écailles microscopiques. Ecailles génitales relativement très grandes et très finement denticulées sur leur bord externe.
Plaques buccales de faible dimension, un peu trapézoides. Plaques buccales latérales plus allongées en travers et plus étroites; elles sont contiguës et s'appuyent sur les mâchoires. Celles-ci sont robustes et laissent entre elles une vacuole très étroite. Papilles dentaires nombreuses, serrées, disposées en ovale à l'extrémité interne des mâchoires.
Cinq bras assez robustes, relativement courts; leur longueur atteint environ 4 fois le diamètre du disque. Les plaques brachia- les ventrales ne sont pas tout à fait contiguës, mais séparées par un espace membraneux; la première est subquadrangu- laire, les autres sont plus larges que hautes, très rétrécies sur leur bord proximal, élargies et rectilignes sur leur bord distal; toutes paraissent comme divisées en deux par un sillon superfi- ciel : leur surface est lisse mais parait comme légèrement ridée. Plaques brachiales dorsales quadrangulaires, légèrement con- vexes, environ deux fois et demi plus larges que hautes, rectilignes sur leur bord proximal et sur leur bord distal; leurs sutures sont très serrées et à peine distinctes; elles sont couvertes de gra- nules nombreux, très petits, mais saillants, irrégulièrement dis- posés, isolés ou, aussi, soudés en petites côtes formant comme des dessins hiérogi^^ihiques; ils ne se distinguent bien que sur les exemplaires desséchés. Les plaques latérales, assez grandes, n'empiètent nullement sur les i)laques ventrales ni sur les dor- sales ; elles portent sur leur crête cinq piquants courts, trapus, cylindrifpies. dont le pi'emier doi'sal est très court, les deux sui- vants sont deux fois plus longs, le dernier ventral est extrême- ment court; celui-ci et Tavant-dernier portent deux ou trois aiguillons crochus, les autres sont très finement striés en long et très délicatement échinulés duii seul côté. \ùi htngueur du plus
KflIlNODÉRMES 83
long- de ces piquants égale à peine la largeur du bras. Je ne dis- tingue qu'une seule écaille tentaculaire extrêmement petite.
La face dorsale du disque et des bras est blanche, avec de nombreux points noirs, très marqués, qui se groupent en anneaux assez réguliers sur les bras, et forment aussi, parfois, de petits groupes sur le disque. Ces points se retrouvent sur la face ven- trale du disque, mais celle des bras est tantôt tout à fait blan- che, ainsi que les piquants, tantôt marquée également de petits points noirs.
Rapports et différences. Les exemplaires que je viens fie décrire, bien que de petite taille, paraissent avoir atteint tout leur développement. Je ne connais aucune espèce à laquelle ils l)ourraient être attribués. Ils présentent les caractères assignés au genre Ophlocnemls, bien voisin des Oiolnotlirlr, mais ils ne sauraient être rapportés à la seule espèce du genre à moi connue, V Opliiocnemis marmorafa ^luller et Troschel dont on connaît l'état jeune. L,juxgmann l'a décrit sous le nom à^ Oplùothru- dy- peata, d'après des individus provenant de Shigapore, comme ceux dont je nfoccupe ici. Son type (regardé par Ly:max comme étant certainement un Oplùocnemis marmorafa jeune), est un peu plus petit, le disque a 5 nnn. de diamètre. Il diffère tout à fait de VOph. venusta, par ses pièces buccales triangulaires, ses plaques brachiales ventrales octogones, ses plaques brachiales dorsales convexes sur le bord aboral, et dépourvues des granules si caractéristiques que j'ai mentionnés, enfin par ses pi(|uants latéraux au nombre de 3 ou 4, dont le médian égale deux des articles des bras. Lors même que VOpli. dypeata ne serait pas le jeune de Y Ophiocnemis marmorata, ce qui est tout à fait im- })robable, les mêmes caractères que je viens d'indiquer peuvent servir à distinguer au premier coup d'œil VOph. venusta de Tadulte de l'espèce, c'est-à-dire de TO^;//. marmorata. Dans les descriptions qui ont été données de ce dernier par Muller et
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Troschel \ LûTKEN ^ Martin Duncan ^, Dôderlein *, je ne trouve, en particulier, aucune mention de la granulation si carac- téristi(iue de ses bras ; les écailles des bandes interradiales de la face dorsale de son disque forment une sorte de granulation beaucoup plus dense et plus régulière que dans VO. venusfa; je viens d'indiquer les autres caractères différentiels.
h' Ophiocnemis venusta peut être envisagé, avec VOphioma^a mœrens Kœhler, connue formant un passage entre le type du genre OpMocnemis et celui du genre Ophlomaza, mais il me pa- raît plus naturel de le rapporter au premier.
Localité. Singapore. Recueilli par M. Schneider fils.
Je connais six exemplaires qui ne varient entre eux que par de légères différences de coloris, et par le nombre plus ou moins grand des petites plaques ou granules disposés en bandes sur la face dorsale du disque.
Ophiocnemis Cotteaui p. de Loriol, 1900.
PI. 7. Fig. 2.
DIMENSIONS
Diamètre du disque 3"^'" à 5 °i"»
Diamètre des bras à la base A'/a **
Longueur approximative desbras dans le plusgrand exemplaire 25 "
Disque circulaire, légèrement évidé sur le bord des aires inter- radiales, un peu renflé sur sa face dorsale.
Plaques radiales très grandes, absolument nues; elles ont la forme d'un triangle inéquilatéral dont le petit côté est à peu près parallèle au pourtour; une bande étroite de granules extrêmement
' MûLLER et Troschel, 1842, System der Asteriden, p. 87.
2 LûïKEN 1869. Addit. ad hist. Ophitirid. III, p. 21.
' Martin Duncan, 1887. Onthe Oph., ofthe.Mergui Areh. Linn. Soc. Journal, Zool. t. 21, p. 103.
* Dôderlein, 1889. Die Echinod. v. Ceylan v. Sarasin ges. Zool. Jahrbuchcr, t. III, ]^. 8.33, pi. XXXII, fig. 6.
■ ECHINODERMES 85
fins et serrés les sépare dans chaque paire; une bande plus large de granules semblables occupe les aires interradiales, et le pourtour en est de même revêtu. Ces granules, ou petites plaques, sont arrondis, ou un peu allongés, avec le sommet entièrement uni, sans soies ni aiguillons; ils ne sont nullement sériés.
Plaques buccales relativement grandes, trapézoïdes, plus lar- ges que hautes. Plaques buccales latérales étroites, allongées, appliquées contre les deux côtés du trapèze. Les papilles den- taires sont nombreuses, sériées et disposées en ovale à l'extré- mité des mâchoires.
Cinq bras relativement assez larges et robustes, je ne puis ap- précier exactement leur longueur ; on ne peut dérouler ceux de l'exemplaire chez lequel ils sont le mieux conservés, mais je puis apprécier qu'ils ont. pour le moins, cinq fois le diamètre du disque. Plaques brachiales dorsales environ deux fois plus larges que hautes, élargies et convexes sur leur bord distal, ti'ès rétré- €ies sur leur bord proximal, qui est droit, les côtés sont recti- ligneset obhques. Les plaques ventrales ont une forme analogue, mais elles sont plus rectangulaires, moins rétrécies sur le bord proximal, et aussi hautes que larges, ou peu s'en faut, les trois €u quatre premières sont même un peu plus hautes que larges; leur bord distal est légèrement excavé; ces plaques sont séparées par un étroit espace membraneux. Les plaques latérales sont re- lativement grandes et saillantes; elles empiètent sur les plaques dorsales et sur les ventrales. Les piquants latéraux sont au nom- bre de quatre ou cinq par plaque ; le premier et le dernier sont très petits, les autres ont à peu près la longueur de deux ou de trois articles dorsaux ; ils sont renflés à la base en forme de bou- ton cylindrique, légèrement aciculés en approchant de l'extré- mité qui est obtuse, très finement striés en long mais à peine échinulés. Toutes les plaques brachiales sont parfaitement lisses. Une papille tentaculaire très petite.
La couleur du disque est un rose très clair, celle des bandes
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graiiuleiises d'un blanc jainiàtre. la face dorsale des bras est vert-brun très foncé, les piquants rose violacé foncé, non annelés; de distance en distance, une ou deux plaques sont plus claires: la face ventrale des bras est d'un blanc jaunâtre. Un exemplaire est de couleur très pâle partout.
Rapports et différences. L'espèce que je viens de dé- crire présente tous les caractères du genre Opliiocnemis. Elle se distingue de X Opliiocnemis marmorafa Lanick, par la forme de ses plaques radiales, ainsi que par celle de ses plaques bracbiales dor- sales et ventrales. Dans les adultes de cette dernière espèce, les plaques brachiales dorsales seraient six fois plus larges que hautes d'après Muller et Troschel, quatre fois suivant M. Lutken et Martin Duncan ; elles le sont trois fois sur la figure donnée par DôDERLEiN ; par contre, les plaques ventrales sont généralement indiquées comme étant deux fois aussi larges que hautes. Dans les jeunes individus, qui seraient représentés par VOjjMothri.L- clypeata, Ljungmann, les plaques brachiales dorsales seraient deux fois aussi larges que longues, les ventrales, octogones, plus larges que longues; la description de ces jeunes, en général, ne paraît pas pouvoir convenir aux individus cj[ue je décris ici, dont la dimension est semblable. Je ne connais aucune espèce A^Opliio- thrix avec laquelle celle-ci pourrait être comparée.
Localité. J'ai sous les yeux quatre exemplaires qui m'ont été doiniés par mon ami si regretté G. Cotteau; il les tenait d'un voyageur qui les avait recueillis sur la côte de Libéria. L'espèce vit sur les Gorgones.
EuRYALE Studeri P. de Loriol, 19U0.
PI. 8. Fio:. 4. PI. 9. Fig\ 1.
SYNONYMIE
Aslrophiilon asjjcruniWïxWtv tiTro^^çheX. I8i;i. Sijslt'm der Asteriden, p. 124. Aslroplujlon nsperum Lyraan, 1877. Modf of forthitif/ amonf/ Astrophi/lon^ Proceed. Boston Soc. of nat. hist. vol. XIX, p. 6, pi. VI.
ECIilNODERMES 87
Eurynie aspeid Th. Studei-, 1884. Verzeichniss der m'ihrend der Reise der Gazelle f/i's. Asteriden, \). o3, pi. Y, tig. 10. Abh. der Berliner Akad. 188'k
Eurf/ale aspcra Lyman, 1882. Report of ihe Voijar/e of Ihe ChaUenfpT, Ophiuroidea, p. 266, pi. XXXV, li^. 1-16, pi. XIV, iig. 6-9.
Dl.MENSlONS
(adultes)
Diamètre total du disque i^O"»'"
Diamètre de la face inférieure 1 7 »
Longueur des côtes radiales 9 »
Diamètre moyen des bras avant la première bifurcation . . . •. o »
Longueur très approximative d'un bras 121 »
Distance de l'extrémité des pièces radiales à l'angle de la première
bifurcation des bras 6 à S »
Disque peiitagonal, ou plutôt décagonal, à peine légèrement concave sur les côtés, déprimé au centre sur sa face dorsale, plane sur sa face ventrale.
Côtes radiales au nombre de dix, relativement peu saillantes, arrondies, étroites, inégales, très graduellement élargies à par- tir de leur sommet qui se trouve tout près du centre du disque ; elles se terminent, sur le bord du disque, par une troncature concave et oblique, de 2 mm. de diamètre. Dans chaque paire les deux côtes s'écartent graduellement l'une de l'autre, mais iné- galement, étant bien plus rapprochées dans les unes que dans les autres. Sur chaque côte se trouvent, vers leur extrémité externe, deux ou trois tubercules cylindriques, allongés, tronqués au sommet, de 1 'A à 2 mm. de longueur; une partie de leur hau- teur, à la base, nettement limitée, est recouverte de granules bien séparés ; le reste apparaît à la loupe finement strié, le som- met est plus finement granuleux que la base. Uii ou deux tuber- cules semblables, mais bien plus petits, se \ oient encore en arrière.
Le tégument qui recouvre toute la surface du disque est mince
88 p. DE LORIOL
et paraît lisse sur la face dorsale, mais, avec un fort grossisse- ment, on voit qu'il est couvert d'une granulation d'une finesse extrême, qui devient plus grossière et plus nette vers l'extrémité des côtes radiales. Sur la face ventrale, la granulation, toujours invisible à l'œil nu, se montre un peu plus distincte, plus serrée et plus homogène.
Le péristome forme une étoile à cinq rayons. Chacun des an- gles buccaux se termine par une dent pointue qui forme la base d'une série verticale de six dents dont les cinq autres sont un peu plus longues et plus obtuses. Les fentes buccales sont cour- tes ; sur leur bord, de chaque côté, se trouve une série de 2 à 4 papilles buccales coniques et très petites ; une seconde série de papilles semblables, plus petites, et un peu plus nombreuses, se voit encore dans l'intérieur du péristome. Au sommet des angles buccaux, appuyé sur la dent, se trouve un faisceau de très petites papilles, ou plutôt de granules allongés, qui paraissent jouer le rôle de papilles dentaires.
Toute l'aire interbrachiale est occupée par une grande plaque buccale subcarrée dont les angles sont tronqués ; elle est parta- gée par un sillon médian superficiel; contre elle viennent s'ap- puyer les deux pièces qui constituent les mâchoires.
Les fentes génitales s'ouvrent au-dessous d'une plaque oblon- gue qui est entièrement recouverte par le tégument, et dont le bord est très finement granuleux avec un groupe de petits tuber- cules allongés du côté interne.
Au milieu de chaque espace interbrachial se trouve une plaque madréporique extrêmement petite placée contre le bord de la plaque buccale; elle a l'apparence d'un tubercule minuscule fendu au sommet.
Pores tentaculaires bien ouverts, au fond d'une légère dépres- sion. Dans les deux premières paires, sur le discpie, ils sont tout à fait nus, mais chacun des suivants est protégé par deux papilles coniques, robustes, assez longues, portées par les plaques latéra-
ECHINODERMES 89
les des bras qui font saillie, et forment, de chaque côté de la face ventrale des bras, une série très régulière et bien appa- rente. Vers l'extrémité des rameaux très déliés de dernière di- vision, ces papilles se transforment en crochet avec un aiguillon terminal et, parfois, deux autres latéraux plus petits.
Cinq bras quadrangulaires partent du disque. Leur pre- mière division a lieu du septième au neuvième article, à partir de leur origine sur la face ventrale du disque; elle donne naissance à deux branches principales qui se continuent distinctes jusqu'à leur extrémité, en émettant des rameaux latéraux, régulièrement alternes, tantôt à droite tantôt à gauche, à des distances qui varient entre cinq et huit articles. Ces rameaux de second ordre, dont je compte une douzaine, au moins, émettent encore trois à cinq rameaux alternes de troisième ordre, qui se subdivisent en plusieurs ramules extrêmement délicates et ténues qui, selon l'expression de Lyman, ressemblent à une mousse qui entourerait l'ensemble de l'animal. La face ventrale des bras et de leurs ra- mifications est tout à fait plate. Les plaques ventrales sont peti- tes, écartées, subquadrangulaires, marquées de deux ou trois sillons longitudniaux ; les plaques latérales, portant les papilles tentaculaires, sont oblongues, allongées, saillantes ; elles se con- tinuent par deux séries de 5 à 6 petites plaques sur la face laté- rale des bras qui est verticale. Sur la face dorsale le tégument est partout uniforme, et rien ne marque la suture des articles ; il porte de nombreux tubercules allongés, cylindriques, tronqués au sommet, délicatement granuleux sur les premières bifurca- tions, puis un peu échinulés sur les rameaux qui approchent de l'extrémité; souvent le sommet est un peu élargi, épaissi en bou- ton faiblement accusé. Leur base est comme enveloppée d'une gaine granuleuse. Ces tubercules, semblables à ceux que portent les côtes radiales, sont plus ou moins serrés, et disposés, ordi- nairement, deux à deux, l'un d'un côté, l'autre de l'autre, en for- mant deux séries presque régulières ; ils se continuent, identi-
90 p. DE LORIOL
qiies, jusqu'à Textrémité des bras, mais, peu à peu, ils deviennent de plus en plus rares. La surface est couverte, partout, de gra- nules homogènes, serrés, d'une finesse extrême; seuls ceux qui se trouvent à la base des tubercules sont un peu plus grossiers que les autres.
Couleur brune, plus foncée sur la face dorsale du disque, plus pâle sur sa face ventrale.
Jeunes. Dans un jeune individu, dont le disque a 7 mm. de diamètre, les côtes radiales sont entièrement cachées par le derme, on distingue seulement le tubercule qui termine chacune d'elles à la naissance des bras. La longueur totale de ceux-ci est de 43 mm. ; ils bifurquent, pour la première fois, au septième article; chacune des deux branches émet sept rameaux de second ordre, chacun de ceux-ci en émet trois ou quatre de troisième ordre, qui se bifuripient, ou se trifurquent encore. Les plaques ventrales paraissent former, sous le derme, une saillie trans- verse. Les tubercules sont très allongés, exactement identiques à ceux des adultes; comme dans ceux-ci, ils forment, à partir du disque, deux séries régulières de chaque côté de la face dorsale des bras, et se continuent, identiques, jusque tout près de leur extrémité, en devenant de plus en plus rares. Les papilles tenta- culaires sont identiques à celles des adultes.
Dans des individus encore beaucoup plus jeunes, dont le disque n'a que 2 mm. de diamètre, les bras ont une longueur de 10 à 12 nnn., ils se bifurquent, après sept articles, mais ces articles sont, relativement, plus longs que dans les adultes, car la lon- gueur de ces sept articles est de 4 V^ mm., près de la moitié de la longueur totale du liras. Le derme est recouvert d'une granula- tion relativement grossière ; un ou deux tubercules, semblables à ceux des adultes, se trouvent sur la face dorsale, avant la pre- mière bifurcation. Les papilles tentaculaires sont disposées exac- tement comme dans les adultes. La face dorsale du disque est très enfoncée au milieu; on ne distingue pas de côtes radiales,.
ECHIXODERMES 9 1
elles sont remplacées par cinq éniinences à la base des bras, dont chacune porte de deux à trois tubercules. Les fentes buccales pa- raissent très larges, les papilles buccales sont relativement lon- gues.
Rapports et différences. Il me parait bien difficile de rapporter les exemplaires (pie je viens de décrire à VEiiryale m- pera Lamarck, malgré les nombreux caractères qui les rap- prochent. Le type de Lamarck est l'exemplaire de Seba lîguré par LiNCK ' ; cette figure a été reproduite par Seba, et par l'i^- ajdopédie niéthodiqne. Elle représente un exemplaire dont le disque a 23 mm. de diamètre et dont les bras robustesse divisent en deux branches émettant chacune cinq ou, au plus, six rameaux alternes, dont chacun n'est que peu subdivisé ; les divisions ex- trêmes sont, relativement, peu noml)reuses, et robustes, ne res- semblant point à cette, « mousse » délicate qui semble entourer Tensemble dans l'individu que j'ai décrit. De plus, ces bras sont couverts d'ardillons aigus qui paraissent non sériés, et l'extrémité des côtes radiales ne porte aucun tubercule. Le texte de Linck dit : « scuto striato pulvinato, ramis nodosis et frequentibus denticulis asperis. » Lamarck s'exprime ainsi, au sujet de VEur. aspera: « Cette espèce est comme les précédentes (Euryale verrucosum et Euryale costatum), à rayons dichotomes très ramifiés, cirrheux; mais ces rayons sont moins finement divisés, et sont hérissés de dents et de tubercules aculéiformes ». Cette figure de Linck et ces courtes diagnoses ne correspondent pas aux individus que j'ai décrits, ni au point de vue des ramifications des bras qui seraient bien moins divisés et plus robustes, ni à celui des caractères des tubercules, qui auraient Taspect {['ardillons aigus et non de cy- lindres tronqués au sommet. Si l'on compare la figure de Linck à celle donnée par Lyman pour représenter la division complète
' Astrophyton scutatum, III. Linck, 1733. De Stellis Marinis, p. 66, pi. XX, DO 34.
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des bras de l'espèce qu'il rapporte à r^?i>'_^a/e aspem^, il est im- possible de ne pas se dire que ces deux figures indiquent des ca- ractères qui ne peuvent se rapporter au même animal, lors même que celle de Linck serait un peu défectueuse.
Les caractères donnés par Grube ^ de son Astropliyton laevi- pelîe, c'est-à-dire un ensemble robuste (kràftig), des bras dont les divisions sont conformes à celles de l'exemplaire figuré par Linck, et des tubercules tout à fait conifpies sans renflement terminal, autoriseraient à croire que cet individu appartient réellement à VFjuryale aspera t3q3ique. Lyman {Challenger) le fait entrer dans sa synonymie.
L'exemplaire décrit par Mûller et Troschel, qui se trouve au Muséum de Paris, se rapproche beaucoup de ceux dont il s'agit ici; il n'est pas question, dans cette description, de la di- vision des bras, il est seulement dit qu'ils sont quadrangulaires et pourvus de deux séries de tubercules cylindriques, renflés au sommet (geknopft) qui est échinulé. Mon exemplaire diffère en ce que la face ventrale du disque n'est pas « grob gekôrnt » et que les tubercules ne sont pas précisément renflés à l'extrémité, mais plutôt tronqués, souvent élargis; ceux des rameaux ap- prochant de l'extrémité seuls sont échinulés; en tous cas les tu- bercules de l'exemplaire de Mûller et Troschel ne sauraient ressembler aux ardillons aigus de l'individu figuré par LixCK, type de VEuryale aspera.
Ces diverses considérations m'amènent à reconnaître deux es- pèces, confondues jusqu'ici sous le nom de EuryaJe aspera, et à donner un nom à celle dont il est question ; à cette dernière se rapporteraient celle de Mûller et Troschel, celle qui a été figurée par Lyman en 1877, et probablement, celle dont un jeune
' Euryaïp aspera Lyman, 1877. Mode of forking atnong Astrophytons. Boston Soc. of natural hist., vol. XIX, }). 6, ])1. VI.
■■' Asirophyton laevipelle Guube, 1867. 45" Jahresbericht der Schlosischcii Ge- sellschaft, fiir 1867, p. 44.
ECHINODERMES 93
a été figuré par M. Tii. Stitder • ; à propos de ce dernier, je fe- rai seulement remarquer que, dans les jeunes de mon espèce, à peu près du même diamètre (7 mm. au lieu de 8), les tubercules se montrent sur la face dorsale des bras dès leur origine.
liYMAN {Voyage of the Challenger, pi. XXXV) donne de nom- breuses figures des diverses parties du squelette de son Euryale aspera, elles se rapportent fort bien à mes exemplaires; les tu- bercules des premières bifurcations des bras ont la môme forme que ceux de ces derniers, mais ceux qui se trouvent sur les ra- meaux voisins de l'extrémité sont bien plus profondément échi- nulés, tout en ayant la même forme ; il doit y avoir, sur ce point- là, quelques variations individuelles. L'espèce envisagée ici par Lyman, comme étant V Euryale aspera, est la même que celle dont il a figuré les bifurcations, c'est-à-dire VE. Studeri,
JJEuryale aspera se trouve mentionnée dans de nombreux ouvrages, mais ce ne sont que des citations nominales qui ne peuvent rien laisser présumer au sujet de l'espèce à laquelle elles se rapportent. Je ne connais pas d'autres figures que celles que j'ai indiquées.
Localité. Singapore. Individus recueillis par M. Schneider fils.
Antedon Dôderleini p. de Loriol, 1900.
PI. 9. Fig. 2.
DIMENSrONS
Diamètre du disque environ e"*™
Longueur des bras 120 à 1.30 »
Pièce centrodorsale assez épaisse, pentagonale ; la région libre de sa face dorsale n'a que 2 mm. de diamètre et elle est couverte
^ Euryale aspera Th. Stoder, 1884. Verz, der wàhrend der JReise der Gazelle ges. Asteriden, p. 53, pi. V, lîg. 10.
1)4 p. DE LORIOL
■ de petits granules saillants. Cirres très délicats, de Va à V* Mm. de diamètre, et de 20 à 25 mm. de longueur, irrégulièrement dis- X)Osés; j'en compte 34. Ils sont composés de 32 à 35 articles cylindriques, point comprimés, lisses, plus longs que larges, s'ar- ticulant exactement bout à bout sans projection; les derniers sont un peu cunéiformes en dedans. L'article terminal a la forme d'un crochet pointu et porte une très petite épine.
Disque entaillé, nu.
Les pièces radiales sont tout à fait lisses ; la première est très mince, à peine visible; la seconde est rectangulaire, beaucoup plus large que haute, convexe en dehors, contiguë à la voisine sur ses bords latéraux; la troisième, axillaire, est, relativement, peu élevée, bien plus large que haute, libre sur ses bords laté- raux qui sont un peu aplatis ; elle est unie à la seconde par une articulation.
Vingt bras très longs, très grêles, très flexibles, élégants, avec des pinnules assez longues et délicates ; ils sont toiit à fait lisses.
Le nombre des bras est niégal dans chaque rayon.
L'un des rayons a deux séries de deux distichales, et une sé- rie i)almaire dans chacune des deux branches, donc six bras.
Le suivant n'a qu'une série distichale et une série palmaire, donc quatre bras.
Le troisième rayon a deux séries distichales et point de séries palmaires, donc quatre bras.
Le quatrième aune série distichale et point de palmaires, donc trois bras.
Le cinquième a une série distichale et une série palmaire, donc trois bras seulement, mais l'une des facettes articulaires de la troisièuie radiale porte un article normal, sur lequel se trouve un petit article axillaire (pii n'a pas le tiers du diamètre du pre- mier et porte deux bras avortés de 8 nmi. de long, dont l'un a un article axillaire donnant naissance à deux bras encore bien ])lus courts; ils possèdent des i)innules minuscules.
ECHINODERMES 95
Les séiies disticliales et les séries ])aliiiaires sont de deux ar- ticleSj unis par une articulation.
Ijes articles brachiaux sont fortement convexes, tout à fait lisses, alternativement, régulièrement, et uniformément amincis sur Tun des côtés. Les deux premiers sont légèrement aplatis la- téralement: le second porte une pinmile un peu rigide, longue, singulièrement effilée, avec une quinzaine d'articles grêles, beau- coup plus longs que larges et cylindricpies; elle a 8 à 9 nnn. de longueur. La seconde pinnule a, au moins, 15 mm. de longueur, elle est plus épaisse avec environ 28 articles cylindriques, au moins deux fois aussi longs que larges; les premiers sont plus courts et prismatiques. La troisième pinnule a à peu près la même longueur, avec environ 25 articles. La quatrième pinnule ira que L8 articles. Il y a une pinnule sur le troisième article brachial. Les pinnules diminuent ensuite de longueur, restant tou- jours très grêles et délicates; vers le milieu des bras elles ont environ 10 mm. de longueur, et un demi-millimètre d'épaisseur seulement, avec environ 18 articles plus longs que larges, dont le terminal est un crochet recourbé ; ces articles s'articulent bout à bout sans aucune saillie.
Je compte environ 19 syzygies brachiales dont la première se trouve sur le troisième article, ou, aussi, sur le quatrième ; la se- conde 7 à 12 articles plus loin; les autres sont séparées par 5, 7, 8, 9 articles; on observe parfois deux articles de suite avec syzy-
Couleur brun foncé dans l'alcool.
Rapports et différences. L'Antedou Doderhim diffère des espèces du « Palmata group » qui ]n'ésentent des caractères généraux identiques, tels que: une piiniule sur la troisième bra- chiale, des cirres sans épines, des séries palmaires, et les bras libres au nombre de 20 seulement, par les caractères de ses quatre premières pinnules, dont la première seulement présente
96 p. DE LORIOL
une faible rigidité, par ses articles brachiaux courts et unifor- mément réguliers, par ses longs bras élégants et très flexibles, par la délicatesse de ses pinnules, par sa pièce centrodorsale très petite et granuleuse, et par la délicatesse de ses cirres.
Localité. Kagoshima (Japon), localité certaine.
SUR UN CHONDRACANTHIDE NOUVEAU
PARASITE DR
Clinus argentatus Riss
PAR
G. VANEY et A. CONTE
Avec la planche 10.
Nous avons trouvé parmi de nombreux Clinus (m/entatus Riss. récoltés dans la rade de Toulon, des individus i)arasités par un Copépode nouveau de la famille des Cliondracanthides. Ce para- site vit dans la cavité branchiale de Thôte ; vu à travers les pièces operculaires, il apparaît comme une tache rouge orangée. Nous n'avons jamais trouvé qu'un seul parasite dans une cavité branchiale; mais, sur un même hôte, le plus souvent, les deux cavités sont parasitées. Si l'on soulève les pièces operculaires, on aperçoit le parasite, l'extrémité antérieure tournée en avant et fortement fixé sur les branchies. C'est une masse à contours irréguliers, avec deux grands lobes latéraux et deux sacs ovigères postérieurs très développés. En Tenlevant, on trouve en des- sous, un mâle pygmée généralement libre, ])lacé au fond de la ca- vité branchiale du Poisson,
Bescriptlon de la Femelle. La femelle (tig, 1 et T ) est beau-
Rev. Suisse de Zool, T. 8. 1900. 7
98 C. VANEY ET A. CONTE
coup plus large que longue. La plus grande largeur est de 4 mm. 2 environ et sa longueur de 2 mm. 8. Ony distingue nettement trois régions : la tête, le thorax et l'abdomen.
lia tête, tout entière bien visible en examinant le Copépodepar la face ventrale, a la forme d'un trapèze, dont la plus grande base tournée en avant délimite la région frontale et se développe latéralement en deux mamelons arrondis, ayant tout à fait l'ap- parence de globes oculaires. Son extrémité antérieure, légère- ment arquée, porte la première paire d'antennes.
Celles-ci sont insérées sur les côtes du bord frontal et dans son prolongement. Ce sont des appendices filiformes (iig. 6) com- posés de cinq articles, les trois derniers sensiblement égaux, l'article terminal seul portant à son extrémité quelques rares poils très courts, le second article plus gros est presque égal à l'ensemble des trois derniers.
En arrière et s'insérant tout à fait ventralement vient la deuxième paire d'antemies. Celles-ci (tig. 7) sont très modifiées ; à leur base elles sont munies de forts prolongements cliitineux servant à l'insertion des muscles. Leur extrémité libre présente une surface légèrement aplatie, au centre de laquelle s'insère un muscle pouvant la déprimer et la faire fonctionner comme ven- touse.
L'ouverture buccale est entourée d'un certain nombre de piè- ces (fig. 8). Elle est surmontée en avant par une lèvre supérieure formée d'une lame puissante, tranchante et dentelée à son extré- mité libre et servant, concurremment avec la deuxième paire d'antennes, à fixer fortement le parasite sur les branchies du (Minus.
De chaque côté de la bouche se trouvent deux paires de piè- ces buccales. La première paire est formée d'un gros segment basilaire qui se continue par un long prolongement interne (fig. 10& et 10).
La deuxième paire (fig. 9) est composée de deux segments : le
SUR UN CHONDRACANTHIDE NOUVEAU 99
rsegment basilaire est très développé et plus large que le segment distal, qui se termine par un crochet puissant.
En arrière, la tête se relie directement au thorax. Celui-ci a une longueur à peu près égale à celle de la tête. Il se développe latéralement en deux grandes expansions mamelomiées sur leur face inférieure, arrondies à leur extrémité distale et renfermant des prolongements latéraux du tube digestif. Ce thorax offre sur sa face ventrale et immédiatement en arrière de la tête une ban- delette transversale, provenant de la fusion de deux lobes laté- raux et plus ou moins saillante suivant les individus. L'étude -d'un exemplaire monstrueux que nous ferons plus loin nous per- met d'établir qu'elle représente une paire d'appendices thora- ciques atrophiés.
A l'extrémité postérieure du thorax et sur sa face ventrale se trouvent les ouvertures génitales au nombre de deux (Diporodd- phya) (fig. 11). Chacune est placée sur un mamelon et entourée d'un cadre circulaire chitineux très épais. A la base et du côté interne s'insère un court appendice, peu proéminent, en forme de crochet dont la pointe est tournée extérieurement.
A côté sont les deux sacs ovigères allongés, arqués, arrondis aux extrémités et à peu près égaux aux prolongements latéraux du thorax. Leur paroi est très mince et à leur intérieur se trou- vent un très grand nombre d"(eufs disposés sans ordre api)arent.
Immédiatement en arrière, commence l'abdomen. Il est allongé et présente deux paires d'expansions latérales: la première, voi- sine du thorax, est la inoins développée ; la seconde, plus en ar- rière, de même forme, est plus longue et légèrement incurvée en dedans. L'extrémité postérieure de l'abdomen forme une pointe arrondie.
Etude du mâle. Le mâle pygmée est long de 1 mm. 3 sur 1 mm. de large environ. Il est incolore et se présente ordinairement complètement enveloppé d'un mucus épais. Vu latéralement, il offre une face dorsale fortement bombée, hémisphérique et
1(J0 C. VANEY ET A. CONTE
une face ventrale aplatie de forme ovalaire. Son corps se divise en deux régions : un céphalothorax et un abdomen.
Le céphalothorax est la région la plus développée : il est re- couvert dorsalement d'un bouclier débordant très légèrement sur les parties latérales. Son extrémité antérieure est Hmitée par un bord frontal rectiligne qui porte de chaque côté une première paire d'antennes filiformes placées dans son prolongement. Ces appendices (fig. 1 5) sont très développés, composés de sept ar- ticles allant en diminuant de la base au sommet. Ils rappellent par leur disposition les antennules de la femelle. Leur extrémité est légèrement recourbée en crochet.
En arrière, mais tout à fait ventralement, s'insère la deuxième paire d'antennes (fig. 17) composées de trois segments: le der- nier en forme de crochet pointu fortement recourbé. Sur le deuxième segment s'insère, du côté externe, un pseudo palpe (p) à trois articles, terminé par une courte pointe.
Ces antennes s'insèrent à leur base dans un cadre chitineux: (fig. 14 c) portant en avant deux petits mamelons (1>w), contenant à leur intérieur de courts filaments noirâtres étoiles à leur base et disposés parallèlement. Plus, loin se trouve l'ouverture buc- cale, entourée de deux paires d'appendices (fig. 16) très difiiciles à apercevoir. Une première paire (ni) en forme de mamelons arrondis à leur extrémité. Une deuxième paire (m[) de forme tout à fait particulière: elle est constituée parunelame graduellement tordue sur elle-même et donnant naissance à une partie tran- chante, en forme de triangle, dont le côté postérieur est dentelé et le côté latéral externe est formé d'un rebord saillant se ])ro- longeant en arrière par un crochet.
Les apjtendices thoracicpies sont au nombre de deux paires.
La première paire (fig. 18) est composée de deux articles: le premier très développé, élargi à la base, le second en forme de crochet acéré renfermant à son intérieur une glande ((il) venant s'ouvrir à son extrémité.
SUR UN CHONDRACANTHIDE NOUVEAU 101
La deuxième paire, pourvue de muscles puissants, comprend deux forts segments basilaires en portant un troisième jjhLS grêle, conique, qui lui-même est segmenté à son extrémité.
L'abdomen a le (piart environ de la longueur totale du corps. Il n'offre aucune trace de segmentation. Il a l'aspect de deux masses ovalaires accolées. Il est nmni postérieurement d'une courte furca très grêle, dont clia(iue branche a quatre articles : le deuxième, beaucoup plus large et plus long que les autres, porte deux gros poils courts. La base de chaque branche est recou- verte partiellement par une lame insérée sur son côté (hg. lo).
Variations et mcmstruositrs. L'examen de plusieurs exen)- plaires nous a montré Texistence de variations souvent assez grandes d'un individu à l'autre. Ces variations portent sur la forme et les dimensions des appendices. C'est ainsi que la ])aire antérieure de maxilles chez la femelle est tantôt plus faible que la paire postérieure, tantôt égale à elle. La bandelette thoracique chez certaines formes est presque complètement effacée, chez d'autres elle présente un contour nettement rectangulaire et la figure 12 montre un individu où les parties latérales sont étalées en lobes très apparents. L'abdomen, dans un exenqdaire, n'offre plus qu'une paire d'expansions latérales bien développées, l'autre -ayant avorté. Mais le cas le plus intéressant est celui d'un indi- vidu monstrueux, une femelle, que nous n'avons rencontré qu'une seule fois. Son corps (tig. 3) est nettement asymétrique. L'ex- pansion thoracique droite est en grande partie atrophiée et présente un mamelon ventral très développé, tandis que la gauche ^a son développement normal et est presque complètement lisse.
Le côté droit de la tête est un peu plus dilaté que le gauche.
L'abdomen ne présente que les deux prolongements latéraux f>ostérieurs, les antérieurs étant atrophiés. Mais la particularité la plus intéressante que nous offre cet exemplaire est fournie par la bandelette du thorax (pii est divisée en deux parties latérales. La partie droite est un simple lobe; quant à la partie gauche,
102 C. VANEY ET A. CONTE
elle est remplacée par un court appendice de deux segments. Nous:- avons signalé chez les femelles une bandelette tlioracique trans- versale, dont les extrémités avaient un développement variable, suivant les individus. Le remplacement d'un des mamelons ter- minaux, chez notre forme anormale, par un appendice, nous con- duit à considérer les deux mamelons des formes ordinaires comme les représentants de deux appendices dont un seul a conservé dans notre individu monstrueux son véritable caractère d'appendice thoracique.
D'après ce qui précède, on voit que cette espèce oifre de gran- des variations individuelles.
Développement. Nous n'avons pu avoir que les premiers stades- du développement, mais jamais la forme larvaire libre. Les stades que nous avons observés se passent à l'intérieur de l'œuf et dans les sacs ovigères.
Le stade nauplien que nous avons représenté (lig. 4) après, avoir fait éclater la coque de Tœuf par compression est un nau- plius normal de Copépode, avec ses deux soies postérieures, sort œil impair en X, se détachant en rouge sur la face dorsale et une abondante réserve de vitellus de teinte jaune rougeàtre. Il a trois paires d'appendices : la première simple, les deux autres, biramées.
Un stade plus avancé est représenté (lig. 5). On voit, en des- sous de la coque de l'œuf, une membrane enveloppant tout l'em- bryon et qui représente une première mue.
L'œil nauplien s'est effacé. La lèvre supérieure est bien visible. Les trois paires d'appendices du naui)lius sont repliées sur le côté ; en arrière viennent des mamelons ixu'tant des soies à leurs extrémités et représentant les rudiments d'appendices du Copé- pode. La masse vitelline plus réduite a pris une teinte beaucoup plus claire.
Action du parasite snr Vhôte. Nous avons constaté que les- (Jlinus parasités avaient des organes génitaux très rudimentaires..
SUR UN CHONURACANTHIDE NOUVEAU 103
C'est là un cas de castration parasitaire analogue à celui que subit la Sardine sous l'action du Peroderma cylindmcea.
Localisation du parasite. Nous avons recueilli ces parasites durant les mois de juin, juillet et août 1899 sur des Gliyms péchés dans les prairies de Posidonies de la rade de Toulon, à des pro- fondeurs de 0 m. 50 à 1 mètre.
Nous ne les avons trouvés exclusivement que dans les Clinus pris dans la région de cette rade connue sous le nom de Rade du Lazaret, dans les fonds herbeux s'étendaut à droite de la station biologique et les plus proches de la rive où elle est construite. Aucun des Clinus péchés du côté de la presqu'île de Saint-Man- drier ou en d'autres points de la rade n'était parasité. Si l'on considère d'autre part que le Clinus arqenfatus a été l'objet d'études spéciales en différents points du littoral méditerranéen et qu'aucun Copépode parasite n'y a été signalé, on aura là un exemple bien net d'une de ces localisations de parasites sur les- quelles M. GiAKD a attiré l'attention' .
Un dernier point nous reste à examiner, c'est la place que nous devons attribuer à notre parasite dans la systématique.
A première vue, il rappelle le genre Nicothoé, mais l'étude un peu détaillée montre de suite qu'il n'y a là qu'une simple appa- rence. C'est incontestablement un Chondracanthide, ainsi que le prouve son dimor})hisme sexuel très accentué, la présence de deux paires d'antennes semblables dans les deux sexes (la pre- mière tactile, la seconde transformée en organes de fixation), la présence d'un mâle pygmée avec céphalothorax portant deux paires d'appendices en crochet et enfin, chez la femelle, le manque de segmentation et les ap})endices thoraciques réduits à des lobes. Notre Copépode offre toutefois certaines particularités importantes: le mâle a un abdomen court, pourvu d'une furca, mais n'offrant pas de trace de segmentation, contrairement à ce
' A. GiARD. Sur la localisation très étroite de certains types soologiques. Bulle- tin scientifique de la France et de la Belgique. T. XX, 1899, p. 309.
104 C. VANEV ET A. CONTE
qu'on trouve chez tous les Choiidracanthides : d'autre part, il n'est pas fixé sur la femelle. Nous avons soumis nos exemplaires à M. E. Caxu, directeur de la station aquicole de Boulogne-sur- Mer. Nous sommes heureux de le remercier vivement d'avoir bien voulu, avec la plus parfaite bienveillance, nous en donner la détermination générique.
Les antennules filiformes et pluri articulées, les antennes mu- nies d'un crochet et d'un pseudo palpe à trois articles, les deux paires d'appendices thoraciques (les premiers uncinés. les se- conds triarticulés). la forme générale du corps, permettent de rattacher cette forme au genre Diocus Kroyer.
Ce genre a été étudié surtout par les zoologistes de Coi)en- hague : en 1848 et 1863 par H. Kroyer^ et en 1861 par Steenstrup et Lïtken-. Il était représenté jusqu'ici par une seule espèce, trouvée au Groenland sur un Poisson d'eau douce, le Cottus fjohio. Notre espèce est donc le premier représentant marin de ce genre. Elle diffère d'ailleurs par un grand nom])re de caractères du IHocus gobinus Fabr. Chez ce dernier, en effet, la femelle a une tète élancée, arrondie, présentant deux expan- sions latérales filiformes, un thorax avec deux paires de lobes latéraux bien développés, portant deux sacs ovigères très allon- gés, cylindriques, enroulés en spirale : quant à l'abdomen, il a complètement disparu. Les femelles des deux espèces sont donc assez différentes.
L'examen comparé des mâles montre comme différences im- portantes le peu de développement de l'abdomen et l'absence de toute segmentation chez le mâle de notre /^/ocw.s. tandis que chez IHocus (folAnu s l'abdomen est égal au céi)halothorax et présente six segments.
1 Ghondracanfhiis gohinm Kr. Tidsskrift. 1837, p. 289. — Biocus gobinus Kr. Bidrag til Kundskab. 1863, p. 259.
^ TJzocu.s- gobimts Steenstrup et Liitken. Bidrag til Kundskab. ISGl, p. 423, pi. XV, %. 39.
SUR UN CHONDRACANTHIDE NOUVEAU 105
En résumé, quoique ces deux espèces soient bien différentes à plusieurs points de vue, l'étude coni])arée des appendices nous détermine à les faire rentrer toutes deux dans le même genre. Pour distinguer notre espèce du Blocus (johhms Fabr., nous la désignerons sous le nom de Diocus Clini
Le genre Diocus Krojer comprendra donc deux espèces :
IHocifs Gobwîis Fabr., parasite de Cothis Gohio Linn., des eaux douces du Groenland ;
Blocus Cllnl Yaney et Conte, parasite des Clin us argentatus Iviss., de la rade de Toulon.
Les matériaux qui font l'objet de ce travail ont été recueillis par un d'entre nous au laboratoire de biologie de Tamaris-sur- Mer, où il a reçu l'hospitalité de M. le professeur R. Dubois.
Laboratoire de zoologie de l'Université de Lyon.
LE CORPS CARDIAQUE ET LES AMIBOCYTES
des
OLIGOCHÈTES LIMICOLES
par le Dr M. de BOCK
Avec les planches 11 et 12.
INTRODUCTION
En m'occupant d'études sur les Oligochètes, j'examinai un jour les coupes transversales d"un Lunihricidus rarierjutus Grube, lorsque mon attention fut attirée par de grosses cellules situées dans la lumière du vaisseau dorsal. Il ne s'agissait pas des cellules ordinaires du sang. En suivant la série des coupes^ je reconnus un assez long cordon cellulaire, appliqué sur la face ventrale de l'intérieur du vaisseau dorsal. Il se composait de ces grosses cellules très claires, pourvues de noyaux distincts, et renfermant quelques granulations noirâtres. Je fus ainsi amené à comparer cet organe au corps cardiaque, observé depuis long- temps chez plusieurs Annélides, et que j'avais vu moi-même chez (juelques Polychètes lors de précédentes études.
Cet organe, assez répandu dans l'ordre des Polychètes, n'est connu jusqu'ici chez les Oligochètes que dans la famille des
108 M. DE BOCK
Encliytrseïdes \ Les recherches que je viens de faire sur plu- sieurs espèces d'Oligochètes. m'ont permis de retrouver l'organe en question chez divers genres de ces animaux.
Avant de décrire les résultats de mes études, je donnerai quelques renseignements sur le matériel et les méthodes dont je nie suis servi, et sur les données que l'on possède relativement au corps cardiaiiue.
Des échantillons de Limihrwulus variegaffrs Clrube consti- tuent la plus grande partie de mon matériel. En outre, j'ai disposé d'un petit nombre de Rhynclielmis VnnoseUa Hoffm., Enchptrœtfs Immkulfor Vejd.. Tuhîfex rirulonmi Lam. et Nais mrpe/ntina Miill. J'ai recueilli ces Vers, l'année passée, dans des régions assez éloignées les unes des autres, soit dans les environs de Marseille et dans la Livonie. province de la Paissie.
Ces animaux étant destinés d'abord à d'autres études étaient tous fixés. C'est pour cela que je n'ai pu examiner le contenu des vaisseaux sanguins sur le vivant.
Je n'ai pas fait d'études détaillées sur les Poh'chètes. Néan- moins, je possède des préparations de quelques Cirratuliens qui m'ont permis de reconnaître la structure anatomique et histolo- gique du corps cardiaque. Pour le reste, j'ai dû recourir aux mémoires énumérés dans l'Index bibliographique.
Les Oligochètes ont été fixés par divers réactifs : le sublimé en solution concentrée, le li(iuide d'HEEMANX, le li(iuide de Perennyi et le mélange de ('hichkow. Pour pouvoir étudier le contenu des vaisseaux sanguins, il est de la plus grande inqior- tance d'obtenir une bonne fixation. L'étude des cellules du sang surtout dépend absolument de cette condition. Il y a des licpiides fixateurs (jui ne coagulent ])as bien le sang. Dans ce cas. le sang
• Il est douteux que le Ctenodrilm compte parmi les Oligocliètos (cp. Mesml et Caullery, Sui- la position systématique du genre Ctenodrilus Clp., Comj)t. rend. t. 125, 1897). La nature des «ifLaiides sanguines» du Phreodrilus est encore trop j)eu connue, pour qu'on puisse considérer avec certitude ces glandes comme des corps cardiaques.
LE CORPS CARDIAQUE DES OJ.IGOCHÈTES 109
se délaye, et s'en va par le lavage suivant, si bien (jue les vais- seaux paraissent vides. C'est ])eut-être une des circonstances pour les(iuelles la vraie nature des cellules du sang, et Texistence du corps cardia(|ue ont pu écliai)])er à beaucoup d'auteurs. C'est seulement par des fixations faisant coaguler le sang en une niasse pres(iue homogène et insoluble dans Teau ou Talcool que Von peut parvenir à reconnaître la forme et la structure des éléments figurés.
11 en est de même lorsqu'on examine sur des coupes les élé- ments flottant dans la cavité générale. Le liquide ccelomique, étant probablement encore jdus aqueux que le sang, ne se coagule jamais com])lètement de manière à former une masse solide renq)lissant l'espace libre entre la paroi du corps et Tin- testin. Ainsi, après certaines fixations laissant la lymphe plus ou moins licpiide. on ne trouve dans la cavité générale rien ou presque rien ([ue des éléments attachés à des points fixes. Les lynq)ho- cytes libres, par exemple, semblent avoir presc^ue complètement disparu, lueurs corps extrêmement délicats se sont émiettés après la mort, ou sont tombés entre les éléments du revêtement intérieur de la cavité périviscérale, où on ne les retrouve plus.
En revanche, par d'autres fixations, le ii(piide c<elomique se coagule sous la forme d'un fin réseau, irrégulier et peu serré, il est vrai, mais fixant pourtant la plupart des éléments flottants à leurs endroits respectifs, en les conservant intacts. C'est ainsi que l'on arrive à observer la distribution naturelle des lym})ho- cytes dans la cavité générale, et que Ton peut étudier leur forme et leur structure.
Quant aux liquides fixateurs que j"ai employés, c'est le mélange d'HERMANN qui m'a donné les meilleurs résultats, pour la fixa- tion des tissus, aussi bien que pour celle du contenu des vaisseaux sanguins et de la cavité générale. C'est sur des Vers fixés parce li(|uide que j"ai fait la plupart de mes observations. Le mélange de sublimé, d'acide nitrique, d'acide acétique et de quelques sels.
110 M. DE BOCK
inventé par Chichkow pour des Turbellariés. si utile qu'il soit dans ce cas-là, parait être impropre à la tixation des petits Oli- gochètes : il m'a donné de très mauvais résultats..
Pour la coloration des coupes, j'ai dû également recourir à des méthodes assurant des résultats précis. Avant tout, il m'a fallu pouvoir bien distinguer le sang des éléments qu"il renferme, au moyen d'une coloration caractéristique du premier. De plus, il faut obtenir une coloration très précise des noyaux, spécialement de leur chromatine. pour pouvoir reconnaître leurs caractères histologiques.
Dans ce but, j'ai utilisé Taftinité de l'éosine pour l'hémo- globine, en mélangeant une solution aqueuse de 0.5 7o d'éosine avec la même quantité. d'une solution aussi forte de bleu de méthode («Wasserblau » deGRûBLER, à Leipzig) \ Après la colo- ration, je lave les coupes pendant peu de temps, dans de l'eau alcaline (une goutte d'une solution concentrée, aqueuse, de carbonate de lithium pour deux centimètres cubes d'eau), et ensuite dans de l'eau légèrement acidulée par quelques gouttes d'acide acétique. Par le lavage acide, les coupes se bleuissent, tandis que l'eau alcaline les vire en violet ou en rose. De cette manière, on peut leur donner la teinte voulue. Lorsque la coloration est bien réussie, les nojaux sont bleus, les autres tissus d'un violet idus ou moins foncé, tandis que le sang prend une couleur d'éo- sine extrêmement brillante.
('ette méthode n'est applicable qu'aux objets fixés par du su- blimé; en outre, elle ne donne pas de colorations suffisamment précises de la chromatine. Pour les objets fixés d'une autre ma- nière, j'ai employé la méthode suivante : après avoir coloré les noyaux parla thionine (< pure » de Grubler), je les traite de nouveau, et ])endant i)eu de temps. ])ar le rouge du ('ongo
' M. Mann, l'iiivciitftir d»^ CPtt*' métliofif. s'est sorvi des mêmes couleurs, d'une autre manière, et mélangées en d'autres proportions, pour la coloration des cellules nerveuses. Zeitschr. f. wiss. Mikrosk.. t. 11, 1804.
LE CORPS CARDIAQUE DES OLIGOCHÈTES 111
(0,05 7o ; 1-2 minutes), puis ensuite par la fuchsine acide (0,3 7o). €ette dernière peut être facilement extraite par de l'eau ordi- naire jusqu'à la nuance voulue.
On sait que des éléments figurés ont été signalés, dans le sang des Lombrics. il y a longtemps. Depuis R.Wagner (1 835),Gegen- BAUR (1853), et de Quatrefages (18(35), ils ont été démontrés chez la plupart des Annélides par de nombreux auteurs. Depuis la publication du grand ouvrage deVE.JDOVSKY (1884) sur les Oli- gochètes, c'est un fait généralement reconnu que le liquide vascu- laire des Annélides renferme des « corpuscules sanguins. »
Mais, il y a longtemps aussi que l'attention des naturalistes a été attirée par une autre formation cellulaire que l'on rencontre dans l'intérieur du système vasculaire. Cet organe, que l'on dé- signe aujourd'hui d'ordinaire sous le nom de corps cardiaque, nom qui lui a été donné par Salensky. est un cordon cellulaire, d'une grandeur considérable, placé dans l'intérieur du vaisseau dorsal. Sa découverte est due à Claparède, qui a été le premier à le signaler dans les genres Audoiiinia et TereheUa (1873).
Depuis lors, la situation extraordinaire de cet organe dans le vaisseau et sa fonction énigmatique ont souvent excité la curio- sité des zoologistes. On a reconnu que l'organe en question est assez répandu chez les Polychètes. Dans l'ordre des Oligochètes, il n'a été découvert, jusqu'à présent, que dans un nombre de gen- res assez restreint.
E. Meyer a trouvé cet organe chez le PohppMhaJmiispicttis (1882). Salensky (1883) l'a vu chez la TereheUa déjà à des stades larvaires. Steen (1883) l'observe chez le TerehelHdes Strœmii, et Horst (1885) chez des Chlaniemides. En 1 882, v. Ken- NEL signale la présence d'un pareil organe dans le vaisseau dor- sal du Ctenodrihis pardalia. En 1886. ^IlCHiELSEN donne une courte description du corps cardiaque du TerehelHdes Strœmii et de IdiPectinaria hek/ira. L'aimée suivante, Mic'H^:lsen découvre le corps cardiaque chez le genre Mesenchytrœus et, en 1888,
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chez le Stercfitus. Cunningham (1887) l'étudié sur la Trophonia plnmosa, et Bles (1892) s'en occupe chez le Siphonostoma diphclicetos. Des études détaillées sur le corps cardiaque des Cirratulieiis. Térébellieiis et Amphictéiiieiis ont été publiées par PiCTON (1898).
Il me l'esté à mentionner deux cas dans lesquels on a signalé la présence, dans le système vasculaire, de formations cellulaires se distinii'uant des formations analogues par la situation qu'elles occupent. Ces prétendus coips cardiaques ne sont pas en connnu- nication directe avec le vaisseau dorsal. Ce sont les <■< glandes sanguines » c^ue Beddard (1891) signale dans des vaisseaux la- téraux du FhyeodrUus sKhterraneus, et les corps cardiaques trouvés par Gamble et AsHWOTH (1898) dans les deux cœurs des Arénicoles.
Sans pouvoir juger de la nature de ces organes, n'ayant pas étudié ces Vers, je pense que la situation des organes en question ne serait pas un obstacle à ce qu'ils soient considérés comme étant homologues des corps cardiaques typiques.
J'ai énuméré les principaux auteurs qui se sont occupés de cet organe singulier. Quant à leui's ()])inions sur son origine et sa fonction, elles sont des plus diverses, et j'aurai encore à y revenir dans le courant de ce travail. En i-evanche. les descriptions qu'ils donnent de la forme, de la structure et de la situation du corps cardiaque, démontrent que sa nature anatomique est bien carac- térisée.
Ce que l'on entend donc sous le nom de corps cardiaque, est un organe situé dans l'intérieur du système vasculaire, d'ordi- naire du vaisseau dorsal, se composant de cellules attachées les unes aux autres de manière à fonner une bande ou un cordon d'une certaine longueur. Ces cellules sont souvent pourvues de membra- nes distinctes et renferment ordinairement des granulations. Elles présentent souvent un aspect vésiculeux ou vacuolisé. ou semblent quelquefois presque vides, ne contenant, sauf les graimlations
LE CORPS CARDIAQUE DES OLIGOCHÈTES 113
mentionnées, que de ])his ou moins rai'es coagulations fibreuses ou iinement granuleuses. Mais il y a toujours des cellules renfer- mant un protoplasme ])lus solide. Ce cordon est droit ou replié, son intérieur est creux ou non, ses extrémités peuvent s'attacher à la paroi vasculaire, mais ce sont là des circonstances qui ne pai'aissent pas avoir une grande impoitance.
I. Le corps cardiaque des Oligochètes.
Les formations cellulaires que j'ai trouvées dans le vaisseau dorsal de plusieurs Oligochètes présentent bien les caractères principaux d'un corps cardiaque. Sans vouloir entrer dans des comparaisons détaillées avec des Polychètes, je ne ferai que ren- voyer à la description du même organe dans le genre Mesencliy- trreus, faite par Mich.î^]LSEN (1887). Ce naturaliste, qui a été le premier à voir le corps cardiaque chez les Oligochètes, et qui l'a retrouvé Tannée suivante dans un autre genre de la même famille (Stercutfis), en donne une description et des ligures (jui me permettent d'établir l'identité indubitable de cet organe chez le MesencJiytrçe-us et les Lumbriculides.
J'ai constaté sa présence chez les espèces suivantes : Lum- hriculus variegatus, likynchelmis Umosella, Tubifex rivulorum et Naïs serpentwa, c'est-à-dire chez des représentants de trois fa- milles. Mais mes recherches ont porté surtout sur le LnmhrkuliÂS.
Le corps cardiaque du Ltcmhriculus variegatus se compose, comme je l'ai dit, de grosses cellules, entourées d'une forte mem- brane, et pourvues de noyaux nettement visibles. Le corps de ces cellules est très clair, et ressemble à une vésicule presque vide. D'ordinaire, le protoplasme prend l'aspect de coagulations finement tibi'euses s' étendant, dans les Vers les mieux fixés, en forme de réseau irrégulier dans toute la cellule. Cet aspect montre que le protoplasme vivant de ces cellules doit se trouver dans un état assez li(juide. L'intérieur de la cellule i-enferme souvent, mais pas toujours, des granulations d'une couleur brun-
Rev. Suisse de Zool., T. 8. 1900. 8
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noirâtre ou noire. Les dimensions de ces granules varient entre celles des grains de chloragogène typiques et celles de très petits points presque invisibles. Les noyaux de ces cellules sont de taille moyenne, et. comme on Fobserve quelquefois, varient de forme et de couleur. J'aurai encore à y revenir.
Il n'est pas rare de rencontrer deux de ces noyaux unis plus ou moins étroitement, ou un noyau oblong laissant voir une constric- tion plus ou moins avancée. Ce sont évidemment des stades de divisions amitotiques. Mais jamais je n'ai réussi à observer les cellules elles-mêmes en état de division.
Les cellules sont étroitement serrées les unes contre les autres et disposées en groupes ou en masses de forme variée dans le vaisseau dorsal. Le plus souvent on les voit former un cordon in- interrompu à partir du 7™*^ ou S'"*" segment jusqu'au 15'"' ., ou plus en arrière encore. La coupe transversale de ce cordon laisse tou- jours voir plusieurs cellules, ordinairement trois ou quatre. En outre, on trouve encore dans le vaisseau, devant le cordon et derrière lui. un ou (juclques groupes isolés, se composant des mêmes cellules. Ces groupes ne consistent quelquefois qu'en quatre ou cinq cellules. Mais ils peuvent avoir les longueurs les plus diverses. Dans ce cas. le cordon est divisé en morceaux sé- parés. Des coupes longitudinales montrent souvent que le cordon est interrompu par la constriction du vaisseau aux endroits des dissépiments.
Le corps cardiaque est aussi variable dans son épaisseur que dans sa longueur. Il est toujours placé sur la face ventrale du vaisseau. D'habitude, il ne remplit qu'une partie de la lumière de celui-ci, mais il augmente souvent de diamètre jusqu'à boucher absolument tout le vaisseau. Dans un cas extrême, j'ai vu celui-ci rempli de la sorte sur une étendue do plusieurs segments. Le corjjs cardiaque formait alors un cordon niterrom])u commençant au 5""' segment et s'étendant jusqu'au 24""-. Le cori)S cardiacpie du Lumhricuïus.eat représenté par les figures 1 et 2.
LE CORPS CARDIAQl E DES 0LIG0CHÈTE8 115
J'ai constaté la présence d'un cordon cellulaire ou de groupes isolés, composés des niênies éléments, à partir du 5""' jusqu'au 25nie segment. Quelquefois l'organe ne commence qu'au T'"*^ ou gmo segment, et c'est dans ces segments, aussi bien que dans les suivants, qu'il se trouve le plus développé. Il se termine souvent avant le 25"'*^ segment. Quelquefois, quand le vaisseau dorsal est bourré de cellules, elles entrent dans le sinus sanguin qui en- toure l'intestin, ou même de côté, dans les vaisseaux latéraux aveugles.
Il est impossible de ne pas comi)arer le corps cardiaque aux cellules chloragogènes qui revêtent l'intestin et le vaisseau dor- sal, comme tant d'auteurs l'ont déjà fait depuis ClapakÈde. EisiG, dans sa belle monographie des Capitellides, lui donne même le nom de « intravasale C'hloragogendriisen. » Ces compa- raisons sont pour la plupart basées sur le rôle physiologique, pro- bablement analogue, des cellules chloragogènes et des cellules in- travasculaires. toutes les deux renfermant des granulations de même nature à peu près. Mais, la ressemblance me i)arait être encdre plus évidente chez les Oligochètes, spécialement chez le LumhricuJiis, qu'elle ne l'est chez les Polychètes, vu l'identité presque complète de la structure histologique des éléments du coi"ps cardiaque avec les cellules chloragogènes. Comme j'aurai encore à revenir sur ce sujet, je me borne ici à faire remarquer que presque tout ce que j'ai dit sur la structure des cellules du corps cardiaque et sur leurs noyaux, est applicable aussi aux cel- lules chloragogènes du Lumbriculus.
Néanmoins, il existe encore, à part la différence de grandeur, une différence remarquable en ce qm concerne les inclusions. On sait que les cellules chloragogènes renferment diverses espèces de granules, dont une surtout se trouve très répandue. Ce sont les gi'ains réfringents, d'un brun jaunâtre ou verdâtre, qu'il faut considérer comme le chloragogène typique. Ils sont par- fois si nombreux que les cellules en sont gonflées. Les élé-
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Tiients (lu corps cardiaque, au contraire, ne renferment (jue de- rares granules noirs ou noirâtres, qui peuvent même niampier- complètement. Peut-être que la substance des grains réfringents varie dans son apparence, car on trouve parfois les cellules chloragogènes remplies seulement de grains d'un brun foncé ou même noirs, et ne renfermant pas un seul granule réfringent. Je ne puis donc prétendre que les inclusions du corps cardiaque soient d'une autre matière que celles des cellules chloragogènes. Quoiqu'il en soit, on n'observe jamais parmi les éléments du corps cardiaque des cellules ayant T aspect de cellules clilorogogènes typiques.
J'ai observé la présence du corps cardiaque chez une vingtaine deLumhrlculus et chez six Rhi/nchehnis. C'est dire que je Vâi trouvé chez tous les Vers dont j'ai examiné les parties antérieu- res du corps. Une seule fois, je ne l'ai pas retrouvé. Mais, dans ce cas, un examen approfondi m'a fait reconnaître que la tête du Ver se trouvait encore dans un état retardé de régénération. Il s'agissait en réalité d'une partie postérieure, séparée depuis peu de temps seulement de la partie antérieure du corps.
Je n'ai jamais observé l'organe au delà du 25'"'' segment, il ne se trouve donc pas dans les parties postérieures du Ver.
(^>nant à la Nais serpentina, j'ai étudié seulement trois exem- plaires de ces Vers, mais tous m'ont montré ces grandes celT Iules claires dans la partie antérieure du vaisseau dorsal. Elles ne dittèrent de celles du Lumhrkulus que par la grandeur de leurs noyaux, et par leurs corps peut-être un peu plus clairs et vides. Mais ces cellules ne forment guère de longs cordons ; elles sont isolées et séparées les unes des autres par de petits inter^ valles libres, ou sont souvent attachées les unes aux autres de manière à former de courtes chaînes, (^luehpu'fois de très fines et rares granulations noires se trouvent dans leur intérieur (tig. :> et 4).
Chez le Tnhife.r nvulorum, le corps cardiaque est encore plus
LE CORPS «ARDIAQUE DES 0LIG0CHÈTE8 117
variable et ce n'est que riiomologie évidente avec le corps car- diaque du Lumhnciilus, qui permet de lui conserver le même nom. II est composé de cellules isolées, ou réunies en petits grou- pes. Ces cellules se trouvent également dans la partie antérieure du vaisseau dorsal, et surtout dans les fortes sinuosités ([u'il forme des deux cotés de l'intestin. Elles sont grosses, mais moins claires et plus riches en protoplasme finement granuleux que celles des Vers ci-dessus mentionnés. En s'associant en groupes, ^lles peuvent souvent rem})lir complètement le vaisseau qui les ■contient (tig. (i et 7). Cette apparence est probablement due à la ■circonstance que le vaisseau a été fixé au moment de la systole.
Chez les Vers que j'ai étudiés, je n"ai pas observé de granula- tions de couleur foncée dans le corps des cellules intravasculaires. €es éléments se placent sur la paroi du vaisseau, comme chez la NwiH. Mais on voit, dans les sinuosités latérales, que c'est tou- jours du côté de l'intestin qu'ils se trouvent accolés, et non sur la face ventrale.
J'ai pu constater leur présence chez trois Tuhifc.r. L'un d'eux ne possédait qu'un petit nombre de ces cellules, tandis que chez un autre, elles étaient abondantes. Un quatrième individu de cette espèce en était totalement dépourvu.
En outre, j'ai examiné trois ou quatre Enrlnjtrœiis hiimicuUor et un exemplaire de Stylaria lacustris. Ce dernier A'er ne m'a rien montré de remarquable. Dans le vaisseau dorsal des Enchy- irœus; j'ai pu voir de nombreuses cellules du sang, prenant par- fois des formes très surprenantes, même celle d'étoiles irrégu- lières (fig. 11 ). Nous nous en occuperons encore ])lus loin. Mais je dois dire que je n'ai rien trouvé qui puisse rapi)eler un corps cardiaque.
Il résulte de ce qui précède :
l'' Qu'il se trouve un corps cardiaque chez \^ Lnmhykidus, la JRJiyncheîmis. la Xais et le Ti(hifex,
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2° que la présence de cet organe est inconstante, du moins^ chez le Tiibife.x, et
3'^ que cet organe varie de forme et de grandeur dans ces- quatre genres.
Les questions relatives à l'origine et aux fonctions de cet organe singulier seront traitées plus loin. Avant de les aborder, nous devons présenter encore quelques observations sur les aini- bocytes sanguins et cœlomiques, et sur le chloragogène.
II. Les anùhocytes du sauf/.
La présence de corpuscules sanguins dans le liquide vascu- laire des Vers est un fait établi depuis longtemps, comme je l'ai dit plus haut. ^lais, la plupart des auteurs, surtout parmi les plus anciens, les considèrent connue des corpuscules ou des cellules oblongues, d'une certaine grandeur et de forme inva- riable. Les suppositions relatives à l'identité de ces cellules avec- les corpuscules sanguins des Vertébrés, ont empêché pendant longtemps de se rendre compte de la vraie nature de ces cellules : ce n'est que dans ces derniers temps que l'on a reconnu leur ca- ractère amiboïde. Parmi les naturalistes qui s'en sont occupés^ récemment, il faut surtout citer CuÉnot (1891, 1898), qui a consacré des études spéciales et détaillées aux amibocytes du sang et du liquide cœlomique.
Les cellules du sang des Olygochètes sont des amibocytes, comme aussi celles de la lymphe de la cavité générale. Mais il faut constater que ce fait n'a pas encore été généralement re- connu. On a décrit, connue cellules appartenant à l'endothelium, des cellules attachées à la face intérieure du vaisseau et y for- mant de grandes proéminences, et des cellules pourvues de pro- longements variés et se fixant à la paroi vasculaire par de min- ces pédoncules. Je pense (jue dans beaucou]) de ces cas il s'agit des amibocytes du sang. Lorsqu'on trouve dans les vaisseaux: sanguins un grand nombre de cellules dont la chromatine et le
LE CORPS CARDIAQUE DES OLIGOCHÈTES 119
protoplasme ont un aspect absolument semblable, mais cpii pré- sentent toutes les formes possibles et se trouvent tantôt libres, flottant dans le sang, tantôt attachées à la paroi vasculaire, on ne peut pas hésiter à leur attribuer une nature amiboïde.
Je peux donc continuer Texistence d'amibocytes dans le sang" des Oligochètes. Je les ai observés non seulement dans les quatre espèces dont j'ai étudié le corps cardiacpie, mais encore chez la Sfi/larialactistris et l'Enchijtfœiis humiruUor. Des amibocytes du Lumhrkulus, Enchi/trœns et Tuhlfcx sont représentés sur les figures 10 à 14.
Voici comment CuÉNOT (1898) s'exprime au sujet de ces cel- lules: « Ce sont de très petites cellules amiboïdes, qui s'at- tachent à la paroi des vaisseaux par leurs pseudopodes, ou se laissent emporter par le torrent sanguin. Le prot^plasma ren- ferme quelques fines granulations jaunes... »
Mes propres observations sont d'accord avec celles de CuÉNOT. J'ai vu les cellules en question flottant dans le sang ou en contact avec le vaisseau. Dans le premier cas, leurs corps sont ellipsoïdes, ovoïdes ou en forme de grains d'avoine, ([uelquefois même assez allongés. Il est rare de les voir émettre des pseudo- podes à l'état libre dans la lumière du vaisseau. A l'état de repos, elles s'arrondissent en forme de petits globules, collés à la face intérieure du vaisseau, ou, au contraire, elles émettent leurs ])seudopodes. Je n'ai \\\ des cellules à pseudopodes allongés dans la lumière du vaisseau que chez le Tuhife.r (une cellule de la fig. 14), où ces prolongements sont très fins, courts et indis- tinctement visibles, et chez V EncJtytrœus humknltor où, en re- vanche, ils sont très développés (fig. 11). Parmi les espèces examinées, cette dernière m'a montré les formes les plus surpre- nantes d'amibocytes du sang. Les cellules, chez VEitchijtrœus^ ressemblent tellement aux figures que Nusbaum et Rakowski (1897) ont données des cellules observées dans le vaisseau dor- !ial de la Eriedericia, que je ne puis douter de leur identité. Je
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considère donc les cellules figurées et décrites par ces natura- listes comme des amibocytes, tout en étant d'accord avec ces auteurs au sujet de, Thomologie qu'ils leur attribuent avec d'au- tres formations cellulaires.
Le plus souvent, on voit les amibocytes du sang en train de ramper sur la paroi du vaisseau. Leur corps s'allonge alors et peut prendre une longueur considérable: en même temps il de- vient très mince et tin. Le noyau seul forme un petit renilement dans le corps. Dans cet état, les cellules, collées sur la face in- térieure du vaisseau, offrent bien laspect de noyaux de l'endo- thélium. Mais les extrémités de Tamibocyte se détachent ou s'élèvent parfois un peu, ce qui permet d'éviter toute confusion. Je suis loin de prétendre que rendotliélium du vaisseau ne puisse être de nature cellulaire, mais je crois que Ton s'est souvent tromj)é. en considérant des amil)ocytes conmie des noyaux de la couche intérieure du vaisseau.
Les amibocytes sanguins sont même capables, comme je l'ai vu plusieurs fois, de traverser la lumière du vaisseau. Dans ce but, ils sallongent à travers le vaisseau, et s'attachent par l'ex- trémité étendue à la paroi opposée (voir une des cellules de la tig. lOj, pour abandonner ensuite la place qu'ils occupaient en premier lieu. On ne saurait expliquer autrement l'aspect repré- senté par la figure 10. Il faut donc reconnaître que ces cellules possèdent des facultés amiboïdes surprenantes, et qui surpas- sent même celles que l'on observe chez les Amibes ordi- naires.
Ayant reconnu le caractère amiboïde de ces cellules, nous ne serons ])as étonnés de voir (lu'elles varient considérablement de grandeur. Les plus petites ne i)résentent que l'apparence d'un noyau entouré d'une fine couche de protoplasme, ou attaché à un petit amas de ])r()toplasme. Mais on o])serve toutes les dimensions juscpi'à celle des lymphocytes co'buuiques.
E'ius ces cellules s'allongent, plus leur ])rotoplasme est clair.
LE CORPS CARDIAQUE DES OLIGOCHÈTES 121
li se montre très finement fibreux, lorsque les cellules sont très étendues, tandis qu'il est finement granuleux dans l'état arrondi ou raccourci. C'est chez Y EnchptrœMS que les granulations du protoplasme sont les plus grosses et les i)lus distinctes.
On voit souvent quelques gouttelettes ou petits grains de cou- leur brune ou noire renfermés dans le corps des amibocytes, et c'est surtout dans ce cas qu'ils peuvent s'agrandir considérable- ment.
Ce qui est étonnant au premier abord, c'est la variabilité des noyaux. Le nucléus doit être d'une assez grande élasticité, car il suit toutes les variations de la cellule. Quand celle-ci s'allonge ou s'aplatit, il s'allonge ou s'aplatit de même (jusqu'à un certain degré), tandis qu'il est sphérique dans des cellules arrondies. Il peut même s'accroître souvent de la moitié environ dans des grosses cellules qui renferment des inclusions.
Le fait qu'il présente tantôt une couleur plus foncée, tantôt une teinte plus claire, ne tient (pi'à la densité plus ou moins grande des granules de chromatine, densité qui dépend évidem- ment du rétrécissement ou de l'élargissement du novau. Les as- pects variés de ce dernier s'expliquent donc très simplement, et ne sont que la conséquence de l'élasticité de sa membrane.
Il est par conséquent difficile de caractériser ces noyaux d'une manière générale. Il n'est possible de le faire que lorsque la cellule est arrondie ou peu étendue. Dans ce cas, les noyaux que je con- sidère alors comme étant les noyaux typiques des amibocytes, sont assez petits, ronds, oblongs ou aplatis. Leur chromatine con- siste en petits grains serrés, distribués également, et de couleur foncée. Leur nucléole, à moins qu'il ne soit tout à fait caché, ce qui a lieu ordinairement, est très peu a]>parent. J'ajoute que cette description ne se rapporte qu'aux Lumbriculides que j'ai étudiés.
Il va sans dire que les amibocytes du sang, comme aussi ceux de la lymphe cœlomique, sont nus, c'est-à-dire dépourvus de membrane.
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Les amibocytes sanguins pénètrent souvent dans ré])ithélmni intestinal.
On rencontre dans cet épitliélium des noyaux de divers as- pects. On y voit surtout de grands noyaux éi)ithéliaux, faciles à recomiaitre à l'état de repos, mais se présentant sous différents aspects aux stades de la division mitotique. De plus, on trouve en abondance, chez quelques Vers, des noyaux, des grains ou d'autres corpuscules d'une provenance évidennnent étrangère. Ce sont des restes végétaux de nourriture (jui peuvent entrer dans l'épitliélium intestinal à cause de la grande faculté amiboïde des cellules épithéliales, faculté dont j'ai observé parfois des preuves fra})pantes chez les Lunibriculides, et qui a été mise hors de doute par les intéressantes expériences de Kukexthal (1S88) sur le Lombric. En outre, la couche épaisse de Fépithélium in- testinal, surtout dans sa partie basale. renferme encore des noyaux plus petits que les noyaux épithéliaux, mais de grandeur et d'aspect variés. Ce sont probablement en partie des noyaux complémentaires, servant au remplacement de ceux de Tépithé- lium. Mais beaucoup d'entre eux offrent un aspect identique à celui des noyaux typiques des amibocytes du sang. De plus, dans un petit nombre de mes préparations, j'ai pu observer avec une netteté absolue non seulement le noyau, mais aussi tout le cor])s de l'amibocyte dans l'intérieur de la paroi de l'intestin, se dis- tinguant du protoplasme de l'épitliélium par sa teinte un peu plus claire (iig. 23 et 24).
On voit donc la cellule amiboïde passer sans ditffculté à travers les éléments de la paroi intestinale. De plus, on peut apercevoir (luel(|uefois un amibocyte en train de pénétrer dans la couche épithéliale, mais dont l'extrémité du corps fait encore saillie dans la himière du siiuis sanguin (iig. 17, et 18). Il est donc évident que les amibocytes traversent facilement l'endothélium du vaisseau sanguin, rap])elant ainsi les proi)riétés bien connues des leucoytes. Mais il faut ajouter qu'ils ne font i)as usage de
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cette faculté, à ce (luil me semble, pour se rendre ailleurs que dans répitliélium intestinal. Du moins, je n'ai jamais pu constater leur présence dans la cavité périviscérale, où on les distinguerait facilement des Ijinpliocytes.
Examinons maintenant la question de la fonction des amibo- cytes sanguins. Ciénot (1891), dans des études détaillées, faites sur un grand nombre de familles d'Invertébrés, attribue aux amibocytes en général la fonction de former des albuminoïdeSy des cellules de réserve, et de prendre part à la guérison des bles- sures. Quant aux amibocytes du sang du Lombric et du Tuhifex en particulier, ils auraient, d'après cet auteur (1898), à jouer un rôle probablement excréteur. Des expériences lui ont montré que des matières colorantes peuvent « passer à travers la paroi vasculaire et se fixer entièrement sur les amibocytes à granu- lations jaunes et sur ceux-là seulement. » Cuénot en conclut que ces cellules paraissent être des cellules excrétrices « qui retirent du sang des produits de désassimilation (pi'il renferme et les accumulent dans leur protoplasma sous forme de tines gra- nulations. » EisiG aussi a soutenu, en 1887 déjà, la nature ex- crétrice des globules rouges de l'hémolymplie chez lesC'apitellides. en même temps que la fonction consistant à accumuler de l'hé- moglobine. Il a trouvé que les granules de couleur foncée, ren- fermés dans leurs corps, sont identiques, pour l'aspect et la com- position chimique, aux concrétions des néphridies.
Lœwit (1891) suppose que les granulations et gouttelettes ré- fringentes des amibocytes proviennent des matières pyrogènes (lu noyau, et compare ces cellules à des glandes unicellulaires.'
On voit, d'après l'exposé que nous venons de donner de l'opi- nion de quelques naturalistes, que, bien que l'état actuel de la science ne permette pas de reconnaître toutes les fonctions des amibocytes, il n'est pas improbable cependant que ces cellules aient à jouer plusieurs rôles à la fois.
Je n'ai pas fait moi-même de recherches chimiques ou physio-
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logiques sur les amibocytes sanguins, mais je crois pouvoir con- clure, des études faites par d'autres auteurs et de mes observa- tions microscopiques, que l'activité de ces cellules se manifeste de deux manières différentes: d'une part, dans une fonction glandu- laire, que je n'ai pu étudier, d'autre part, dans une fonction phagocjtaire. sur laquelle je donnerai quelques renseignements.
En parcourant les ouvrages traitant cette question, on y trouve seulement quelques observations relatives au fait que cer- taines couleurs peuvent se tixer spécialement sur ces cellules. Nous manquons donc, jusqu'à présent, d'observiitions directes sur cette pi'Opriété des amibocytes du sang, propriété assez bien étudiée d'ailleurs chez les leucocytes de la cavité générale.
On sait que ces cellules amiboïdes renferment souvent, dans leur protoplasuie. des corpuscules, des granules ou des goutte- lettes. Chez les Lumbriculides qui ont servi de sujet à mes études, on trouve surtout deux sortes d'inclusions dans ces cellules. Or- dinairement, elles renferment de très petits granules noirs, sem- blables à ceux qui forment la couche pigmentaire du péritoine, ou des gouttes d'une matière brun-jaunâtre et non réfringentes. Les dimensions de ces gouttes brunes varient du reste beaucou}). Les amibocytes ne renferment qu'un ou deux granules ou gout- telettes et n'en sont jamais bourrés.
D'où proviennent ces matières renfermées dans les amibocytes? Sont-elles des produits de l'activité du protoplasme qui les au- rait sécrétées? Il est probable, connue je vais le montrer, qu'elles sont, du moins en partie, d'origine étrangère.
Cette matière brune — (jui n'est pas de la graisse, à en juger d'après la réaction de l'acide osmique — se trouve en foi-me de gouttes de diverses grandeurs, non seulement dans le sinus san- guin de l'intestin, mais encore dans l'épithélium de celui-ci. C'est là, dans l'intérieur des cellules éi)ithéliales, qu'on la voit a])pa- laitre sous forine de gouttelettes, tantôt très petites et logées dans une vacuole, tantôt plus grosses. Lors(|u'elles sont arrivées à une
LE CORPS CARDIAQUE DES OLIGOCHKTES 125
certaine grandeur, elles sortent de Tintérieur de la cellule épi- théliale et se trouvent alors placées entre les éléments de la paroi intestinale. C'est là qu'on les voit quelquefois en état de fusion, et qu'elles forment de cette manière des gouttes ou même des amas de toutes les grandeurs.
L'épithélium intestinal se débarrasse ensuite de ces masses en les exjmlsant non pas dans l'intérieur du tube intestinal, mais de T autre côté, dans le sinus sanguin.
En considérant l'identité complète (du moins en apparence) de ces substances produites par l'épithélium intestinal, avec les gouttes brunes renfermées dans les amibocytes, et le fait que ceux-ci les rencontrent aussi bien dans le système vasculaire que dans l'intérieur de la paroi intestinale, on pourrait peut-être admettre que c'est par la voie de la phagocytose que ces goutte- lettes entrent dans le corps des cellules amiboïdes. Nous don- nerons plus loin des preuves en faveur de cette opinion.
Je dois ajouter encore quelques mots au sujet des granules noirs qui sont plus fréquents chez les amibocytes (jue les gouttes brunes. Je ne puis affirmer que ces granules noirs, ronds et très petits, proviennent aussi de l'épithélium intestinal, car je n'en ai pas remarqué un seul dans cette couche. Tout ce que je peux dire, c'est qu'ils se trouvent à l'état libre, quoique rarement et en nombre restreint, dans le sang du sinus intestinal. Ils seront probablement phagocytés par les amibocytes, à moins que ceux- ci, au contraire, ne les aient abandonnés. Il n'est pas impossible d'ailleurs que les granules noirs de ces cellules soient d'origine différente.
Il se peut, par exemple, qu'ils résultent en partie de la trans- formation ou d'un remaniement des gouttelettes brunes, ou qu'ils soient trouvés et phagocytés dans le sang. On pourrait peut-être admettre (pie, dans des cas extraordinaires, le sang étant sur- chargé de matières d'excrétion, celles-ci puissent s'éliminer elles- mêmes en se précipitant dans le sens chimique de leur solution
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sursaturée sous la forme de petits granules. Mais il va sans dire que ce ne sont là que de simples suppositions.
Pour mettre hors de doute la faculté phagocytaire des amil)o- €ytes sanguins, j'appellerai encore une fois l'attention du lecteur sur l'épitliélium intestinal.
Chez quelques Vers, il s"y trouve une quantité de restes végé- taux dispersés parmi les éléments épithéliaux, comme je l'ai mentionné plus haut. Il va sans dire que, selon les circonstances, ces restes végétaux sont abondants chez certains Vers, tandis que bien souvent, chez d'autres, ils font absolument défaut. J'ai trouvé surtout un Limibrieuliis et un Tuhifex dont la paroi intestinale renfermait des inclusions d'un aspect remarquable, et en grande quantité. On y remarquait des cellules qui ne pouvaient apparte- nir à l'épitliélium. avec des noyaux très gros et colorés toujours très fortement en rouge brun foncé, contrairement à ce que l'on observe chez les autres noyaux de la paroi intestinale.
Ces inclusions, bien qu'un peu différentes dans les deux Vers que j'ai étudiés, étaient très faciles à reconnaître et à distinguer de tous les autres éléments de la même couche. Chez le Tuhifex, elles ne se rencontraient que sous la forme de grandes agglomé- rations (fig. 19). J'en ai compté jusqu'à sept dans une seule coupe transversale (cas extrême). Mais, chez le Lunihyiculns, j'ai trouvé des cellules isolées, et des amas de ces cellules formant des ])aquets (fig. 17). Ces derniers, de même que les agglomé- rations du Tuhifex. étaient toujours dans un état de décompo- sition plus ou moins avancé. Un point important à noter, c'est que ces paquets cellulaires, dont les noyaux montraient un état de dégénérescence, étaient toujours entourés d'une meml)rane dis- tincte à liKpielle se trouvaient accolées quelques cellules très l)etites, et ressemblant beaucoup aux amibocytes typicpies du sang.
Ayant reconnu la faculté des amil)Ocytes de pénétrer dans ]"éi)itliélium intestinal, je ne doute pas qu'ils ne forment une
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couche enveloppant les corps étrangers, et il me parait très vrai- semblable que c'est par leur action chimi(iue que les cellules enveloppées se décomposent.
La coloration particulière de ces noyaux végétaux m'a per- mis, dans un cas propice, d'observer, pour ainsi dire directement, l'acte de la phagocytose. Les cellules végétales en question qui se trouvent isolées dans Tépithélium. sont parfois dans un état de décomposition. C'est pour cela que leurs noyaux se trouvent assez souvent isolés dans la paroi intestinale. Or. j'ai eu l'occasion d'observer un amibocyte plongé dans cette couche dont son corps se distinguait très nettement (tig. 1 7). L'une de ses extrémités se voyait encore dans le sinus sanguin, tandis que l'autre, entrée dans l'épithélium. y renfermait déjà un noyau végétal de couleur rouge-brun, noyau qui ne pouvait pas être confondu avec autre chose.
Il résulte de cela que les amibocytes sanguins de ces Vers sont des cellules phagocytaires typi(pies.
J'ai à mentiomier encore une propriété importante de ces cel- lules. Il n'est pas rare de voir, dans le système vasculaire intes- tinal, des amibocytes d'une grandeur extraordinaire et renfermant, outre les granules noirs et les gouttelettes brunes, deux ou trois noyaux. Cette apparence peut être due à une association de deux ou trois amibocytes normaux, ou à une division du noyau dans une seule cellule qui. bien (pie s'agrandissant, ne se serait pas divisée elle-même. La question ne peut être résolue (pie par des observations sur le vivant. Néanmoins, l'analogie parfaite des amibocytes du sang avec les lynqdiocytes co'lomiques. et d'autres raisons qui seront mentionnées plus loin, me font supposer qu'il s'agit ici d'une réunion de cellules précédennnent isolées, cellules ■qui d'ailleurs ne se réuniraient ({u'après avoir phagocyté des graimles ou autre chose (tig. 8 et 9).
En ce qui concerne l'origine et la reproduction des amibo- cytes du sang, j'ai observé leur nuiltiplication par division ami-
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totique. On peut voir leurs noyaux à tous les stades de la divi- sion, ce qui ne permet pas de doute à cet égard. Dans un seul cas^ j'ai rencontré un noyau qui présentait l'apparence d'une mitose. Mais cette observation n'est pas assez certaine pour que je puisse prétendre que cette forme de division nucléaire existe chez les ' amibocytes du sang, comme elle se trouve, quoique très rarement, chez les lymphocytes crelomiques.
Vejdovsky a décrit, déjà en 1S84, la division directe des « corpuscules sanguins » mais, depuis lors, ce fait ne parait pas avoir été reconnu généralement.
C'ependant, chez des animaux manquant dun système vascu- laire clos, comme les Arthropodes et quelques familles de Poly- chètes, on a recomiu depuis longtemps que les cellules de l'hénjo- lymphe se divisent. EiSiG (1887), par exemple, mentioime la di- vision, même indirecte (mitotique), des corpuscules rouges des Capitellides, et LuwiT (1891) a consacré des études détaillées à la division amitotique des cellules de l'hémolymphe de VAstacus.
Les amibocytes du sang se reproduisent donc par voie de di- vision. De nombreux auteurs ont montré qu'il existe encore un autre procédé de formation. Leydig (1864) a vu, dans des Vers transparents, des cellules se détacher de la paroi vasculaire; il considérait ce phénomène comme un bourgeonnement. Dans la même année, Kupffer (1 864) a publié le résultat de ses recherches sur les cellules sanguines chez des Hirudinées. Selon ces auteurs, les corpuscules sanguins proviennent de la paroi vasculaire. Vejdovsky (1884) admet également que les cellules sanguines sont produites en cet endroit. Les cellules de la couche intérieure du vaisseau, en état de prolifération, formeraient, d'après cet auteur, des amas donnant, naissance aux globules du sang. Ces amas se verraient souvent dans diverses parties du système vas- culaire. Il est possible qu'il en soit ainsi. Mais on ne doit pas oublier que l'ignorance dans laquelle on se trouvait alors, rela-
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tivement à la nature ainiboïde de ces cellules, a dû être souvent une cause d'erreur.
Chez les Lunibriculides, en particulier, on ne trouve pas de pareilles proliférations cellulaires en forme d'amas dans toutes les parties du système vasculaire. En revanche, je crois avoir trouvé l'endroit où les amibocytes du sang prennent naissance, ou quel- que chose de semblable à un organe lymphoïde. Cependant, je dois dire qu'il ne m'a pas été possible de déterminer d'une façon certaine la nature de cette formation singulière.
On sait que l'intestin des Vers en question est étroitement enveloppé d'un système vasculaire auquel on a donné ancienne- ment le nom de sinus intestinal. Or, sur des coupes transversales, on voit souvent ce sinus former un petit élargissement dans la ligne ventrale de l'intestin. Dans son intérieur, se trouvent deux ou trois grandes cellules